Mein Freund Knerten (2009)

Originaltitel: Knerten
Mein Freund Knerten Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Mein Freund Knerten: Märchenhafter, herzerfrischender Familienfilm um einen kleinen Jungen, der mit einem sprechendem Zweig so manches Abenteuer erlebt.

Junior zieht mit seinen Eltern und dem großen Bruder Phillip aufs Land, wo der nächste potenzielle Freund meilenweit entfernt wohnt. Da fällt ein sprechender Zweig aus einem Nadelbaum und stellt sich Junior als Knerten vor und erweist sich als guter Spielkamerad und Begleiter. Die Erwachsenen sehen den imaginären Freund selbstverständlich nicht, weshalb Knerten schon mal Gefahr läuft, als Holzscheit im Kamin zu landen.

Die Eltern ziehen mit dem kleinen Junior aufs Land, wo ihm ein sprechender Zweig zum imaginären Freund wird. Märchenhafter, herzerfrischender Familienfilm aus Norwegen in der Tradition von Astrid-Lindgren-Stoffen.

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Kritikerrezensionen

  • Eine wunderbare Mischung aus Komik und Fantasie bietet sich den Zuschauern, die die Erwachsenenwelt mit den Augen des Kindes Lillebror betrachten. Der norwegische Film „Mein Freund Knerten“ ist ein altmodisches, ungekünsteltes und erfrischendes Abenteuer für Kinder, das auf den Kinderbüchern von Anne-Catharina Vestly basiert. In der deutschen Übersetzung bekam der Titelheld Knerten in den Büchern den Namen Knorzel. Der Film spielt wie der Beginn der Buchreihe in den sechziger Jahren.

    Lillebror freut sich, als die Familie aufs Land zieht in das angeblich so schöne Haus im Wald. Der Schreiner sagt den Eltern gleich, dass es völlig verrottet sei, aber die bemerken die Reparaturbedürftigkeit der neuen Bleibe erst, als Lillebror durch den morschen Holzboden aus dem ersten Stock fällt. Dem kleinen Jungen wird es im Wald nicht langweilig, denn er hat ja neuerdings Knerten, das sprechende Holzmännchen, das sich wegen seiner handlichen Größe überallhin mitnehmen lässt. Knerten hat Angst vor Ameisen, und Lillebror muss seinen Freund auch davor schützen, vom Vater versehentlich im Kamin verfeuert zu werden. Natürlich glauben die Eltern Lillebror nicht, dass Knerten sprechen kann.

    Lillebrors Welt ist aber nicht nur von der kindlichen Fantasie mit ihren Kämpfen gegen Drachen im Wald geprägt. Die Realität ist ebenfalls voller Gefahren und Herausforderungen. Lillebrors Vater kann in der Umgebung seine Damenunterwäsche nicht verkaufen. Die Mutter übernimmt eine Arbeit im Krämerladen des Dorfes, aber der Besitzer duldet keine Kinder, und Lillebror muss den halben Tag auf der Bank vor dem Laden sitzen. Zwei böse kleine Mädchen haben es auf seinen Knerten abgesehen, und als er mal krank ist und alleine im Haus bleiben muss, rüttelt ein Ungeheuer an der Tür. Es entpuppt sich zwar als eine alte Tante, die auf Lillebror aufpassen soll, doch sie kündigt einen neuen Schrecken an, in Gestalt eines Mädchens, das sie am nächsten Tag mitbringen will.

    Obwohl der Film aus der Perspektive von Lillebror erzählt, wird die Erwachsenenwelt nicht überhöht. Im Gegenteil, viele der Erwachsenen haben ihre kleinen oder größeren Macken, die auch den Kindern nicht entgehen. Der Humor macht gelegentlich ein paar Schlenker ins pädagogisch Unkorrekte, die dafür der Geschichte eine umso realistischere Note verleihen. Die Aufpassertante beispielsweise begrüßt Lillebror mit seinem Knerten auf dem Weihnachtsfest der Gemeinde mit den Worten, auch sie habe heute in der Tasche ihren kleinen Freund dabei, er sei flüssig.

    Regisseur Asleik Engmark gibt mit „Mein Freund Knerten“ sein Spielfilmdebüt, in dem auch der kleine Hauptdarsteller Adrian Gronnevik Smith zum ersten Mal in einem Spielfilm auftritt. Lillebror erscheint als äußerst glaubwürdiger Charakter mit seinem Ernst und seiner Nachdenklichkeit, die er mit kindlichem Ideenreichtum und Unternehmungslust kombiniert. Gut, dass es noch zwei weitere Knerten-Filme aus Norwegen gibt, den bereits dort angelaufenen „Knerten traut sich“ und den für 2012 in Deutschland angekündigten „Knerten i Knipe“.

    Fazit: Humorvoller Kinderspaß aus Norwegen, gut austariert zwischen Fantasie und Realismus.
  • Liebevolle Ode an die kindliche Fantasie, in der ein Junge in der sprechenden Holzfigur Knerten einen guten Freund findet.

    Das launige Familienabenteuer von Åsleik Engmark, der Knerten im Original auch seine quirlige Stimme verleiht, war in seiner Heimat so erfolgreich, dass er bereits zwei Fortsetzungen nach sich zog. Basierend auf der 1962 begonnenen Kinderbuchserie “Lillebror og Knerten” der jüngst verstorbenen Autorin Anne-Catharina Vestly (die Bücher heißen bei uns “Kleiner Freund Knorzel”), entstand ein unbeschwerter Kinderfilm aus Sicht von Lillebror, genannt Junior, der aber problemlos Menschen alle Altersstufen mit Herz für skandinavische Kost à la Astrid Lindgren anspricht.

    Es ist ein Märchen, das mit herzensguter Natürlichkeit erzählt und im Retro-Look der Sechzigerjahre bebildert ist und sich wie ein gemütlichen Wollpulli anfühlt.

    Es stellt uns Junior (Adrian Grønnevik Smith) vor, der mit seinen Eltern und dem großen Bruder Phillip aufs Land zieht, das in sommerlicher Bullerbü-Farbpalette erstrahlt. Er erkundet die neue Welt, in der der nächste potenzielle Freund jedoch meilenweit entfernt wohnt. Da taucht ein aus dem Nadelbaum gefallener, sprechender Zweig auf. Der ellbogengroße, minimal computeranimierte Natur-Pinocchio stellt sich als Knerten vor und erweist sich als jovialer Begleiter, der den angrenzenden Tann in einen Abenteuerspielplatz verwandelt, gern und viel redet, aber nicht unbedingt ein zuverlässiger Ratgeber ist. Die Erwachsenen sehen den imaginären Freund selbstverständlich nicht, weshalb Knerten schon mal Gefahr läuft, als Holzscheit im Kamin zu landen, während zwei gruselige Schwestern den kleinen Kerl entführen möchten. Da kann der naive Junior seinen Mut beweisen, bekommt aber auch Unterstützung vom gutmütigen Schreiner.

    Die Geschichte ist eine zwanglose Abfolge von Kindheitserlebnissen, die weder das große Drama sucht, noch Action oder Kitsch braucht, um zu funktionieren.

    Die Bruchbude, in der Juniors Familie wohnt, die notorische Geldnot des erfolglos als Unterwäschevertreter arbeitenden Papis und weitere schwierige Lebenslagen – das meistert die Familie mit Humor und Leichtigkeit. Was nicht bedeutet, die Probleme würden geleugnet. Sie fallen nur nie sonderlich ins Gewicht, wie für Junior, der die Prinzessin aus der Nachbarschaft sucht, findet, wieder verliert und am Ende quasi als Weihnachtsgeschenk erhält, lösen sich Schwierigkeiten notfalls mit märchenhaften Mitteln.

    So ist dieses nostalgische Low-Tech-Plädoyer für Naturspielzeug mit freundlichen Menschen bevölkert, feiert harmonische Familienwerte, beinhaltet die Botschaft, niemals aufzugeben – und schafft diese Kunststück herzerfrischend und ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder Rührseligkeit.

    tk.

Darsteller und Crew

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