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Maria, ihm schmeckt's nicht! (2009)

Maria, ihm schmeckt's nicht! Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Maria, ihm schmeckt's nicht!: Temperamentvolle Culture-Clash-Komödie über eine liebenswerte Sippe, Hochzeits-Chaos und deutsche Gründlichkeit in Bella Italia.

Sachbuchlektor Jan nimmt den Heiratsantrag seiner deutsch-italienischen Freundin Sara an und möchte ohne großes Brimborium standesamtlich heiraten. Doch der zukünftige Schwiegerpapa Antonio pocht darauf, das Fest in Campobello zu feiern. So muss der gegen Meeresfrüchte allergische Jan vor Ort allerlei Schalentiere verdrücken und alleine ohne seine Zukünftige schlafen. Über die ärgert er sich, weil sie immer italienischer wird, aber vor allem über ihre anstrengende Verwandtschaft. Kurz vor der Trauung reißt ihm der Geduldsfaden.

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Kritiken und Bewertungen

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    Die großen und kleinen kulturellen Missverständnisse und Verschiedenheiten zwischen Jan, seiner halbitalienischen Verlobten und deren Familie machen die anstehende Hochzeit zu einer nicht ganz unkomplizierten Operation. Mit leichter Hand inszeniert und liebevoll ausgestattet wird hier der ganz normale italienische Familienwahnsinn mit viel südländischem Temperament den eher sachlichen, deutschen Sitten gegenübergestellt. Die Romanvorlage von Erfolgsautor Jan Weiler wurde heiter und beschwingt mit einem charismatischen Christian Ulmen in der Hauptrolle umgesetzt. So verbreitet diese charmante Geschichte mit den Postkartenbildern Italiens viel gute (Urlaubs-)Laune!

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die Culture-Clash-Komödie “Maria, ihm schmeckt’s nicht!” von Regisseurin Neele Leana Vollmar basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Jan Weiler. Der Autor hat mit Daniel Speck auch das Drehbuch verfasst, so dass der typische Schmunzelhumor seiner Anekdoten über die italienische Verwandtschaft im Film erhalten bleibt. Christian Ulmen spielt den deutschen Verlobten Jan, der im Dauerclinch mit dem zukünftigen Schwiegervater liegt. Der italienische Schauspieler Lino Banfi stellt diesen Antonio Marcipane dar, der als Gastarbeiter in den sechziger Jahren nach Deutschland kam und an seinem süditalienischen Heimatort Campobello hängt.

    Christian Ulmen spielt Jan als eher ruhigen Typen, der gerne mitbestimmen möchte, wo und wie er seine Hochzeit feiert. Doch sein Weltbild gerät ins Wanken, als ihm Antonio Marcipane verkündet: „Wenn du heiratest, iste nicht mehr private Sache“, denn dann ist er der Papa. Also fährt man zur Feier nach Campobello. In dem hübschen alten Städtchen wartet eine laute Schar von Verwandten, vor denen Antonio mit seinem deutschen Schwiegersohn angibt. Doch für Jan wird es ernst, denn gegen die Meeresfrüchte, die die Großmutter, Nonna Anna, serviert, ist er allergisch. Aber er will auch nicht als deutscher Meckerer gelten und isst.

    Die latente Tollpatschigkeit des untergebutterten Jan kontert Christian Ulmen mit einem leicht schnippischen Humor, der der Selbstironie des Ich-Erzählers im Buch entspricht. Die Inszenierung spielt mit witzigen Kommentaren Jans in Voice-Over oder direkt in die Kamera, sowie mit einzelnen Bildfantasien, wie dem Bett auf dem Bahnhof, das dort nur aus Versehen steht. Jan hat nämlich Bett statt Taschentuch verstanden, so wie er, mit dem Wörterbuch in der Hand, häufig auf dem sprachlichen Holzweg ist. Natürlich sorgt das für Heiterkeit, wenn er einen Blinker meint, aber das italienische Wort für einen intimen Körperteil ausspricht. In solchen Momenten behauptet Antonio, den blonden Mann nicht zu kennen.

    Lino Banfi verleiht der Hauptfigur der Geschichte, Schwiegervater Antonio, sympathische Emotionalität und Wärme, ohne überdreht zu wirken. In Rückblenden erzählt der Film, wie Antonio in den sechziger Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kam und keineswegs mit offenen Armen aufgenommen wurde. Seine Ursula, gespielt von Maren Kroymann, ist anders als im Buch nicht ganz so geduldig mit Antonio, vielmehr wird ihr Part um eine späte Rebellion erweitert. Mina Tander spielt Sara, die aber wie die italienische Verwandtschaft in Campobello nicht wirklich zur Entfaltung vor der Kamera kommt. Dazu ist die ganze Erzählung viel zu anekdotisch auf Beispiele der kulturellen Unterschiede fokussiert, die Jan zu schaffen machen.

    Wenn die ganze Verwandtschaft ans Meer fährt und am Strand Luftmatratzen in Tierform, Melonen, Handys und Cremetuben auspackt, wirkt Jans blasse Verlorenheit mit seiner Buchlektüre über den Klimawandel durchaus authentisch. Auch der Besuch seiner Eltern in Campobello unterhält mit typischen Mentalitätsunterschieden, schwärmt doch die Mutter vom Ayurveda-Urlaub in der Toskana, was sich für die Marcipanes überspannt anhört. Eher unangenehm wirken jedoch in der altmodisch angehauchten, mild-heiteren Atmosphäre die latenten Übertreibungen. So wird Jan im Pyjama auf die Flucht zurück nach Deutschland geschickt, und einzelne Anekdoten aus dem Buch werden im Film neu zusammengemischt, weil sie dann oberflächlich betrachtet genauso komisch sind.

    Fazit: Schmunzelkomödie mit Christian Ulmen und Lino Banfi über einen Deutschen zu Besuch bei der süditalienischen Verwandtschaft.
  • Italien-Feeling mal ganz anders: Christian Ulmen kämpft als Bräutigam mit Familiensippe, südlichem Temperament und Nächten ohne Liebe auf dem Plastikkrokodil

    So hatte sich Jan den Antrittsbesuch beim zukünftigen Schwiegerpapa nicht vorgestellt. Der Italiener Antonio, der 1965 als Gastarbeiter nach Deutschland kam und mit der Deutschen Ursula verheiratet ist, betrachtet ihn skeptisch und versteht nicht, warum sich seine Tochter ausgerechnet in einen so blassen Teutonen vergucken muss. Aber die Deutsch-Italienerin Sara Marcipane will Jan und keinen anderen. Während des Gegenbesuchs bei Jans Eltern verkündet Antonio, dass die Hochzeit nicht im kleinen Kreis in Düsseldorf, sondern mit der ganzen Familie in seiner Heimatstadt Campobello gefeiert wird. Basta! Und dort steht der Marcipane-Clan schon Kopf. Der Bräutigam wird geküsst und gekost, dass ihm fast die Sinne vergehen. Und dann erst das Essen! Ständig kriegt der gegen Meeresfrüchte allergische Jan Meeresgetier vorgesetzt. Die Gastfreundschaft schlägt ihm auf den Magen. Damit nicht genug: Nächtens wälzt er sich ohne Sara schlaflos auf dem Plastikkrokodil, muss seinen weissen Body in der Sonne braten und sich auslachen lassen, weil er nicht schwimmen kann. Und zur Hochzeit fehlt noch eine wichtige Urkunde. Am Abend vor der der Trauung kracht’s gewaltig zwischen den Liebenden und am nächsten Morgen macht sich Jan im Pyjama auf die Piste nach Germania. Nur weg von Bella Italia und Großfamilie. Eine Hochzeit und kein Todesfall ist das Resultat dieser rasanten Culture-Clash-Komödie mit tollen Gags. So verschwindet Jans teurer Hochzeitsring auf seltsame Weise, seine Eltern machen sich bei der neuen Verwandtschaft durch Italien-Klischees nicht gerade beliebt und eine Fehde zwischen verfeindeten Sippen darf auch nicht fehlen. Einfach zum Kugeln wie sich Christian Ulmen und Mina Tander kurz vorm “Ja” zoffen, Italo-Star Lino Banfi als Brautvater listig seine Ziele durchsetzt und der Rest der wilden Mischpoke auf den Putz haut. Neele Leana Vollmars Verfilmung von Jan Weilers autobiografischen Bestseller ist durch die mentalen Gegensätzlichkeiten ein absolutes Vergnügen und an Verrücktheiten nicht zu toppen. Italienischer geht’s nicht.

    Margret Köhler.

Darsteller und Crew

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