Mandela - Der lange Weg zur Freiheit (2013)

Originaltitel: Mandela: Long Walk To Freedom
Mandela - Der lange Weg zur Freiheit Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Mandela - Der lange Weg zur Freiheit: Bewegendes Porträt des Mannes, der unermüdlich für Freiheit und Menschenwürde kämpfte - für sich und vor allem für seine Heimat Südafrika...

1993 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, von 1994 bis 1999 war er der erste schwarze Präsident Südafrikas: Nelson Mandela. Nach einer Kindheit im ruralen Hinterland, macht er sich in den 1940er Jahren in Johannesburg als Frauenheld und Rechtsanwalt einen Namen. Seine erste Frau Evelyn verlässt ihn bald, in seiner zweiten, Winnie, findet er eine Weg- und Kampfgefährtin. Nach längerem Zögern schließt sich dem zunächst gewaltlosen African National Congress (ANC) an, bald darauf geht er in den Untergrund und landet schließlich für 27 Jahre hinter Gittern.

Im Südafrika des späten 20. Jahrhunderts reift der Anwalt Mandela vom Untergrundkämpfer zum Einiger des Landes. Episches Hochglanz-Biopic über das Leben, Kämpfen und Wirken des legendären Vaters des modernen Südafrika.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das zweieinhalbstündige Drama "Mandela – Der lange Weg zur Freiheit" ist der vom ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas selbst autorisierte Spielfilm über sein Leben. Der Untertitel des Films, den der Brite Justin Chadwick ("Der älteste Schüler der Welt", "Die Schwester der Königin") inszeniert hat, verweist auf die gleichnamige Autobiografie von Nelson Mandela aus dem Jahr 1995, auf der er basiert. Außerdem führte der in Südafrika während der Apartheid aufgewachsene Produzent Anant Singh Gespräche mit Nelson Mandela und seinen politischen Weggefährten. Der spannende und emotional gut austarierte Film wird der Bedeutung der Jahrhundertfigur gerecht, ohne vor dem Menschen in Ehrfurcht zu erstarren.

    Ein Biopic über eine politische Legende, das einen Zeitraum von rund 70 Jahren abdeckt, ist schon gelungen, wenn es an seiner Aufgabe nicht scheitert. Chadwick schafft den Spagat zwischen Drama und Chronik. Er streift Passagen, die atmosphärisch wichtig sind, wie Mandelas Initiation beim Stamm der Xhosa. Er nimmt sich die nötige Zeit, um bedrückende Gefängnisszenen auszuloten. Die Dramaturgie trägt vor allem in der zweiten Filmhälfte Früchte, wo sich Einzelteile zusammenfügen. Wenn Mandela 1990 an der Hand seiner Frau Winnie die ersten Schritte in Freiheit geht, ist man auf die ungeheure Kraft dieses Moments eingestimmt.

    Einem ähnlichen Aufbau folgt der große Raum, den Mandelas Liebesleben, vor allem die Beziehung zu seiner zweiten Frau Winnie, erhält. Wenn es später um das politische Auseinanderdriften des Ehepaars geht, das sich 1992 trennt, geschieht das von einer gut vorbereiteten Warte aus. Winnies radikale Haltung ist die von Vielen, das Land befindet sich unter der Regierung de Klerk am Scheideweg: Bürgerkrieg oder der von Mandela propagierte friedliche Wandel.

    Idris Elba spielt die Titelfigur lebendig, aber besonnen, als einen Mann aus Fleisch und Blut, dem 27 Jahre Haft die Fähigkeit, sich zu freuen, nicht geraubt haben. Die Musik, die weite Landschaft und die auf Xhosa skandierten Parolen zwischendurch betonen wie Farbtupfer den afrikanischen Geist dieser Geschichte.

    Fazit: Das beeindruckende und bewegende Biopic "Mandela – Der lange Weg zur Freiheit" wird der Jahrhundertfigur gerecht, ohne in Ehrfurcht vor dem Menschen zu erstarren.
  • Justin Chadwick zeichnet in seinem Biopic – mehr Hommage als kritischer Diskurs – den Lebensweg von Südafrikas berühmtem Freiheitskämpfer nach.

    Zig Dokumentationen und TV-Filme gibt es bereits über Nelson Mandela und Clint Eastwood hat ihm mit “Invictus – Unbezwungen” 2009 ein Leinwanddenkmal gesetzt. Von 1994 bis 1999 war der gelernte Jurist der erste schwarze Präsident seines Landes. Neben Martin Luther King gilt Mandela, der 1993 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, als wichtigster Vertreter im Kampf gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen sowie als Wegbereiter des Übergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Südafrika.

    Nun liegt mit “Mandela: Long Walk to Freedom” das erste Kino-Biopic über den charismatischen Freiheitskämpfer vor. Inszeniert hat es der britische Regisseur Justin Chadwick (“Die Schwester der Königin”) nach der gleichnamigen Autobiographie Mandelas. Über 50 Jahre spannt sich der Erzählbogen des knapp zweieinhalbstündigen Films, ein kurzer Rückblick führt zunächst in die Kindheit Madibas – so Mandelas traditioneller Clanname -, ehe die Handlung dann in den 1940ern einsetzt. Als Rechtsanwalt und Frauenheld macht er sich einen Namen, die erste Gattin (Terry Pheto) verlässt ihn bald. Er lernt seine zweite Frau Winnie (Naomie Harris) kennen, schließt sich dem zunächst gewaltlosen African National Congress (ANC) an, geht in den Untergrund und landet schließlich für 27 Jahre hinter Gittern.

    Gradlinig hält der in historischen Stoffen erfahrene William Nicholson (“Elizabeth – Das goldene Königreich”) sein Skript, linear zeichnet er den Weg Mandelas bis zu dessen Wahl zum Staatsoberhaupt nach. Die Stationen der spannenden (Polit-)Karriere werden korrekt – wenn auch etwas brav – abgehakt, wohl komponiert hat Kameramann Lol Crawley seine farbsatten Bilder – ob Dialog-, Kampf- oder Massenszenen -, Sorgfalt und Authentizität zeichnen Johnny Breedts Produktionsdesign aus. Ein wenig zu plakativ gewählt sind die Songs, die die emotionalen Szenen unterstreichen – einschlägige Hits von U2s “Pride” bis zu Public Enemys “Fight The Power” sind zu hören.

    Ins Stocken gerät das Drama, insgesamt eher Hommage als kritischer Diskurs, mit der Inhaftierung Mandelas, denn Chadwick gelingt es nicht, wirklich schlüssig zu zeigen, wie ohnmächtig, hilflos und deprimiert sich sein Held da gefühlt haben muss. Dass man dennoch jederzeit mit Mandela leidet und mitfühlt, liegt am nuanciert agierenden Idris Elba (“Luther”), der es perfekt versteht, die vielen Gesichter, die Mandela ausmach(t)en, bloßzulegen. Eine Oscar-Nominierung ist für ihn durchaus denkbar. geh.

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