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Magic Mike (2012)

Magic Mike Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Magic Mike: Stripper-Komödie mit Channing Tatum und Matthew McConaughey um den Traum vom kreativen Design-Beruf und der nackten Wirklichkeit.

Mike träumt von einer Karriere als Möbeldesigner, doch seine Realität sind seine Jobs als Dachdecker und Stripper, die seinen Traum einmal finanzieren sollen. Im Stripclub seines Chefs Dallas ist Mike der unumstrittene Star, der sich seit Jahren von der Suchtwelle aus schnellem Geld, unkompliziertem Sex und weiblicher Bewunderung mitreißen lässt. Bis er den jungen Adam kennenlernt, der als Stripper und Partyboy in seine Fußstapfen tritt und mit seiner Schwester Brooke eine Frau in Mikes Welt bringt, die Veränderung erzwingt.

Ein Dreißigjähriger beginnt sein Leben als männlicher Stripper zu überdenken, als er die Schwester eines jungen Kollegen kennenlernt. Hinreißende Komödie mit Starbesetzung, die vor der Kulisse eines Männerstripschuppens originell von einer Existenzkrise erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Steven Soderbergh war erst kürzlich mit "Haywire" und "Contagion" in den deutschen Kinos vertreten. Wenn den Regisseur eines ausmacht, dann ist es sein Mut, verschiedene Genres zu bedienen. So war zum Beispiel seine im Action-Comedy angesiedelte "Ocean`s" Reihe super erfolgreich, aber auch für die anspruchsvollen Dramen "Erin Brockovich" und "Traffic" wurde er hochgelobt. "Magic Mike" ist Genre-mäßig eher schwierig einzuordnen. Eine gelungene Mischung aus Comedy und Drama, wie man sie so leider selten sieht. Inspiriert wurde Soderbergh durch den Hauptdarsteller selbst. Channing Tatum war nämlich zwischenzeitlich selber als Stripper tätig, bis er dann ins Model- und später ins Schauspielbusiness über ging.

    Nun denkt man bei einem Film über männliche Stripper schnell an schleimige, eingeölte Typen und eine Atmosphäre, die eher abstoßend wirken könnte. Bei "Magic Mike" ist das angenehm anders. Gespickt mit selbstironischen Momenten, driftet der Film niemals in ein Billigmilleu ab, wirkt nie schmutzig oder gar befremdlich. Die Männer sind zwar toll gebaut, eingeölt und leicht bekleidet, aber trotzdem sind die Tanzszenen so locker und flott umgesetzt, dass es niemals zu peinlichen oder unangenehmen Momenten kommt. Auch als heterosexueller Mann dürfte der Zuschauer an "Magic Mike" noch seine Freude haben, was hauptsächlich der entspannten und selbstironischen Manier des Films zuzuschreiben ist. Die Jungs im Xquisite wollen die Frauen im Club zwar heiß machen und machen dabei auch eine äußerst gute Figur, wirken aber nie obszön, schmierig oder unangenehm.

    Soderberghs dramaturgisches Talent kommt besonders in den dramatischen Szenen des Films zu Tage. Mikes Zwickmühle wird glaubwürdig dargestellt; gerne würde er das Strippen sein lassen und seiner wahren Passion, dem Möbeldesign, nachzugehen, aber die Unmengen an Geld sind doch zu verlockend. Auch über eine feste Beziehung denkt er neuerdings immer wieder nach, aber diese lässt sich mit seinem Job nur schwer vereinbaren. Tatum selber lässt im Interview verlauten, dass er in seiner Zeit als Stripper zwar durchaus Spaß und eine gute Zeit hatte, dass die gefährlichen Elemente der Szene aber nicht zu verachten sind. Auch das spricht Soderbergh an. Der Neuling Adam, der von Mike ins Stripperbusiness eingeführt wird, verfällt sofort dem Geld, dem Ruhm, den Frauen und den Verlockungen der Szene. Dadurch gerät er schnell an Drogen, an`s Dealen und an üble Typen, denen er bald eine Menge Geld schuldet.

    Soderbergh wird beim Erzählen dieser Geschichtsstränge zwar niemals übermäßig düster, stellt das Milieu aber glaubwürdig dar. Letzten Endes genießen die Männer alle hauptsächlich das Geld, das Ansehen und den Lifestyle, die mit dem Job einhergehen. Die Männer setzen sich zwar nicht den sexuellen Übergriffen oder Bedrohungen aus, die weibliche Stripper zu befürchten haben, aber dennoch ist es im Ende ein ziemlich leerer Job, der nur die wenigsten von ihnen wirklich erfüllt.

    "Magik Mike" ist ideal besetzt, mit Männern, die die meisten Frauenherzen höher schlagen lassen dürften. Und auch Damen, die gegen Channing Tatum ("Für immer Liebe", "21 Jump Street"), Matthew McConaughey ("Wie werde ich ihn los in 10 Tagen", "Die Jury") oder Alex Pettyfer ("In Time", "I am Number Four") im angezogenen Zustand vielleicht noch immun sind, dürften sich hier köstlich amüsieren. Die drei Hauptdarsteller brillieren gar nicht zwangsläufig durch ihr tolles Aussehen und die gestählten Körper (wobei diese natürlich nicht außer Acht zu lassen sind), sondern vor allem durch die locker-charmante Art, mit der sie an das Ganze herangehen. Man kann den Jungs die Freude am Job durchaus ansehen und sieht sie direkt grinsend darstehen, wenn sie ihre eigenen Performances am Ende selber nicht so ganz ernst nehmen und sich darüber amüsieren. Alle drei verkörpern ihre Figuren überaus gut und passen vollends ins Bild. Besonders Matthew McConaughey beweist ein weiteres Mal Charme und komödiantisches Talent, wenn er sich als selbstverliebter Dallas seinem Südstaaten-Slang hingibt und die Damen im Club dann doch einmal auf ziemlich schmierige und klischeegetreue Art und Weise in Wallung bringt.

    "Magic Mike" mag ansatzweise eine Art Milieu-Studie sein und birgt auch durchaus kritische dramatische Elemente, bleibt hierbei aber angenehm wertungsfrei und erhebt niemals den Zeigefinger. Stattdessen ist der Film über weite Strecken vor allem eines: richtig gute Unterhaltung. Da wundert es wenig, dass Teil zwei schon in Planung ist.

    Fazit: Nicht nur wer Channing Tatum, Matthew McConaughey und Alex Pettyfer einmal spärlich bekleidet sehen will, wird an "Magic Mike" seine Freude haben. Der Film erzählt eine solide Geschichte, unterhält und überzeugt durch seine gute Besetzung.
  • Mit einem entspannten Film über männliche Stripper in Florida kehrt Steven Soderbergh zum Spaß seiner “Ocean’s Eleven”-Trilogie zurück.

    Zwischen “Haywire” und “The Bitter Pill” platziert sich “Magic Mike” als kommerziellster Titel von Soderberghs inoffizieller Tatum-Trilogie. Dabei schließt “Magic Mike” als maskulines und vorwiegend heiteres Alternativprogramm zu vielen Stripperinnendramen eine Lücke und gibt der nicht nur weiblichen Faszination für dieses Milieu ein Ventil. Inspiration für das recht konventionelle Drehbuch, das von einer klassischen Newcomer-Mentor-Dynamik angetrieben wird, war Channing Tatum selbst, der wie seine Titelfigur vor Jahren von Job zu Job surfte und sich auch acht Monate als Stripper bewährte.

    Als Magic Mike arbeitet Tatum als Dachdecker und Showboy, träumt aber von einer Karriere als Möbeldesigner, die bisher aus finanziellen Gründen auf Eis liegt. Als ihm der 19-jährige Adam über den Weg läuft, der als wichtigstes Kompetenzmerkmal eine Mischung aus Schüchternheit und Unverfrorenheit offenbart, führt Mike ihn ins Ensemble des Stripclubs von Dallas (Matthew McConaughey) ein. Dort entwickelt sich Adam zum neuen Magneten, lässt sich mitreißen von der Welle aus schnellem Geld, unkompliziertem Sex und süchtig machender Aufmerksamkeit, während sich Mike nach vielen Jahren im Business davon zu lösen beginnt.

    Lange Zeit ist “Magic Mike” ein sehr animierender Film, der das Leben im Jetzt bejaht und sich der Euphorie, die die Nächte im Club prägt, ergibt. Während Show auf Show folgt, die Kameraderie unter den Strippern für Spaß und Harmonie sorgen, und Mike allmählich die Barriere von Adams aggressiv-kontrollierender Schwester knackt, ahnt man, dass die Sorglosigkeit dieses Sommers nicht andauern wird. Die aufziehende Problematisierung durch Drogenschulden und geschäftliche Spannungen hätte der Film eigentlich nicht nötig, der auch ohne diese dramatischen Ausrufezeichen suggeriert, dass der Amüsierwert dieses Lebens, dessen sexuelle Ausschweifungen im Bild über Andeutungen nie hinausgehen, eine Verfallszeit hat. Diskussionswürdig ist Soderberghs Fotografie, die zwar die Surrealität der gezeigten Welt durch ungewöhnliche Kameraperspektiven betont, aber in manchen Außenaufnahmen sehr Filter-verliebt und artifiziell wirkt. Unbestritten ist der Fun-Fokus des Films, der Tatum, wie der frühe Robert Mitchum ein Mix aus körperlicher Präsenz und mimischem Stoizismus, tänzerisch wie auch darstellerisch fordert und auch Matthew McConaughey seine witzigste Rolle seit Langem bietet. kob.
  • Channing Tatum zieht blank. Leider das einzige, was Magic Mike kann. Aber das immerhin verdammt gut.
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