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Lushins Verteidigung (2000)

Originaltitel: The Luzhin Defence
Lushins Verteidigung Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Lushins Verteidigung: Vladimir Nabokov-Verfilmung um ein gequältes Schachgenie und seine mögliche Rettung durch die Liebe.

Als Mensch ist der scheue, unsichere Alexander Lushin (John Turturro) ein ständiger Verlierer, doch im Schachspiel ist er einer der Allergrößten. Als der Crack im Jahr 1929 nach Norditalien reist, um bei der Weltmeisterschaft am Comer See anzutreten, verliebt er sich unversehens in Natalia (Emily Watson), die Tochter eines russischen Aristokraten. Sein hinterhältiger Ex-Manager (Stuart Wilson) erkennt daraufhin die Chance, dem verhassten Geistesriesen endlich eine vernichtende Schlappe beizubringen.

Vladimir Nabokovs

In der realen Welt wirkt Alexander Lushin verloren, ein bisschen verrückt und unendlich einsam. In der des Schachs aber ist er ein brillanter Stratege, der 1929 um die Weltmeisterschaft spielt. Am Comer See wird er unerwartet mit der Liebe konfrontiert, aber auch mit seinem diabolischen Ex-Manager, der den vermeintlichen Verlierer endlich Matt setzen will.

Im Jahr 1929 findet sich der Schachgroßmeister Alexander Lushin zu einem Turnier am Comer See ein. Das exzentrische Genie kommt mit der realen Welt nur schwer zurecht und lebt ein einsames Leben als verschrobener Sonderling. Während des Turniers sieht sich der brillante Stratege jedoch plötzlich mit völlig neuen Perspektiven konfrontiert, denn er verliebt sich in die rebellische Aristokratentochter Natalia. Zugleich muss er sich seines diabolischen Ex-Mentors erwehren, der den vermeintlichen Verlierer endlich unschädlich machen will.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unheilige Obsessionen haben Vladimir Nabokov berühmt gemacht. Diese hier, 1929 zu Papier gebracht und nun erstmals verfilmt, thematisiert die pathologische Faszination für Schach und nicht für kleine frühreife Mädchen. Das Ergebnis ist zwangsläufig weniger skandalös als “Lolita”, zeigt aber einen ruhigen, von Hauptdarsteller John Turturro getragenen Film, der Nabokovs literarische Beobachtung eines Außenseiters mit gravierender Wahrnehmungsverzerrung stärker in Richtung dramatische, bittersüße Lovestory entwickelt.

    Nabokov selbst liebte Schach und war gebannt von der Wirkung auf Bewusstsein und Persönlichkeit, wenn es exzessiv und auf einem hohen Niveau gespielt wird. Zwischen Genie und Wahnsinn beschreibt der Volksmund das mentale Territorium, in dem sich Nabokovs russischer Großmeister Alexander Lushin bewegt. Die Verfilmung der Niederländerin Marleen Gorris (“Mrs. Dalloway”), deren Frauenporträt “Antonias Welt” mit dem Oscar als Bester Fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde, übernimmt Grundkonstellation und Figuren des Romans, spitzt aber Charaktere psychologisch zu und gibt so etwa Lushin eine noch traumatischere Kindheit, um seine Flucht in die Welt des Bretts, seine zunehmende Realitätsverzerrung begründen zu können. Das reduziert die Komplexität der Vorlage, macht aber den Zugang leichter zur Geschichte des exzentrischen Großmeisters, der 1929 am Comer See um die Schachweltmeisterschaft antritt und sich während des Turniers in Natalia, die Tochter einer russischen Aristokratenfamilie, verliebt. Gorris’ Film hat zwei Gesichter. Ein zartes, heiteres, wenn John Turturro als weltfremdes, in seinem Kopf lebendes Genie mit Chaplin-Touch und Emily Watsons rebellische Natalia wider jeder Vernunft und der Wünsche ihrer Familie zueinander finden. Und schließlich auch ein tragisches, wenn Lushin quälende Erinnerungen an seine Eltern und den Schuldirektor Valentinov verfolgen und deutlich wird, dass dieser Erwachsene immer ängstliches Kind geblieben ist. Valentinov hat eine stärkere Präsenz als im Roman, sucht dämonisch die endgültige Zerstörung seines Ex-Schützlings, die er in der Vergangenheit als Manager und selbsternannter Mentor vorbereitet hat. Erfahrungsgemäß sind Filme mit Schachthematik im Kino schwer vermittelbar, wenn nicht gerade ein Killer wie in “Knight Moves – Ein mörderisches Spiel” dramatisch zuarbeitet. Selbst Steve Zaillians Kleinod “Das Königsspiel” blieb hierzulande nur eine Videopremiere vorbehalten. In der Defensive befindet sich dieses Drama also per Titel und Thema, hat aber in seiner märchenhaften Liebesgeschichte und in John Turturro Offensivkräfte, um sich zwei Jahre nach der Europapremiere auch auf dem deutschen Filmkunstmarkt zu versuchen. kob.

Darsteller und Crew

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