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Lügen und Geheimnisse (1996)

Originaltitel: Secrets and Lies
Lügen und Geheimnisse Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Lügen und Geheimnisse: Drama um die Rückkehr einer adoptierten Frau zu ihrer leiblichen Mutter, das durch abwechslungsreiche Gefühlsbäder besticht.

Nach dem Tod ihrer Adoptiveltern macht sich Hortense, eine erfolgreiche schwarze Optikerin, auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Sie findet sie in Cynthia, einer verbitterten weißen Arbeiterin, die zuerst abweisend, dann aber mit wachsendem Stolz und Mutterliebe auf Hortense reagiert. Bei einer Geburtstagsfeier erfährt Cynthias Familie durch diese und andere Wahrheiten einen heilsamen Schock.

Nach dem Tod ihrer Adoptiveltern begibt sich die schwarze Optikerin Hortense auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Sie erfährt, daß diese eine weiße Fabrikarbeiterin ist. Trotz aller Gegensätze gelingt es ihr, Cynthia zu einem Treffen zu überreden. Langsam entsteht eine intensive Mutter-Tochter-Beziehung zwischen den beiden Frauen. Bei einer Gartenparty von Cynthias reichem Bruder Maurice, zu der auch Hortense erscheint, lassen die reaktionären Gäste jedoch ihren unterschwelligen Ressentiments freien Lauf.

Die farbige Optikerin Hortense macht sich nach dem Tod ihrer Adoptiv-Eltern auf die Suche nach ihrer richtigen Mutter: Sie erfährt, daß diese eine verbitterte, weiße Frau aus dem Arbeitermilieu ist. Langsam kommen sie sich näher. Stimmungsvolles, zum Teil urkomisches Familiendrama.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Von Anfang an einer der Favoriten bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes, ist Mike Leighs bittersüß-komisches Drama “Secrets and Lies” ein würdiger Gewinner der Goldenen Palme. Behutsam, mitfühlend und bisweilen rasend komisch erzählt der Brite die Geschichte einer englischen Familie, deren Mitglieder sich mit den Jahren entfremdet haben und, eingekapselt in ihre Gespinste aus Ängsten und Selbsttäuschungen, aneinander vorbeileben.

    Ausführlich und scheinbar nur lose oder gar nicht miteinander verbunden werden die Figuren zunächst vorgestellt: Da ist Maurice (Timothy Spall), der es als Porträt-Fotograf zu bescheidenem und von seiner Frau gern zur Schau getragenen Wohlstand gebracht hat, während seine vereinsamte Schwester Cynthia (Brenda Blethyn) als Fabrikarbeiterin ihre Lebensjahre verfließen sieht. Cynthia klammert sich stark an ihre uneheliche Tochter Roxanne (Claire Rushbrook), die in ihrer dumpfen Furcht, so zu werden wie ihre Mutter, jede Gelegenheit nutzt, dem Haus zu entfliehen. Der Windstoß, der diese Menschen schließlich durcheinanderwirbelt, damit sie zusammenfinden, kommt in Gestalt der schwarzen Optikerin Hortense (Marianne Jean-Baptiste), die gerade ihre Adoptiveltern verloren hat und sich nun auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter macht: Cynthia, die Hortenses Geburt so geheimhielt, daß sie sie schon selbst fast vergessen hatte. Das erste Treffen der beiden – der eleganten schwarzen Akademikerin Hortense und der grellmütterlichen weißen Arbeiterin Cynthia – ist sicherlich einer der Höhepunkte des Films, zugleich schreiend komisch und herzzrereißend traurig, und Mike Leigh läßt danach keinen Zweifel mehr an seinem Ziel, die Charaktere über alle familiären, rassischen und sozialen Unterschiede hinweg zueinander zu führen. Bei Roxannes Geburtstagsparty sitzen alle an einem Tisch, und die jahrelang angestauten Spannungen entladen sich in einem reinigenden Gewitter. Maurice’ verzweifelt vorgetragene Rede, es seien “all die Geheimnisse und Lügen”, die es ihnen unmöglich machten, einander zu lieben, ist eine für Mike Leigh ungewöhnlich deutlich formulierte Botschaft, nach der der Film mit spürbarer Erleichterung Hoffnungen auf einen Neuanfang aufzeigt.

    Mit diesen letzten Szenen gibt sich Leigh ungleich versöhnlicher als noch mit seiner vorangegangenen, zynischen Großstadt-Apokalypse “Naked”. Wie überhaupt “Secrets and Lies” den im Grunde eher wenig charmanten Realismus des britischen Arbeiter- und Vorstadtmilieus zwar ungeschönt widerspiegelt, es aber trotz aller, bisweilen äußerst schwarzhumorigen, satirischen Blicke aus dem Augenwinkel schafft, die Menschen stets mit Wärme und tiefem Verständnis zu betrachten. So ist Leighs Film britisches Kino in seiner schönsten Form: Ein wunderbares Ensemble von Schauspielern (Brenda Blethyn wurde für ihre Darstellung der, von jedem guten Geschmack erfrischend freien, Schlampe Cynthia in Cannes zudem mit dem Preis als beste Schauspielerin ausgezeichnet) fängt für zweieinhalb Stunden das Leben ein, in seiner ganzen bunten, traurig-komischen, häßlich-schönen Vielfalt. Daß sich der Regisseur dabei viel Zeit nimmt, mag höchstens ganz ungeduldige Zuschauer irritieren. evo.

Darsteller und Crew

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