Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger (2012)

Originaltitel: Life of Pi
Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger: Wunderbares Filmmärchen in berauschender Optik nach Yann Martels Bestseller um einen jungen indischen Schiffbrüchigen, der Monate lang auf dem Meer auf einem Rettungsboot überlebt - zusammen mit einem Tiger.

Der nach einem Schwimmbad benannte Piscine Militor Patel, kurz Pi, wächst in Pondicherry, Indien, auf und muss – gerade als er sich verliebt hat – mit seiner Familie und ihrem Zoo, nach Montreal, Kanada, auswandern. Das Schiff sinkt auf der Passage nach einem schweren Sturm. Seine Eltern und sein Bruder ertrinken. Nur Pi kann sich in ein Rettungsboot retten. Doch er ist nicht allein. Richard Parker, der Tiger des Zoos, hat sich dort ebenfalls verkrochen.

Piscine Militor Patel, benannt nach einem Schwimmbad und kurz Pi gerufen, wächst in Pondicherry, Indien, auf und muss – gerade als er sich verliebt hat – mit seiner Familie und ihrem Zoo, nach Montreal, Kanada, auswandern. Aber das Schiff sinkt auf der Passage nach einem schweren Sturm. Seine Eltern und sein Bruder ertrinken. Nur Pi schafft es in ein Rettungsboot. Doch er ist nicht allein. Richard Parker, der Tiger des Zoos, hat sich dort ebenfalls verkrochen.

Nach einem Schiffbruch muss sich der einzige Überlebende in einem Rettungsboot mit einem bengalischen Tiger arrangieren. Mit perfekter Tricktechnik realisierte Bestsellerverfilmung, die in mitreißenden Bildern von Überlebenskampf und Menschlichkeit erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein spirituelles Spektakel, das mehr Fragen aufwirft, als es Antworten gibt. Zugleich einer der schönsten Filme seit Jahren, der daran erinnert, wie großartig Kino sein kann.
  • Magisches Filmmärchen nach Yann Martels Bestseller um einen Schiffbrüchigen, der auf einem Rettungsboot überlebt – zusammen mit einem Tiger.

    Eine Welt voller Wunder, wundersamer Ereignisse und wunderbarer Dinge entwirft Yann Martel in seinem 2001 erschienenen Bestseller “Schiffbruch mit Tiger”, eine packende Überlebensgeschichte, in der ein Schiffbrüchiger mit einem Königstiger als einzigem Reisebegleiter in einem Rettungsboot monatelang über den Ozean treibt. Einer jener Romane ist das, denen lange das Attribut “unverfilmbar” anhaftete und an dem sich immerhin so namhafte Filmemacher wie M. Night Shyamalan und Alfonso Cuaron die Zähne ausgebissen haben. Dass es nun dem Regisseur gelungen ist, der in “Tiger & Dragon” die Schwerkraft außer Kraft setzte, seinen “Hulk” wie einen Flumiball durch die Wüste hüpfen und das Konzertspektakel von Woodstock wie eine große Welle schwappen ließ, ist nicht so verblüffend.

    Wie meisterhaft Ang Lee die Märchenszenarien aber in Farben und Formen, die man noch nie so gesehen hat, zu Leben erweckt und wie sehr er auf die Möglichkeiten des dreidimensionalen Raumes setzt, um seinen Freiflug der Fantasie funktionieren zu lassen, verschlägt einem dann doch immer wieder den Atem. Zwei Dimensionen sind einfach zu wenig für den Bilderzauber, den der Taiwanese ausbreitet: Einen erschütternden Schiffsuntergang bei hohem Wellengang und peitschendem Regen erlebt man mit, als wäre man vor Ort mit dabei, ein Schwarm fliegender Fische prasselt durchs Bild wie ein Wolkenbruch, ein mit Plankton und Schnecken bewachsener Buckelwal erhebt sich aus dem Wasser, eine eigentümliche Insel, die ausschließlich von Erdmännchen bevölkert ist, erhebt sich funkelnd und in Neonfarben strahlend aus dem Nichts. Und dann ist da noch der Überlebende Pi, der mit dem Tiger Richard Parker übers Meer schuckelt. Alles völlig unglaublich, aber doch mit der richtigen Balance aus magischem Realismus und sachlicher Nüchternheit realisiert, dass man nie anzweifelt, dass das Gesehene nicht wahr und wahrhaftig sein könnte. Man glaubt. Und das ist in diesem Falle entscheidend. Denn dass es um die Macht des Glaubens gehen wird, daran lässt schon die Rahmenhandlung keinen Zweifel, in der ein junger Schriftsteller den mittlerweile erwachsenen Pi in Kanada aufsucht, weil man ihm erzählt hat, der Inder habe eine Geschichte parat, die einen den Glauben an Gott finden lasse. Dass Pi zur Ausschmückung und Übertreibung neigt, zeigen gleich die ersten Szenen, in denen er von seiner Kindheit und Verwandtschaft in Indien berichtet, vom Zoo seiner Eltern, wie er zu seinem ungewöhnlichen Namen kam, wie es ihm gelang, gleichzeitig Christ, Moslem und Hindu zu sein.

    Kritiker in den USA kreideten “Life of Pi” an, er spiele nicht mit offenen Karten und ziehe seinem Publikum mit einer unvorhergesehenen Volte den Boden unter den Füßen weg. Dabei ist schon in den genannten ersten Szenen angelegt, dass es sich bei der Hauptfigur um einen unzuverlässigen Erzähler handelt: Dass man ihm trotz aller Unwahrscheinlichkeiten dennoch bereitwillig folgt, ist Dreh- und Angelpunkt des Films, der ohne Stars auskommt, weil sein Star die perfekte Illusion ist. Und das muss man mit eigenen Augen gesehen haben, um es zu glauben. ts.
  • Ang Lees ("Brokeback Mountain", "Sense & Sensibilität") modernem Märchen "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" liegt Yann Martels gleichnamiger Roman zugrunde. Der Oscar-prämierte Regisseur bezeichnet das fantastische Abenteuer als sein bislang ambitioniertestes Filmprojekt. Kein Wunder, galt Martels Bestseller doch als unverfilmbar.

    Ein 17-Jähriger Junge und ein Tiger 227 Tage in einem Rettungsboot mitten auf dem Pazifik. Die Grundstory des Films stellte die Filmemacher gleich vor mehrere Herausforderungen.

    Erstens: wo findet man die passende Besetzung für den Titelhelden? Ang Lee berichtet dazu: "Wir waren auf der Suche nach einem jungen Mann, der uns mit seiner Unschuld gefangen nimmt, dessen Sensibilität unsere Herzen erobert und der darüber hinaus auch die richtige Physiognomie mitbringt, um Pi auf seiner Reise zu verkörpern". Über 3000 junge Männer sprachen für die Rolle vor, doch der passende was noch nicht dabei. Durch einen Zufall wurden sie allerdings schließlich doch noch fündig: Der Student Suraj Sharma aus Delhi wollte eigentlich nur seinen Bruder zum Casting begleiten, er selbst hatte mit der Schauspielerei noch keine Erfahrung. Doch Ang Lee wollte ihn sich ansehen und war schon nach dem ersten Vorsprechen sicher: der perfekte Pi ist gefunden.

    Zweitens: Man bekommt keinen Tiger dazu mit einem Jungen auf einem Rettungsboot so zu spielen, wie man es für den Film benötigte, wie geht man also vor? Klar war, dass man für einige Szenen auf einen computergenerierten Tiger zurückgreifen muss. Mit modernster CGI-Technik erweckten das Visual Effects Team um Supervisor Bill Westernhofer ("Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia") einen bengalischen Tiger zum Leben, der von seinen realen Artgenossen kaum zu unterscheiden ist.

    Und zu guter Letzt: Wie inszeniert man einen Film, der zu 80 Prozent am gleichen Ort spielt, ohne dabei nach gewisser Zeit das Interesse des Zuschauers zu verlieren? Ang Lee setzt auf spektakuläre Bilder und die einvernehmende Wirkung des 3D-Kinos. Wenn man bedenkt, dass "Life of Pi-Schiffbruch mit Tiger" sein erste Ausflug in die Welt der 3D-Technik ist, muss man sagen: Hut ab! Denn besser kann man es kaum machen. Als Zuschauer taucht man komplett in die fabelhafte Geschichte ein und findet sich auf einem orangenen Rettungsboot zwischen einem indischen Jungen und einem bengalischen Tiger wieder.

    Fazit: "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" ist eine absolut gelungene Verfilmung von Yann Marterls unvergesslicher Geschichte: bildgewaltig, mitreißend und bewegend.
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Darsteller und Crew

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