Life (2015)

Life Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (7)
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Filmhandlung und Hintergrund

Life: Biopic über den 24-jährigen James Dean, der in seinem letzten Lebensjahr den Fotografen Dennis Stock kennenlernt.

Der junge Fotograf Dennis Stock (Robert Pattinson) erlebt eine harte Zeit im Jahr 1955, als er in der Agentur Magnum in Los Angeles anheuert. Durch das Fotografieren von Stars versucht sich Stock in die Gunst seines Chefs John Morris (Joel Edgerton) zu rücken. Die Arbeit auf den Roten Teppichen der Traumfabrik Hollywoods soll ihm Aufmerksamkeit und Anerkennung einbringen, die seine Karriere vorantreiben. Eine neue Entwicklung nimmt sein Leben, als er auf einer Party James Dean (Dane DeHaan) kennenlernt. Sofort zeigt sich Stock fasziniert vom jungen Schauspieler. Die beiden wollen für eine Fotostrecke über Dean für das Life-Magazine zusammenarbeiten, doch entwickelt sich das Projekt schwieriger als erwartet.

Zwar verspricht sich Stock von dieser Fotostrecke den Durchbruch seiner Karriere, doch muss er bald feststellen, dass sich die Kooperation mit dem exzentrischen Schauspieler als kompliziert erweist. Schnell verbindet beide eine Freundschaft, und Dennis begleitet den Hollywood-Star von nun an nicht nur in seinem beruflichen, sondern auch im privaten Alltag. Auf diese Weise erlebt der ambitionierte Fotograf die Höhen und Tiefen der Person hinter dem Leinwandhelden und gerät in die eine oder andere völlig unvertraute Situation. Doch neben all diesen Eindrücken und der sich als schwierig herausstellenden Zusammenarbeit übt auch das Life-Magazine Druck auf den Fotografen aus.

Das Release von „Life“ trifft mit dem 60. Todestag von James Dean zusammen. Dieser kam im Jahr 1955 im Alter von gerade einmal 24 Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam. Spätestens der frühe Tod des Darstellers aus „...denn sie wissen nicht, was sie tun“ oder „Jenseits von Eden“ machte die Figur des James Dean dann zum Mythos.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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    Als der Fotograf Dennis Stock den jungen Schauspieler James Dean kennenlernt, hat der gerade “Jenseits von Eden” abgedreht und steht in Verhandlungen mit Warner Bros., die Hauptrolle in “Denn sie wissen nicht, was sie tun” zu übernehmen. Stock gewinnt das Vertrauen des linkischen, schüchternen jungen Mannes, verbringt ein paar Tage mit ihm in New York und begleitet ihn zu seiner Familie ins ländliche Indiana. In dieser Zeit entstehen die legendärsten Fotos von James Dean, auf dem verregneten Times Square, auf der Farm, mit Familienmitgliedern. Von dieser gemeinsamen Zeit erzählt Anton Corbijn in seiner vierten Arbeit als Spielfilmregisseur, nicht einmal ein Jahr nach seiner Le-Carré-Verfilmung “A Most Wanted Man“. Es ist ein Film über junge Männer am Scheideweg in einer Welt, in die sie nicht richtig hineinzupassen scheinen. Ein Film über künstlerische Haltung und Nöte und Zweifel des Künstlers. Und außerdem noch ein schöner Film übers Showgeschäft, der Ben Kingsley am Rande die Gelegenheit für einen hinreißenden Galaauftritt als Jack Warner gibt.

    Aber natürlich gehört der Film seinen jungen Stars Robert Pattinson und Dane De Haan, die die unmögliche Aufgabe haben, zwei Ikonen Leben einzuhauchen. Beide schlagen sich prächtig; vor allem vor De Haan als Dean muss man den Hut ziehen: Wie er die innere Zerrissenheit Deans findet und dabei vergessen lässt, dass man nicht den wahren Dean sieht, ist streckenweise regelrecht hinreißend. Was den cool artifiziell wirkenden Film aber so richtig spannend macht, ist die Haltung des Regisseurs. Zu Beginn seiner Karriere als einer der bekanntesten Fotografen der Gegenwart hatte Corbijn ein ähnliches Aha-Erlebnis wie Stock, als er in London in den späten Siebzigerjahren die noch unbekannte Band Joy Division und ihren wenig später freiwillig aus dem Leben geschiedenen Sänger Ian Curtis kennenlernte und fotografieren durfte: Das Foto der Band in einer Londoner U-Bahn-Station war für Corbijn ein ähnlicher Wendepunkt wie die Dean-Fotos für das Life Magazine für Stock. Wenn der holländische Starfogograf hier also von einem unsicheren Fotografen auf der Suche nach seiner eigenen Stimme erzählt, dann gibt er auch viel von sich selbst preis. Was im Wechselspiel mit den Bildern des ganz authentische wirkenden Films sehr prickelnd ist. Nach der Pressevorführung während der Berlinale, wo “Life” im Rahmen der “Special”-Reihe Weltpremiere feierte, standen die Kritiker zusammen und waren einmütig der Meinung: Warum hatte man diesen schönen Film nicht zum Eröffnungsfilm des Festivlas gemacht? ts.

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