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Liebe und andere Katastrophen (1996)

Originaltitel: Love and Other Catastrophes
Liebe und andere Katastrophen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe und andere Katastrophen: Romantik-Komödie der Australierin Emma-Kate Croghan um zwei Studentinnen im WG- und Liebestrubel.

Neben der Suche nach einem passenden Mitbewohner für ihre neugegründete WG haben die Studentinnen Mia und Alice noch mit anderen Problemen zu kämpfen: Die hübsche Mia will unbedingt das Herz ihres Lieblingsdozenten erobern, während Alice als langjähriger Single ausgerechnet für den “Warren Beatty der Uni” schwärmt. Beim Einweihungsfest erleben schließlich beide eine Überraschung.

Mia und Alice studieren Filmtheorie in Melbourne. In ihrer neuen Wohnung ist noch ein Raum frei. Mit ihrer Freundin Danni will Mia nicht zusammenziehen und die Doktorandin Alice ist seit vier Jahren solo. Also muß ein geeigneter Zimmernachbar gefunden werden. Da verliebt Alice sich ausgerechnet in den notorischen Schürzenjäger Ari. Und Mia versucht verzweifelt, die Aufmerksamkeit ihres Lieblingsdozenten zu erregen. Unerwartete Geschehnisse auf der Einweihungs-Party werfen schließlich alle Pläne über den Haufen…

Mia und Alice sind auf der Suche nach dem passenden Mitbewohner. Außerdem ist Mia hinter ihrem Dozenten her, während Alice für den Warren Beatty der Uni schwärmt. Frische College-Komödie mit jeder Menge Romantik.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine echte Entdeckung: Mit der Energie und Frechheit der Jugend katapultiert die 24jährige Australierin Emma Kate-Croghan ihr gelungenes Debüt aus dem Genreumfeld einer schnöden College-Komödie à la “Einsam, zweisam, dreisam” zum erfrischend naseweisen, gnadenlos hochpersönlichen Sturm-und-Drang-Statement. Im Spannungsfeld zwischen flammendem Tarantino-Zitat, forschem Alternativrock und sexuellem Laissez-faire angelegt, trifft die Regisseurin charmant und präzise den Nerv einer Zeit, in der popkulturelle Einflüsse letztlich ebenso wichtig sind wie eigene Erfahrungen.

    Schon in Cannes hatte die 40.000-Dollar-Produktion im Markt hohe Wellen geschlagen, und auch bei der Biennale verfehlte der 76minütige Spielfilm mit der archaischen Nonchalance eines Home-Movies in der Reihe “Finestra sulle Immagini” seine Wirkung nicht. Meilenweit entfernt ist ihre liebenswerte Nabelschau von der Pulp Fiction ihres erklärten Vorbildes Tarantino, aber mit dessen entwaffnender Geschwätzigkeit nimmt es Emma-Kate Croghan spielend auf. Mit wasserfallartigen Dialogen, Selbstgesprächen und Off-Kommentaren definiert sie ihre Figuren, ihre Einstellungen, Ängste, Hoffnungen, Vorlieben und Motivationen – ein verbaler Einstieg ins volle Leben, in dem die Realität beißt, wo sie nur kann. Entsprechend lebensnah ist die Geschichte der beiden Wohnungsgenossinnen Alice und Mia ausgefallen. Nach einer liebenswerten Titelsequenz, in der der Einzug der Freundinnen in die gemeinsame Wohnung mit Videobildern festgehalten ist, ranken sich die Ereignisse von “Love and Other Catastrophes” um Alices Suche nach einem Freund, der wie sie Doris Day liebt, linkshändig ist und “Purple Rose of Cairo” mag, und Mias neurotischer Dauerfehde mit ihrer Freundin Danni. Zudem will sie aus Begeisterung für einen Lehrer einen ihrer Kurse am College wechseln – ein Quell ungeahnter Probleme, derer sich Emma-Kate Croghan auf humorvoll karikierte Weise annimmt. In den locker aneinandergereihten Episoden – stets untermalt von stimmungsvollem Rock von Velvet Underground bis Cruel Sea – lernt man die weiteren Mitstreiter auf dem Weg der beiden Protagonistinnen aus ihren Miseren kennen, den schöngeistigen Mädchenschwarm Ari, in den sich ausgerechnet die schüchterne Alice verliebt hat, das unbeholfene Landei Michael, der einfach keinen Anschluß an die verschiedenen Cliquen finden will, und die sprachlos bleibende Savita, die wie ein Damoklesschwert über der Beziehung von Mia und Danni hängt. All die dramatischen und humorigen Verstrickungen erfahren ihre Auflösung bei einer Housewarming-Party und einer anschließenden Diskussion über die filmischen Vorlieben aller Beteiligten. Wie es bei Filmen hoffnungsvoller, junger Regisseure Mitte der neunziger Jahre Sitte zu sein scheint (in Venedig gehörte auch noch der ebenfalls überzeugende “Swingers” von Doug Liman dazu), wird aus der jüngeren Filmgeschichte zitiert, was das Zeug hält. Emma-Kate Croghan hätte das Namedropping nicht nötig: Ihr Film, der über die Leinwand fegt wie ein Wirbelsturm, ohne dafür Spezialeffekte bemühen zu müssen, steht für sich, und seine fröhliche Energie ist ansteckend – auch ohne klingende Namen. ts.

Darsteller und Crew

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