Liebe Deine Nächste! (1998)

Liebe Deine Nächste! Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe Deine Nächste!: Witziger Liebesfilm von Detlev Buck, in der himmlische und teuflische Mächte am Werk sind.

Josefine und Isolde sind als Vertreterinnen der Heilsarmee Verfechterinnen der Nächstenliebe: Kein Wunder, daß Unternehmenssanierer Tristan für sie den Erzfeind schlechthin darstellt. Doch um Geld für ein Obdachlosenasyl zu bekommen, geht Josefine mit dem Ekel aus, ein 10.000 Mark Angebot des Machos ist einfach zu verlockend.

Josefine, eine Soldatin Gottes – Ähnlichkeiten mit den Damen der Heilsarmee sind nicht zu übersehen – will gemeinsam mit ihrer Kollegin Isolde in einer fiktiven Großstadt Liebe und Hoffnung verbreiten. In der selben Metropole wirkt auch Tristan, einer jener jung-dynamischen Typen, die Unternehmen sanieren, sprich Leute kurzerhand auf die Straße setzen, um die Gewinne der Führungsetage zu maximieren. Der Zufall will es, daß sich zwischen Gottesengel Josefine und Höllenhund Tristan so etwas wie eine Liebesgeschichte anbahnt…

Witziger Liebesfilm von Detlev Buck, in der himmlische und teuflische Mächte am Werk sind.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Passend zum Weihnachtsfest startet Detlev Bucks “Liebe Deine Nächste!”: Zwei “Soldatinnen Gottes” wollen die Welt verbessern und beginnen ihre Sisyphusarbeit ausgerechnet in einem Heim für Obdachlose. Moritz Bleibtreu als eiskalter Unternehmenssanierer bringt die fleißigen Heilsarmee-Mädels Heike Makatsch und Lea Mornar vom Pfad der Tugend. Schließlich ist der Titel Programm.

    Wer Humor à la “Männerpension” erwartet, wird sich verwundert die Augen reiben. Denn in Detlev Bucks neuestem Film geht es erst einmal streng zu. Leutnant Josefine (Lea Mornar) und Leutnant Isolde (Heike Makatsch) von der Heilsarmee schreiten bei ihrer Ankunft im Obdachlosenheim zur Tat, räumen den Augiasstall unerbittlich auf. Sauberkeit und Ordnung müssen her, Schlendrian und Alkohol weg – Suppe, Seife, Seelenheil ist angesagt. Die Damen im blauen Dress gehen mit ihren Schäflein auf Geldsuche und greifen heftig in die Klampfe. Bei einer dieser Aktionen treffen sie auf Tristan, einen skrupellosen Typen, der ohne jegliche Rührung ganze Belegschaften wegrationalisiert. Daß dieser Bösewicht sich ausgerechnet in die spröde Josefina verliebt, hat entweder etwas mit Masochismus zu tun oder mit sportlichem Ehrgeiz. Die Lady läßt sich erst einmal nur durch 10.000 Mark für die Spendenkasse zu einem Rendezvous animieren, der Macho scheint auf verlorenem Posten zu stehen. Nach einigem Zögern überrascht sie den geübten Weiberheld durch ein unmoralisches Angebot, währenddessen sich ein Penner an der in einer tiefen Ohnmacht liegenden Isolde vergreift. Mit neuen Lebens- und Liebeserfahrungen ausgestattet, machen sich die beiden Freuen auf den Weg in die Selbstfindung und nehmen den Zug nach Irgendwo, während die Männer zu spät reagieren und ersteinmal – das Nachsehen im wahrsten Sinne des Wortes haben. Der Zugang zu diesem Genremix aus Komödie und Liebesfilm ist nicht einfach. Das Aufgreifen des Themas neue Armut in Deutschland mag honorig sein, aber Buck, der keinen Dokumentarfilm machen wollte, sondern einen Spielfilm “im Sinne einer allegorischen und fabelhaften Beziehung” und dabei auf Überhöhung setzt, setzt sich zwischen alle Stühle, fordert mißverständliche Interpretationen geradezu heraus. Die Obdachlosen wirken entgegen Bucks Intention teilweise wie Karikaturen. Und die abstruse Vorstellung, daß Frauen einen Vergewaltiger erst tadeln und dann küssen, gehört in den Orkus maroder Männerphantasien. Als Talentscout entdeckte der Ostriese die aus Kroatien stammende und in Rom lebende Lea Mornar, die in ihrer Fremdheit keine schlechte Figur macht. Interessant das von Buck und Kameramann Joachim Berc entwickelte visuelle Konzept. In der anonymen und desolaten Stadt dominieren Teleaufnahmen, im Obdachlosenasyl Weitwinkel und ein warmes Licht, das den gewünschten “Oliver-Twist-Charakter” betont und “spacig” wirkt. Ein Erfolg wie “Männerpension” mit 3.3 Mio. Zuschauern ist kaum zu erwarten. Die Publikumsreaktionen dürften ambivalent sein, auch wenn die Namen Buck und Bleibtreu als Magnet dienen könnten. mk.

Darsteller und Crew

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