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Leo und Claire (2001)

Leo und Claire Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Leo und Claire: Alltags- und Liebes-Geschichte im Dritten Reich um einen jüdischen Kaufmann, der in Nürnberg Opfer einer Denunzierung wird.

Nürnberg in den 30er Jahren: Das Ehepaar Leo (Michael Degen) und Claire (Suzanne von Borsody) sowie die junge Photografin Irene (Franziska Petri) sind Nachbarn und Freunde. Das ruhige Leben ändert sich jedoch schlagartig, als die Nazis die Macht ergreifen. Denn Leo ist Jude und steht ganz oben auf der Abschussliste der Nazischergen.

Nach “Marlene” inszenierte Regisseur Joseph Vilsmaier eine Filmerzählung über Denunziantentum und Liebe im Dritten Reich. In weiteren Rollen sind Dietmar Schönherr, Kai Wiesinger und Axel Milberg zu sehen.

Leo Katzenberger, jüdischer Inhaber eines Schuhgeschäfts in Nürnberg, vermietet der jungen, blonden, sexy Fotografin Irene Scheffer ein Studio. Die kleinbürgerliche Nachbarschaft beginnt zu klatschen, und dichtet Leo ein Verhältnis mit ihr an. Leo wird denunziert und wegen Rassenschande von den Nazis verhaftet und schließlich zum Tode verurteilt.

Der lebenslustige Jude Leo Katzenberger betreibt in Nürnberg einen gutgehenden Schuhhandel und ist glücklich mit Claire verheiratet. Da bezieht eines Tages die junge, attraktive Fotografin Irene eine seiner Wohnungen. Wegen der angeblichen Affäre mit seiner Mieterin von den Nachbarn und der NS-Hetzpresse der Rassenschande bezichtigt, muss Leo bald um sein Wohlergehen bangen. Doch lange will er einfach die Gefahr nicht wahrhaben, in der er sich als Jude befindet. Als er sich schließlich zur Flucht entscheidet, ist es zu spät…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Historische Stoffe sind seine Leidenschaft: Nach “Stalingrad”, “Comedian Harmonists” und zuletzt “Marlene” nimmt sich Joseph Vilsmaier mit “Leo und Claire” der authentischen Geschichte des jüdischen Kaufmanns Leo Katzenberger an, dessen Fall bereits in Stanley Kramers oscarprämierten “Das Urteil von Nürnberg” für stargespickte Aufmerksamkeit sorgte.

    Auch die deutsche Produktion ist stargespickt, die Besetzungsliste liest sich wie das Einmaleins des deutschen Films. Allen voran Michael Degen in der Rolle des Leo Katzenberger, der der Figur des lebensfrohen, erfolgreichen Geschäftsmanns, überzeugten Staatsbürgers und liebevollen Familienvaters Tragik und Tiefe zu verleihen vermag. Franziska Petri (“Vergiss Amerika”) gewinnt ihrer Irene Scheffler zwischen Femme Fatale und naivem Mädchen Profil ab, obwohl sie gerne zum leichtbekleideten Posieren in Fensternähe genötigt wird. Auch Suzanne von Borsody als Gattin Claire gibt ihr Bestes, wenngleich ihrer Figur, gerade als “Titelheldin”, durchaus mehr Entfaltungsmöglichkeiten zu wünschen wären.

    Die Drehbuchautoren Reinhard Klooss und Klaus Richter rücken bei der Adaption der auf Tatsachen beruhenden Geschichte nach Motiven von Christiane Kohls Dokumentation “Der Jude und das Mädchen” nämlich nicht den Flirt des Kaufmanns mit der schönen Fotografin in den Vordergrund, sondern die dramatische Entwicklung der Ehe von Leo und Claire Katzenberger, die alle Herausforderungen und Zerwürfnisse übersteht. Die Geschichte spielt zwischen 1933 und ’42 vor allem in jenen Nürnberger Hinterhöfen, in denen der angesehene Inhaber der Schuhgeschäfte Katzenberger der jungen, blonden und für die Meinung ihrer Mitbewohner viel zu exzentrischen Fotografin Irene ein Studio vermietet. Bald dichten die Hinterhof-Saubermänner und -Frauen dem Vermieter und der Mieterin ein Verhältnis an, wobei der Film offen lässt, ob die Freundschaft der beiden übers rein Platonische hinausgeht. Die Denunziation der Nachbarn führt zu ihrer Verhaftung. In einem skandalösen Prozess voll tiefster Demütigungen wird Leo Katzenberger zum Tode verurteilt. In seinen letzten Stunden spendet ihm allein der Briefwechsel mit seiner Frau Trost und Kraft. Wie aus dem aus Sozialneid und Frustrationen geborenen Denunziantentum ganz normaler kleiner Leute, die sich über die Konsequenzen ihres Tuns wohl durchaus im klaren waren, eine große persönliche Tragödie entsteht – diesen Aspekt hebt Vilsmaier immer wieder hervor, ihm ordnet er allerdings auch differenziertere Charakterzeichnungen unter.

    Er konzentriert sich vor allem auf die Schilderung der klatschsüchtigen “Hinterhofidylle”, die Leo schließlich zum Verhängnis wird. Dort, in den Mietwohnungen seines Häuserblocks, wo der Sexualfrust seine schönsten Blüten treibt, bleibt das Studio-Ambiente hölzern, auch wenn Andrea Sawatzki und Jochen Nickel als Ehepaar Steinheil und Axel Milberg als schweigsamer Hausmeister Akzente zu setzen wissen.

    Vilsmaier, der wie immer selbst die Kamera führte, gelingen überzeugende Bilder für den infamen Alltag im Dritten Reich, von der kleinen Demütigung des jüdischen Geschäftsmanns über massive Drohungen bis zur nackten Gewaltanwendung, und vor allem zum Ende hin gewinnt der Film emotional an Tiefe. boe.

Darsteller und Crew

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