Lebenszeichen - Proof of Life (2000)

Originaltitel: Proof of Life
Lebenszeichen - Proof of Life Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Lebenszeichen - Proof of Life: Kidnapping-Thriller mit toller Besetzung, der die Romanze zwischen den Hauptfiguren nur andeutet, dafür den Action-Szenen mehr Platz einräumt.

Terry Thorne, professioneller Verhandlungsspezialist bei Geiselnahmen, soll im krisengeschüttelten Tecala Staudamm-Ingenieur Peter Bowman befreien, der von Rebellen gekidnappt wurde. Als sich herausstellt, dass Bowman nicht versichert ist, fleht seine Frau Alice den abgebrühten Thorne an, ihr trotzdem zu helfen. Schließlich sagt Thorne, der sich von Alice angezogen fühlt, zu.

Alice Bowman sehnt sich nach einem ruhigen Leben in den heimatlichen USA, doch ihr Ehemann denkt nur an seine Ingenieurs-Karriere, die ihn in die entlegensten Ecken des Erdballs führt. Bis er eines Morgens in Kolumbien von Rebellen verschleppt wird. Die Lösegeld-forderung von drei Millionen Dollar aber ist für Alice unbezahlbar, da die Firma ihres Mannes für solche Fälle nicht mehr versichert ist. Verzweifelt bittet sie den international erfahrenen Kidnapping-Experten Terry Thorne um Hilfe, der sich bald zu ihr hingezogen fühlt…

Kidnapping-Thriller mit Top-Besetzung: “Gladiator” Russell Crowe soll als Verhandlungsspezialist Thorne den in einem fiktiven Land gekidnappten Ehemann der von Meg Ryan gespielten Alice Bowman befreien. Natürlich bahnt sich auch eine Romanze zwischen den beiden Hauptfiguren an…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die skandalumwitterte Romanze zwischen Amerikas verheiratetem Sweetheart Meg Ryan (“E-Mail für Dich”) und dem rauhbeinigen “Gladiator” Russell Crowe begann, als sie für den Kidnapping-Thriller von Regisseur Taylor Hackford (“Im Auftrag des Teufels”) gemeinsam vor der Kamera standen. Das Leben imitierte gewissermaßen die Kunst, da Crowe einen “K&R” (Kidnapping & Ransom)-Spezialisten spielt, der Ryan zu Hilfe eilt, um ihren von südamerikanischen Revolutionskämpfern als Geisel genommen Ehemann zu befreien und die beiden sich im Verlauf ineinander verlieben. Mit 10,4 Mio. Dollar angelaufen, zeigte sich das US-Publikum nur in Maßen interessiert. Ein Erfolg in Übersee ist allemal eher vorstellbar.

    Das Drehbuch von Tony Gilroy basiert auf dem “Vanity-Fair”-Artikel “Adventures in the Ransom Trade” und dem Buch “The Long March To Freedom” von Thomas Hargrove. Eindringlich und interessant wird darin die Zunft der von Versicherungskonzernen angestellten professionellen Verhandlungsspezialisten bei Geiselnahmen skizziert. Terry Thorne gilt als einer der besten seines Fachs, was mit einer atemberaubenden Rettungsaktion im krisengeschüttelten Balkangebiet illustriert wird. Anschließend wird er nach Tecala (fiktiv – gefilmt wurde u.a. in Ecuador) geschickt, wo der Staudamm-Ingenieur Peter Bowman (David Morse) von Rebellen gekidnappt worden ist. Als sich herausstellt, dass Bowman gar nicht versichert ist, fleht seine Frau Alice den abgebrühten Thorne zunächst vergeblich an, ihr trotzdem zu helfen. Nach reiflicher Überlegung kehrt er doch zurück. Die gegenseitige Anziehung wird sehr unterschwellig mit diskreten Blicken und scheinbar zufälligen Handberührungen vermittelt. Eine im Rohschnitt noch vorhandene Sexszene wurde aufgrund unvorteilhafter Publikumsreaktionen aus dem Film genommen, und so beschränkt sich der intime Kontakt der beiden Superstars (zumindest auf der Leinwand) auf einen innigen Abschiedskuss, bevor Thorne sich auf den Weg zur spannungsvollen Rettungsaktion im Dschungel begibt.

    Die emotionale Spannung zwischen den charismatischen Hauptdarstellern wird allzu verhalten dargestellt, um den gewünschten “Casablanca”-Effekt vom Konflikt zwischen Liebe, Sehnsucht und Pflichtbewusstsein gänzlich zu erzielen. Viel aufregender gestalten sich im Vergleich die aufpeitschenden Actionszenen und die Schilderung der körperlichen und psychischen Strapazen, der die Geisel Bowman ausgesetzt ist. Diese Aspekte wurden von Hackford, von jeher eine Art Miniaturausgabe von Michael Mann, dem ungekrönten König des intelligenten Erwachsenenkinos, realitätsnah, wenn auch Klischees entsprechend, in Szene gesetzt. Ebenfalls faszinierend sind die Informationen über die Geschäftspraktiken großer Konzerne im Vergleich zum Idealismus der Bowmans (Alice wird von ihrem Ehemann liebevoll “mein kleiner Hippie” genannt). Doch diese Elemente werden nur am Rande angeschnitten, ebenso wie der schwelende Streit zwischen den Eheleuten, der sich essentiell um Alices Fehlgeburt acht Monate zuvor dreht. Trotz des beträchtlichen Starappeals der Protagonisten kann der prächtig anzusehende Politthriller nicht mit den Genreklassikern “Ein Jahr in der Hölle” oder “Under Fire” gleichziehen. So liefert Hackford ein routiniertes, nicht restlos überzeugendes Drama, dessen Mischung von Gefühl, Action und politischen Verwicklungen in der Dritten Welt in Verbindung mit den beiden Stars über ausreichend Zündstoff verfügt. ara.

Darsteller und Crew

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