Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian (2009)

Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian: Sequel zur Zeichentrick-Verfilmung des Kinderbuchklassikers, in dem Laura mit ihrem Stern ein großes Abenteuer in China erlebt.

Laura ist ganz aufgeregt: Sie darf mit ihrer Familie nach China reisen, wo ihre Mutter ein Konzert geben soll. Natürlich geht auch ihr kleiner Freund, der Stern, mit auf die Reise. Doch während des Flugs geht der Stern verloren. Es stellt sich heraus, dass ein chinesisches Mädchen, Ling-Ling, ihn gefunden und mitgenommen hat. Die beiden werden bald in der Oper zusammengeführt, da Ling-Lings Tante mit Lauras Mutter musizieren soll. Bei einer kurzen Auseinandersetzung der Mädchen passiert es: Der Stern prallt gegen ein Drachenkostüm, wodurch dieses zum Leben erweckt wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian“ ist ein Gemeinschaftswerk der Regisseure Piet de Rycker und Thilo Graf Rothkirch. Wieder werden die kleinen Zuschauer auf eine wundersame Reise eingeladen, die sich um Freundschaft, Verständnis, Vertrauen, Versöhnung und Achtung dreht.

    Diesmal gehen die Regisseure weit über die geografischen Grenzen hinaus und schicken Laura auf eine Reise nach China. Nicht alles ist pure Phantasie, denn das Jahr 2009 ist nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Rinds; und ist es ein Rind, bzw. eine Yak-Kuh, die den kleinen Stern, als Vermittler zwischen zwei kleinen Mädchen auf die Reise schickt. Gegensätzlich – wie in der Realität – wird die schnelllebige, hochmoderne Metropole Beijing den ländlichen und in alten Legenden verwurzelten Gegenden Chinas gegenübergestellt.

    Trotz der schnellen Großstadt gelingt es den Regisseuren, großartig, kindgerecht ruhige Schnitte zu setzen und die kleinen Zuschauer auf eine Reise in eine Welt der Träume und des Urvertrauens einzuladen. Auch wenn Laura des Öfteren mitten im Gewühl von Menschen und in der Fremde einer Stadt von der Seite ihrer Eltern weicht, fallen weder böse Worte, noch wird mit autoritär-erzieherischen Mitteln versucht Laura zu maßregeln. Im Gegenteil: geduldige und – im positiven Sinn – belehrende Sätze bestimmen den Umgang der Eltern mit ihrem Kind.

    Ein absoluter Pluspunkt des Films ist die Inszenierung des Bösen. Kindgerecht und ohne albtraumfördernde Versatzstücke gelingt eine wunderbare Geschichte, in der das Gute über das Böse siegt. Die Kinder werden eingeladen auf eine Reise, in eine märchenhafte Welt, eine Welt, in der Freundschaft, Achtung und Respekt ganz oben stehen.

    „Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian“ ist Rothkirchs erste Animationsfilmproduktion die vollständig am Computer mit 3D-Animation realisiert wurde. Dennoch gelingt es dem Team, die Figuren - wie aus den Tagen des alt hergebrachten Zeichentrickfilms bekannt - wirken zu lassen, und so den Charme des herkömmlichen Animationsfilms zu bewahren.

    Absolut überzeugend sind die Sprecher, deren Stimmen den Figuren Leben einhauchen und die kindliche Phantasiewelt akustisch perfekt in Szene setzen.

    Fazit: Eine wunderbare Geschichte über eine phantastische und geheimnisvolle Freundschaft, die über den halben Globus reicht. Technisch meisterhaft und kindgerecht inszeniert.
  • Lauras China-Reise wird bei De Rycker/Rothkirch zum spannend-spaßigen Culture-Clash-Abenteuer, das trotz 3D-Animation nichts von seinem kindlichen Charme verliert.

    Auch fünf Jahre nach Lauras erster Sternenreise sowie zwei weiteren Animationswerken (“Der kleine Eisbär 2″ und “Kleiner Dodo”) bleibt das Kinderfilme machende Ehepaar Maya Gräfin und Thilo Graf Rothkirch seiner Linie treu und präsentiert mit dem Sequel “Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian” ein fantasievolles, liebevoll designtes Abenteuer für die ganz kleinen Kinogänger. Dabei halten sich Spannung und Spaß in etwa die Waage, ohne beide Komponenten allzu sehr auszureizen. Zugleich legen die Rothkirchs und ihr langjähriger Regie- und Drehbuchpartner Piet De Rycker viel Wert auf die Wiedererkennung ihrer Marke, die sich dank der Buchvorlagen von Klaus Baumgart in den deutschen Kinderzimmern vornehmlich weiblichen Geschlechts bereits felsenfest etabliert hat.

    Nach einem “himmlischen” Vorspann mit durchs All fliegenden Musikinstrumenten und allerlei Spielzeug rückt denn auch umgehend Lauras Familie in den Fokus. Die ist gerade auf dem Weg nach Peking, wo Mama, die Cello-Virtuosin, gemeinsam mit chinesischen Musikern zum Neujahrsfest ein Konzert geben wird. Mit im Gepäck auch Lauras Stern. Doch weil der nicht durch die strengen Flughafenkontrollen kommt, muss er seiner Freundin eben hinterher fliegen. Im fernen Asien geht das glitzernde Maskottchen allerdings verloren und wird von dem chinesischen Mädchen Ling-Ling gefunden. Mit Hilfe eines kleinen Drehbuch-Kniffs laufen sich Laura und Ling-Ling in der Millionenmetropole Peking schließlich zufällig über den Weg, raufen sich nach anfänglichen Animositäten zusammen und helfen dem furchterregenden Drachen Nian, der in Wirklichkeit ein ganz lieber ist, vor einer geheimnisvoll grauen Wolke zu beschützen.

    Dieser farbenprächtige Nian übernimmt – ähnlich wie Hektor in “Hexe Lilli” – im zweiten Teil des Films die Hauptrolle. Obwohl das Fabeltier nicht sprechen kann, wird es dank der Stimme von Komiker-Kugel Dirk Bach (auch in Pixars “Oben” zu hören) zum Leben erweckt. Und dieses Ächzen und Stöhnen, Wimmern und Jammern ist so komisch, dass nicht einmal Lauras kleiner Bruder Tommy Angst vor Nian hat. Letzterer sorgt mit seinen Faxen wie dem “Salto mortadello” ebenso für Erheiterung. Während eine aufwändige Flugeinlage über Pekings Nachthimmel in Staunen versetzt. Rycker und die Rothkirchs haben den zweiten “Laura”-Film erstmals komplett 3D-computeranimiert. Trotzdem wurde der Charme des Originals beibehalten, indem der traditionelle Zeichentrickstil nachempfunden wurde.

    Neben reichlich klassischem Entertainment erzählt diese knallbunte Peking Opera für Kinder auch von Freundschaft und Völkerverständigung mit der Musik als verbindendem Element (auf der Score-Liste tauchen sowohl der chinesische Ausnahmepianist Lang Lang als auch eine Variation des Ich & Ich-Hits “Vom selben Stern” auf). Trotz aller Kleine-Mädchen-Naivität kommen die Dialoge nicht zu süßlich, sondern frisch und zeitgemäß daher, allerdings sind sich die Stimmen der beiden Hauptdarstellerinnen zu ähnlich und erreichen nicht ganz das Niveau der ursprünglichen Laura-Sprecherin Céline Vogt.

    Weil dieser Culture-Clash-Spaß für den Nachwuchs mit vielen gut beobachteten Details aufwartet, sehr schön die Grenzen zwischen Fantasie und Realität auslotet und nun in respektvollem Abstand zu Bully Herbigs aktuellem Überflieger “Wickie und die starken Männer” startet, sollte “Lauras Stern 2″ in Dimensionen des Vorgängers, der 2004 knapp 1,4 Millionen Kindergarten-Kids plus x begeisterte, vorstoßen können. lasso.

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