Last Man Standing (1996)

Last Man Standing Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Last Man Standing: Blei- und staubhaltiges Remake des Samuraifilms "Yojimbo, der Leibwächter" mit Bruce Willis.

Eine Laune des Schicksal verschlägt den geheimnisvollen John Smith (Bruce Willis) in die texanische Grenzstadt Jericho des Jahres 1931. Dort wird er Zeuge eines Krieges zwischen zwei Gangsterbanden, die sich um die Vormachtstellung beim Alkoholschmuggel beharken. Indem er sich clever an beide Seiten verkauft, bringt Smith die Opponenten dazu, sich gegenseitig zu zerstören.

Bis auf die allernotwendigsten Handlungsstränge minimierte Walter Hill sein ebenso blei- wie staubhaltiges Remake von Akira Kurosawas berühmten Samuraifilm “Yojimbo – der Leibwächter” von 1961. In einer Mischung aus trockenem Western und abgeklärtem “Tough-Guy-Movie” lässt er Bruce Willis und Christopher Walken ein Duell buchstäblich bis zum letzten Mann ausfechten.

1931, an der Grenze zwischen Texas und Mexiko. Jericho ist der Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen zwei skrupellosen Alkoholschmugglerbanden. Von dem korrupten Sheriff Ed Galt droht ihnen keinerlei Gefahr. Doch dann heuert der mysteriöse Neuankömmling John Smith bei beiden Gangs als Söldner an und beginnt, die Outlaws gegeneinander auszuspielen. Eine lange Serie von Gefechten lichtet die Reihen der Banditen. Schließlich kommt es zum Showdown zwischen Smith und dem eiskalten Killer Hickey.

Texas 1931: John Smith wird in dem Grenz-Nest Jericho Zeuge eines Bandenkrieges, und später Protagonist. Walter Hills blei- und staubhaltiges Remake des Kurosawa-Klassikers “Yojimbo, der Leibwächter”.

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Kritikerrezensionen

  • Kampf bis zum letzten Mann verspricht der Titel von Walter Hills Remake des Akira-Kurosawa-Klassikers “Yojimbo, der Leibwächter” aus dem Jahr 1961, und der Zuschauer wird nicht enttäuscht: Bis auf die allernotwendigsten Handlungsstränge reduzierte der Regisseur seine mit apokalyptischem Wüstenflair getränkte Gangsterstory und erhielt als Ergebnis eine rudimentäre Variante des klassischen Kinostoffs vom Söldner, der sich an zwei verfeindete Parteien verkauft, um sie gegeneinander auszuspielen. Mit Bruce Willis konnte er den rechten Star als Hauptdarsteller gewinnen, dem man nur zu gern durch gesiebte Luft bis zum allerletzten Shootout folgt.

    Wie sein spröder, augenscheinlich identitätsloser Antiheld John Smith macht auch Walter Hill in “Last Man Standing” wenig Worte: So karg wie nur eben möglich, ohne einen Hauch von Nebenhandlung, mit einem Mindestmaß an Hintergrundinformationen hielt er diesen während der Prohibitionszeit angesiedelten Überlebenskampf an der Grenze zwischen Texas und Mexiko, der in seiner rudimentären Gestalt doch mehr mit einer Meditation über das Sterben gemein hat. Selbst die zahlreichen Feuergefechte, von Hill mit sichtbarer Lust gerecht über die Laufzeit verstreut, sind kurz und immer zum Punkt.

    In dieser Beziehung steht das existentialistische Gangsterdrama Sergio Leones “Für eine Handvoll Dollar”, dem ersten “Yojimbo”-Remake aus dem Jahr 1964, deutlich näher als dem Original. Bei Kurosawa war es immerhin noch ein edler Samurai, der zwischen die Fronten eines Kleinkriegs gerät. Bei Hill ist aus dem ambivalenten Helden ein regelrechter Bad Guy geworden, den eine Laune des Schicksals nach Jericho trägt: Dort wird er Zeuge, wie sich verfeindete Mobs, die aus dem Osten nach Texas gekommen sind, im Kampf um die Kontrolle über den Alkoholschmuggel aus Mexiko gegenseitig zerfleischen, während das Gesetz in Gestalt von Sheriff Galt (opportunistisches Wiesel mit einem letzten Funken Anstand: Bruce Dern) beide Augen vor dem Massaker verschließt. Smith’ Begegnung mit zwei Frauen – Hure und Heilige: Gangsterliebchen Wanda und rechtschaffenes Chicano-mädchen Felina – führt dazu, daß er trotz seiner schwarzen Seele in den Krieg eingreift. Indem er sich an beide Seiten verkauft, läutet er den Untergang der beiden Banden ein. Vor einem niedergebrannten Roadhouse kommt es schließlich zum letzten Duell zwischen Smith und dem skrupellosen Hitman Hickey.

    Christopher Walken spielt diesen Mörder, angetan mit roter Perücke und Käpt’n-Ahab-ähnlicher Gesichtsnarbe, mit sichtlichem Gusto. Seine Präsenz verleiht dem Geschehen einen Hauch spürbarer Gefahr. Und Willis’ Smith hat auf einmal eine Reibefläche, einen echten Gegner – was nicht heißen soll, daß sich der Hollywoodstar nicht auch sonst überzeugend aus der Affäre zieht: Als Nachfolger von Toshiro Mifune und Clint Eastwood gibt er sogar eine blendende Figur ab, mit der Darstellung eines Typen, der weiter nicht entfernt sein könnte vom kumpelhaften Fatalismus des John McClane aus den “Stirb langsam”-Filmen. Wäre da nicht der den Hardboiled-Romanen eines James M. Cain entlehnte Voice-Over-Kommentar, dieser Smith bliebe ein wandelndes Fragezeichen. Hill läßt – wie schon in dem nicht unähnlichen “Wild Bill” – Stil in diesem einen Tick zu sehr nach “Southern Comfort”-Werbung aussehenden Thriller über Substanz dominieren, doch die abgeklärte Routine seiner Inszenierung tut gut nach der nicht enden wollenden Kakophonie der aufgeblasenen Sommerhits. ts.

Darsteller und Crew

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