Last House on the Left (2009)

Last House on the Left Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Last House on the Left: Remake des gleichnamigen Horrorfilms von Wes Craven von 1972.

Mari verbringt die Ferien mit ihren Eltern an einem abgelegenen Seehaus. Als sie mit einer Freundin dem jungen Fremden Justin in sein Motelzimmer zum Kiffen folgt, bricht Maris heile Welt zusammen. Die beiden Frauen werden gequält und vergewaltigt. Während ihre Freundin stirbt, kann sich die angeschossene Mari ins Haus ihrer Eltern schleppen. Ausgerechnet dort sucht die Gang unwissentlich Unterschlupf. Als das Ehepaar von dem Gewaltverbrechen an ihrer Tochter erfährt, nehmen sie an den Tätern gnadenlos Rache.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf der Suche nach geeigneten Stoffen geben sich im Augenblick die Horror-Remakes die Klinke in die Hand. Kein legendärer Gruselklassiker besonders aus den Siebzigern bleibt verschont. Nach den überzeugenden „The Texas Chainsaw Massacre“- und „The Hills Have Eyes“-Neuverfilmungen sowie Rob Zombies enttäuschender „Halloween“-Adaption trifft es Wes Cravens Debüt „The Last House on the Left“, das als Begründer des Terror-Kinos gilt. Dieses Sub-Genre schildert unter Verzicht auf übersinnliche Elemente den Einbruch des Schreckens in eine harmonische Gesellschaft. Einher mit der Zerstörung der sozialen Ordnung geht die Verletzung und Zerstörung des Körpers. Die Gewaltdarstellungen bleiben roh, unglamourös und dreckig. Anstatt auf spektakuläre Schaueffekte zu bauen, leben diese Filme von einer rüden, unerquicklichen Atmosphäre.

    Der von Ingmar Bergmans „Die Jungfrauenquelle“ inspirierte Plot wirkt so einfach wie verstörend: Zwei Mädchen fallen eine Bande Psychopathen in die Hände, die sie erniedrigen, vergewaltigen, foltern und schließlich töten. Nach einer Panne landen die Kriminellen im Elternhaus ihrer Opfer, wo man sie zunächst freundlich aufnimmt. Doch nachdem die Eltern vom Verbrechen erfahren, schreiten sie zur blutigen, unbarmherzigen Rache.

    Cravens billig produziertes Original weist zwar überflüssige Comedy-Einlagen, teils überforderte Akteure und einen ruppigen Inszenierungsstil auf, vermag aber als Abgesang auf die friedliebende Hippie-Ära nachhaltig zu irritieren. Zahlreiche drastische Szenen musste der Newcomer schon vor Start entfernen, die inzwischen auf diversen DVD-Veröffentlichungen zu finden sind. Nicht aber in Deutschland, wo die Astro-Videofassung länger als die Kinoversion ausfiel, während die Special Edition-DVD für eine Freigabe wieder extrem gekürzt werden musste.

    Im Vergleich zum weitaus härteren Remake wirkt diese Entscheidung unverständlich. Die Neuverfilmung unter der Regie des Griechen Dennis Iliadis, der zuvor mit „Hardcore“ einen ungeschliffenen Einblick in die Bordellszene gab, weicht allerdings in drei entscheidenden Punkten vom Original ab. Der geistig zurück gebliebene Komplize wurde durch den Slacker Justin ersetzt. Zunächst erweist sich der unfreiwillige Lockvogel für die beiden Mädchen, deren Leichtsinn und Ungehorsam nach Horrorregeln sofort bestraft wird, als passiver, angeekelter Zuschauer, wird aber im fortschreitender Handlung als Gegner seines unberechenbaren Vaters stärker zur Identifikationsfigur aufgebaut. Wo im Original die entsetzten Eltern nackte Selbstjustiz als Katharsis praktizieren, handeln sie dieses Mal zunächst eher in Notwehr, wenn auch mit dramatischen Folgen. Erst die überspitzte Schlusssequenz in „Saw“-Manier folgt ganz den Erwartungen des aktuellen Rachekinos.

    Die dritte Änderung soll hier nicht weiter erläutert werden, weil sie zu den wenigen unvorhergesehenen Wendungen der einfachen Story gehört, aber dies verwässert das ursprüngliche Konzept am nachhaltigsten. Im Gegensatz zum Terrorkino der Siebziger ist hier am Ende die konservative Ordnung wieder hergestellt.

    Dazu setzen Iliadis sowie seine Autoren Carls Ellsworth (Wes Cravens „Red Eye“) und Adam Alleca in ihrer finalen Zerstörungsorgie Küchengeräte als spektakuläre Mordmaschinen ein, was den ursprünglich realistisch angelegten Plot zunehmend konstruierter erscheinen lässt. Trotz der unerbittlichen Konfrontation zwischen den Feinden besteht für Oberschurken Krug noch genügend Gelegenheit, Sprüche zu klopfen.

    Sicherlich gehört die Besetzung zu den wesentlichen Vorzügen gegenüber der älteren Fassung. Garret Dillahunt verkörpert den finsteren Widerling weitaus glaubwürdiger als den blassen Verfolger in der wenig beachteten „Terminator“-Serie. Stärker noch können die gegen ihren Typ besetzten Elternrollen überzeugen, wobei man Monica Potter und Tony Goldwyn eher aus komödiantischen Stoffen kennt. Besonders Goldwyn als verzweifelter Berserker zählt zur eigentlichen Überraschung des von Wes Craven und wieder von Sean S. Cunningham („Freitag der 13.“) produzierten Remakes.

    Zu den weiteren Stärken gehört die optische Gestaltung. Wie im Original bauen Iliadis und seine Kamerafrau Sharone Meir auf Handkameraeinsatz, was das Geschehen unmittelbarer und direkter wirken lässt. Nach dem Kontrast des düsteren nächtlichen Prologs mit Krugs blutiger Befreiung und der Sonnen durchfluteten Einführung der familiären Protagonisten wird den Bildern bei weiterer Konfliktzuspitzung immer stärker die Farbe entzogen, bis das Finale, nach Ausfall des Stromgenerators, weitgehend im nur durch Taschenlampen und Kerzenlicht erhellten Dunkel bestritten wird. Die drastische Vergewaltigungssequenz setzt Meir in einer Kombination aus Totalen und Detailaufnahmen von Händen oder Haaren zusammen, was bei aller Härte eine gewisse Distanz aufbaut.

    Letztlich obsiegt dann doch wieder die Erwartungshaltung (amerikanischer) Horror-Konvention. Ohne sie zu Meisterwerken erheben zu wollen, waren zuletzt die vergleichbaren „The Strangers“ und „Eden Lake“ weitaus konsequenter in ihrem nihilistischen Machart.

    Fazit: Ein formal bemerkenswerter, beeindruckend gespielter Rachethriller, der sein düsteres Konzept durch Ungereimtheiten, Eingeständnisse an Zuschauererwartungen und überzogene Mordeinlagen verwässert.
  • Glattes Remake von Wes Cravens “Rape-and-Revenge”-Debütfilm von 1972, das sich nun verstärkt auf die sadistische Selbstjustiz-Komponente einschießt.

    Während Craven verlauten ließ, dass ihm damals der hehre Klassiker “Die Jungfrauenquelle” von Ingmar Bergman als Inspiration diente, ist der griechische Regisseur Dennis Iliadis (“Hardcore”) bei seiner Neuadaption bemüht, die aktuelle Welle hipper Horror-Remakes zu reiten. So weist auch diese Neuversion ungleich poliertere Produktionswerte (insbesondere Kameraarbeit und Soundeffekte) auf. An der Storyvorlage veränderten die beiden Drehbuchautoren Carl Ellesworth (“Disturbia”, “Red Eye”) und Adam Alleca hingegen vergleichsweise wenig.

    Die jungfräuliche Mari Collingwood (Sara Paxton, Welten von der träumerischen Teenfantasy in “Aquamarine” entfernt) verbringt die Ferien mit ihren Eltern an einem abgelegenen Seehaus. Als sie mit einer Freundin dem jungen Fremden Justin in sein Motelzimmer zum Kiffen folgt, bricht Maris heile Welt unwiderruflich zusammen. Denn Justin ist der Sohn des aus dem Gefängnis ausgebrochenen Psychopathen Krug (Garrett Dillahunt aus “No Country For Old Men”), dessen Gang von degenerierten Dumpfbacken noch aus Onkel Francis und Freundin Sadie besteht. Die beiden Mädchen werden nun einer brutalen Tortour von Vergewaltigung, Folter und Mord unterzogen. Nur Mari gelingt es angeschossen zurück zu ihren Eltern zu gelangen. Gleichzeitig sucht die Gang Unterschlupf und landet dabei ausgerechnet bei den Collingwoods. Als diese merken mit wem sie es zu tun haben, beginnt Vater John seine Operationskünste als Notarzt in den Dienst von bitterer Racheausübung zu stellen, und Mutter Emma steht ihm in Grausamkeit nichts nach. So drehen sie den Slasher-Spieß um und spielen ihre hinreichend verstörende Version von “Funny Games” mit den mörderischen Unholden.

    Craven und sein damaliger Produzent Sean Cunningham produzieren, und entsprechend neuer Genrekonventionen wird der Härtegrad dem Original gegenüber noch einmal nach oben geschraubt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Moral und Amoral werden zunächst klar definiert (insofern es sich um Selbstverteidigung handelt) und verschwimmen letztlich doch. Ein Element von Klassenkrieg kommt dabei ebenfalls zum Tragen. Doch es ist die Balance von schleichendem Grauen und unfassbarem Gräuel, wodurch gekonnt greifbare Spannung erzeugt wird. Genrefans werden sich unweigerlich in den Bann dieses schonungslosen Schockers gezogen finden. ara.

Darsteller und Crew

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