Krabat (2008)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Krabat: Verfilmung des Kultromans von Otfried Preußler aus dem Jahr 1971 über einen Müllerlehrling, der sich in der Schwarzen Kunst ausbilden lässt.

Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg folgt der 14-jährige Bettlerjunge Krabat (David Kross) der Stimme aus seinem Traum und fängt in einer geheimnisvollen Mühle im Koselbruch beim Meister (Christian Redl) als Lehrling an. Rasch merkt er, dass er und die anderen elf Gefährten nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in der schwarzen Magie ausgebildet werden. Sein Freund Tonda (Daniel Brühl) will ihn vor einem finsteren Schicksal warnen.

Opulente und trotz großem Budget nicht auf Effekte, sondern Dramatik hin ausgelegte Verfilmung von Otfried Preußlers gleichnamigen Kultroman. Marco Kreuzpaintner (“Trade”, “Sommersturm”) übersetzt mit hohem Aufwand und namhafter Besetzung die düster-spannende Magier-Mär.

Der 14-jährige Bettelknabe Krabat beginnt eine Lehre bei einem Müller. Dort lernt er nicht nur die Arbeit, sondern mit elf weiteren Müllersgefährten auch die Schwarze Kunst. Dieses Wissen können die Lehrlinge gut brauchen, denn bald müssen sie sich gegen einen bösen Zauberer zur Wehr setzen. Die Hilfe eines jungen Mädchens kommt dazu gerade recht.

Der 14-jährige Bettelknabe Krabat beginnt während des Dreißigjährigen Kriegs eine Lehre bei einem Müller. Dort lernt er nicht nur die Arbeit, sondern mit elf weiteren Müllersgefährten auch die Schwarze Kunst, deren Anwendung ihre Aufgaben vereinfacht. Bei einem geheimen Ausflug ins Dorf sieht Krabat die schöne Kantorka, in die er sich verliebt. Damit begibt er sich in Lebensgefahr, denn die Legende besagt, dass nur der den Meister besiegen kann, der die Liebe eines Mädchens hinter sich weiß. Es kommt zum Duell.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    Im Grunde recht atmosphärischer Fantasy-Krimi aus deutschen Landen, dessen Hauptdarsteller jedoch mit der Spielfreude eines russischen Tanzbären gesegnet ist.
  • Mit der Adaption des lange als unverfilmbar geltenden Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler liefert Marco Kreuzpaintner das Meisterstück seiner noch jungen Karriere ab.

    Ob “Die kleine Hexe”, “Der Räuber Hotzenplotz” oder “Das kleine Gespenst” – Otfried Preußler hat die deutsche Kinderbuchlandschaft mit seinen wunderbaren, originellen und auch etwas abseitigen Geschichten ebenso beeinflusst wie bereichert. Gleichzeitig dienten seine Werke auch als Vorlage für großartige Kinofilme – wie etwa Gustav Ehmcks 1973 entstandener “Räuber Hotzenplotz”. An Krabat, jenes 1971 entstandene Jugendbuch über einen 14-jährigen Waisen, der in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges durchs ostdeutsche Hinterland irrt, hatte man sich bis dato nur in animierter Form (Regie: Karel Zeman, 1977) gewagt. Lag es an der düsteren Grundstimmung des Buches, die in unserer nach Happy End gierenden Spaßgesellschaft wenig Anklang findet? Oder an den mystischen Elementen, die filmisch kaum umsetzbar schienen? Schließlich verwandeln sich Preußlers Hauptfiguren zuweilen in Raben. Fakt ist, dass sich mit Marco Kreuzpaintner, den man seit “Sommersturm” und “Trade – Willkommen in Amerika” zu Deutschlands vielseitigsten Regisseuren zählen darf, endlich jemand an eine Umsetzung von “Krabat” getraut hat. Mit dem Vorteil, die einstige Schullektüre nicht als Pflicht, sondern als Kür empfunden zu haben, hat Kreuzpaintner einen Film realisiert, der den Spagat schafft, der Buchvorlage gerecht zu werden und gleichzeitig eine eigene Sprache, einen eigenen Stil zu entwickeln. Gerade die geheimnisvolle Mühle, in der Krabat auf seiner Odyssee strandet, ist perfekt getroffen und ein Paradebeispiel in Sachen adäquater Ausstattung und Produktionsdesign. Ähnliches gilt für die Darsteller, die in ihren armseligen Bauern-Gewändern und den blassgeschminkten Gesichtern über sich hinaus wachsen. Ob Daniel Brühl, der als väterlicher Freund Tonda den jungen Ankömmling Krabat unter die Fittiche nimmt, oder Robert Stadlober, der den zwielichtigen Lyschko als Halunken mit Herz anlegt – sie und alle anderen Mühlenbewohner leisten Erstaunliches. Übertrumpft wird dies nur noch von David Kross, Detlev Bucks Entdeckung aus “Knallhart”. Seine Interpretation bietet alles, was Krabat auszeichnet: Schüchternheit, Mut und unbedingten Überlebenswillen. Dass nicht alles bei dieser überwiegend in Rumänien gedrehten und auch deshalb authentisch wirkenden Claussen+Wöbke+Putz-Produktion rund läuft, ist bei einem Projekt dieser Größenordnung unvermeidbar. So entsprechen die Spezialeffekte bei der Raben-Verwandlung und in der Sequenz, in der Krabat unsichtbar wird, nur bedingt den Standards, die wir aus Hollywood gewohnt sind. Auch der Alterungsprozess des Titelhelden ist mit ein wenig Flaum unter der Nase ungenügend dargestellt. Dennoch ist “Krabat” großes Kino, das die triste, graue, ja manchmal deprimierende Atmosphäre der Vorlage niemals leugnet, aber dennoch mit einem positiven, versöhnlichen Ende aufwartet. Denn bei Preußler wie bei Kreuzpaintner ist es einmal mehr die Liebe, die gegen alles Böse obsiegt. lasso.

Darsteller und Crew

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