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Konferenz der Tiere (2010)

Konferenz der Tiere Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Konferenz der Tiere: Technisch hochkarätiges 3D-CGI-Animationsabenteuer, das nur lose auf Erich Kästners berühmter Buchvorlage basiert und viel mehr US-Vorbildern wie "König der Löwen" oder "Ice Age" nacheifert.

Weil es in der afrikanischen Savanne kein Wasser mehr gibt, begeben sich Erdmännchen Billy und sein Freund, der Löwe Sokrates, auf die Suche nach dem Grund für die Wasserknappheit. Auf ihrer Reise gesellen sich nach und nach Tiere aus allen Erdteilen zu ihnen, darunter ein gallischer Hahn, ein Tasmanischer Teufel und zwei steinalte Galapagos-Schildkröten. Als man schließlich den Grund herausfindet, eine riesige Staumauer, wird eine Konferenz der Tiere einberufen, auf der man beschließt, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen.

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Der Staudamm für ein neues Luxushotel verhindert, dass die Tiere in der afrikanischen Savanne wie jedes Jahr ihr Wasser bekommen. Doch statt sich ihres Durstes und der misslichen Lage zu ergeben, gehen Erdmännchen Billy und sein Löwenfreund Sokrates der ganzen Sache auf den Grund. "Nur gemeinsam sind wir stark", beschließen die Tiere und machen sich bereit zum Aufstand. Wie einst in Erich Kästners gleichnamigem Roman, der dieser Animation als Inspirationsquelle diente, lehnen sie sich gegen den fatalen Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt, den bedrohten Tierarten und den natürlichen Ressourcen auf. Diese groß angelegte, deutsche (3D-)Produktion besticht durch technische Perfektion, erschafft wundervolle und abwechslungsreiche Landschaftsszenerien und kreiert lustige wie liebenswerte Tiercharaktere, deren Schicksale keinen kalt lassen. Ein groß angelegter Familienunterhaltungsfilm mit wichtigem Denkanstoß.

    Jurybegründung:

    Dieser sehr freien Bearbeitung der Fabel von Erich Kästner gelingt es, deren Essenz in ihrer modernen und den jungen Zuschauern von heute angemessenen Form zu bewahren. Dabei beeindruckt zuerst der Ideenreichtum und die technische Souveränität, mit denen die einzelnen Tierfiguren entworfen und dreidimensional animiert wurden. Die deutsche Produktion kann sich dabei auf allen Ebenen mit denen der US-amerikanischen Animationsstudios messen.

    Dabei wurde als besonders positiv bewertet, dass es zwar einige rasante Jagden, Abstürze und Flüge gibt, in denen der 3D-Effekt speziell ausgestellt wird, diese sich aber ansonsten nahtlos in die Geschichte einfügen, bei der die räumliche Wirkung eher mit einer souveränen Selbstverständlichkeit eingesetzt wird. Während die menschlichen Figuren eher Klischees entsprechen (der schießwütige Großwildjäger, der profitsüchtige Europäer in Afrika, seine rebellische Tochter usw.), hat man sich bei der Charakterisierung der Tiere viel größere Mühe gegeben. So wurden der gallische Hahn, der pazifistische Löwe, die majestätische Elefantenkuh, das abenteuerlustige Erdmännchen und alle anderen als zugleich starke, sympathische und komische Persönlichkeiten ausgebildet, die eben nicht simpel "vermenschlicht" wurden, sondern jeweils dem "Temperament" ihrer Art gemäß agieren.

    Im Laufe ihrer Abenteuer und Reisen kommen sie zusammen und stellen sich gemeinsam der großen Aufgabe, den Menschen davon abzuhalten, die Umwelt so nach seinen eigenen Interessen umzugestalten, dass die Tiere darin keinen Platz mehr finden. Dass die internationale Konferenz der Politiker zum Schutz der Umwelt ausgerechnet in dem luxuriösen Hotelkomplex stattfindet, der das Wasser der gesamten Region verbraucht, ist eine von vielen satirischen Spitzen, mit denen der Film nicht nur technisch, sondern auch thematisch ganz auf der Höhe der Zeit liegt.

    KONFERENZ DER TIERE ist auch für kleinere Kinder geeignet, weil er überhaupt nicht brutal ist - selbst dem Jäger wird kein Haar gekrümmt und der Löwe ist Vegetarier - und auch jene, die der Geschichte noch nicht so ganz folgen können, werden sich bestimmt schnell für mindestens eines der Tiere begeistern. Mit den wunderschönen, zum Teil realen Landschaften, der geschickten Auswahl von bekannten Popsongs, die wie Leitmotive die Wirkung einzelner Figuren und Situationen verstärken und der sorgfältigen Auswahl der Synchronstimmen ist dies eine durchweg gelungene Produktion, die das Prädikat besonders wertvoll verdient hat.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Der erste deutsche Animationsfilm in 3D nimmt sich die Novelle „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner zur Vorlage für eine unterhaltsame Geschichte, in der es um ein ernstes Thema geht: den Klimawandel und andere vom Menschen verursachte Umweltbelastungen. Mit lustigen Figuren und gelungenen Animationen führen die Regisseure Reinhard Klooss und Holger Tappe durch ein Abenteuer, in dem sehr unterschiedliche Tiere zusammenfinden, um sich gegen die verschwenderischen Menschen zur Wehr zu setzen.

    Der Held der Geschichte ist ein von allen verspottetes Erdmännchen. „Du bist nicht mehr mein Vater“, sagt sein Sohn zu Billy, nachdem dieser es wieder nicht geschafft hat, Wasser vom umkämpften Teich zu holen. Aber eigentlich ist Billy Teil eines bunten, lebhaften Ensembles, in dem es Raufbolde, weise Alte, unbeschwerte Tagträumer und eine Chefin namens Angie gibt. Letztere ist eine bedächtige, gutmütige Elefantenkuh, die sich gerne vom Hahn Charles, einem selbsternannten französischen General, beraten lässt.

    Diese Tiere sind hübsch realistisch gezeichnet, mit einigen zusätzlichen Details aus der Welt der Stofftiere und der Kinderbücher. Angie und der Anführer der Nashörner zum Beispiel haben Frisuren, der gallische Hahn strotzt vor Farbe: sein Kamm leuchtet grellrot, seine Flügelfedern glänzen dunkelgrün. Außerdem kann er singen, und auch andere Tiere sind dieser Kunst nicht abgeneigt. Dazu verleitet, wie schon aus den beiden „Madagascar“-Filmen gewohnt, anscheinend das schöne Wetter Afrikas. An „Madagascar 2“ erinnert auch der von Menschen gemachte Staudamm, der zur Wasserknappheit führt.

    Dennoch gibt es vor allem auch zahlreiche, gelungen umgesetzte Details aus der Buchvorlage von 1949. Kästners Spott über Politiker, die sich auf Hunderten von Konferenzen nicht auf gemeinsame Maßnahmen für Frieden und Fortschritt einigen können, wird treffend übertragen auf das Thema des Klimawandels. Die Ironie gilt der Doppelmoral der Menschen, die auf ihren Umweltschutzkonferenzen gedankenlos Energie verschwenden und den Luxus ihres Hotels genießen. Dass sich bei Kästner die Tiere mit den Kindern verbündeten, wird hier in Gestalt von Maya, der Tochter des Hotelbesitzers, aufgegriffen. Die Attacken der Insekten auf die Konferenzteilnehmer gibt es ebenfalls.

    Die 3D-Bilder sind sehr ansprechend, zum Beispiel wenn man aus dem Inneren der Erdmännchen-Höhle blicken darf. Die Mischung aus witzigen Dialogen, Abenteuer und tollpatschigen Nebenhandlungen etwa beim Erkunden des Luxushotels sorgt dafür, dass die ernsten Bilder der Umweltbelastung nicht zu sehr dominieren. Am Schluss erhält man den Eindruck, dass sich die aktuelle und pädagogisch wertvolle Botschaft, auf die Natur besser aufzupassen, durchaus nicht nur für informative Dokumentarfilme, sondern auch für einen Familienspaß wie diesen eignet.

    Fazit: Inspiriert von Kästners Buchvorlage zieht ein animiertes Tierensemble in ein spaßiges Abenteuer zur Rettung der Umwelt.
  • Technisch hochkarätiges CGI-Animationsabenteuer, das weniger Erich Kästners berühmter Buchvorlage als US-Vorbildern wie “König der Löwen” oder “Ice Age” nacheifert.

    Um eines vorwegzunehmen: Diese Version von “Konferenz der Tiere” hat im Gegensatz zu Curt Lindas Fassung aus dem Jahre 1969 wenig mit Erich Kästners gleichnamigem Roman gemein. War das Buch eine satirische Utopie, in dem die Tiere zum Wohle der Kinder und um ein für alle Mal den Krieg abzuschaffen, das Regieren übernehmen, setzen die beiden Regisseure Reinhard Klooss und Holger Tappe auf pures Entertainment in der Tradition von Disneys “König der Löwen” und Fox’ “Ice Age”. Das schlägt sich sowohl in der Computeranimation und der 3D-Technik, die höchsten aktuellen Standards entsprechen, nieder als auch beim Plot, der neben viel Action, Gags und guter Laune vor allem eine ökologische Botschaft verbreitet. Dabei wird der Mensch diesmal nicht als Kriegstreiber ausgemacht, so wie es in Kästners kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs erschienenen Buch der Fall war, sondern – zeitgemäß und hoch brisant – als Umweltzerstörer, der für Ölpest, Wasserknappheit und Klimakatastrophen aller Art verantwortlich ist.

    Der Film führt zunächst zwei Hauptcharaktere ein: das mit Hyänekackekugeln Golf spielende Erdmännchen Billy, und den gutmütigen Löwen Sokrates. Es folgt eine beeindruckend rasante Kamerafahrt in die fernen Berge, wo sich ein gigantisches Stauwehr vor den Augen des Publikums aufbaut. Dieses von den Menschen errichtete Monstrum sorgt dafür, dass es in der afrikanischen Savanne kein Wasser mehr gibt. Billy und Sokrates machen sich auf die Suche nach diesem Monstrum. Auf ihrer Reise gesellen sich nach und nach Tiere aus allen Erdteilen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten, zu ihnen. Darunter ein mit französischem Akzent parlierender Hahn, ein Tasmanischer Teufel, der wie ein Maul auf zwei Beinen aussieht, und zwei steinalte Galapagos-Schildkröten. Als man schließlich den Grund für die akute Wasserknappheit herausfindet, wird eine Konferenz der Tiere einberufen, auf der man beschließt, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen.

    Dass Klooss und Tappe sich darauf verstehen, CGI-animierte Filme auf internationalem Niveau zu produzieren, weiß man bereits seit ihren beiden “Urmel”-Abenteuern. Und auch ihre “Konferenz der Tiere” ist visuell ein Genuss, ein farbenprächtiges Spektakel in 3D, das immer wieder mit neuen optischen Einfällen begeistert. Allerdings können nicht alle Gags so gut zünden wie etwa der Büffel, der einen auf Robert De Niros Figur aus “Taxi Driver” macht und nicht alle Figuren sind so wunderbar treffend synchronisiert wir der von Christoph Maria Herbst interpretierte gallische Hahn, der selbst vor einem grimmigen Leoparden keine Angst kennt. Zudem wartet die Story mit einer Vielzahl von Nebenhandlungen und Nebenschauplätzen auf, und es werden immer neue Figuren eingeführt. Dabei bleibt wenig Zeit für das Wesentliche, wird der eigentliche Handlungsstrang vernachlässigt. Aber auch wenn Giraffenzicke Gisela vielleicht nicht wirklich lustig ist, bleiben noch jede Menge Schauwerte übrig, um das avisierte junge Publikum abendfüllend zu unterhalten. Sei es Billys Kampf gegen Piranhas, Haie und Kugelfische, eine apokalyptische Insektenplage, die über die Menschen herfällt, oder das eigentliche Finale, bei dem die Tiere in “Lord of the Dance”-Manier eine riesige Stampede organisieren und damit das Stauwehr zum Einsturz und die Wassermassen in Wallung bringen. Dass die globale Fauna dann am Ende noch eine Invasion auf das New Yorker UN-Gebäude organisiert, wäre gar nicht mehr nötig gewesen angesichts der aufregenden Actionszene vorher. lasso.

Darsteller und Crew

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