Klimawechsel (2010)

Klimawechsel Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Klimawechsel: Sechsteilige Miniserie von Doris Dörrie über vier Münchner Lehrerinnen in den Wechseljahren.

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Kritikerrezensionen

  • Schon der Vorspann verdeutlicht, dass man es während der folgenden 45 Minuten nicht mit einer Laune der Natur, sondern mit echten Naturgewalten zu tun bekommt. Tornado, Lavaströme und ein berstender Gletscher sind ein klares Signal: Im Vergleich zum Krieg der Hormone während der Wechseljahre ist die Pubertät ein Spaziergang.

    Doris Dörrie wird demnächst 55 und kennt die Symptome vermutlich, die sie da mit Lust auf die Spitze treibt: den launischen Wechsel der Gemütsverfassung, die Reizbarkeit, den Verlust des Selbstbewusstseins, die schweißtriefende Bettwäsche. All diese Erscheinungen des Klimakteriums hat sie fein säuberlich auf ihre vier Hauptfiguren verteilt, die einander ständig über den Weg laufen, weil sie denselben Arbeitsplatz haben. Sie sind Lehrerinnen, begegnen den täglichen Herausforderungen aber auf gänzlich unterschiedliche Weise: Die verhuschte Cornelia (Juliane Köhler) bekommt regelmäßig Panikattacken und versteckt sich dann in ihrer Aktentasche, während die starke Beate (Ulrike Kriener) die selbe Klasse im Nu im Griff hat. Für ihre Libido gilt das weniger, weshalb sie ziemlich scharf auf Yoga-Lehrer Ronnie (Kai Schumann) ist. Dessen sächsischem Sex ist allerdings auch Gynäkologin Evelyn (Maren Kroymann) hörig, und weil sie fürchtet, Beates Gelüste könnten sich negativ auf Ronnies Standfestigkeit auswirken, näht sie der Konkurrentin kurzerhand die Scheide zu, als die wegen einer Vaginalverengung vorstellig wird. Zum Lehrkörper gehören noch Desirée (Andrea Sawatzki), Ronnies Freundin und völlig überforderte Mutter des gemeinsamen Babys, sowie die besorgniserregend korpulente Angelika (Maria Happel), die neben ihrem sportlichen Gatten noch voluminöser wirkt.

    Doris Dörrie hat zwar nur die beiden Auftaktfolgen inszeniert (drei und vier: Gloria Behrens, fünf und sechs: Vanessa Jopp), mit Ruth Stadler aber alle Drehbücher der sechsteiligen Serie geschrieben. Deshalb ändert sich auch weder die episodische Erzählweise, die wie bei einer Doku-Soap von einer Protagonistin zur nächsten hüpft, noch die satirische Grundhaltung: Interessanterweise will Dörrie offenbar kein Mitleid mit ihren Geschlechtsgenossinnen wecken. Unwidersprochen dürfen im Gegenteil die Gynäkologin und Cornelias Psychotherapeut (August Zirner), die sich zufällig kennen lernen, über ihre Patientinnen herziehen: Für die Ärztin sind die Frauen bloß verklemmte Ziegen, für den Analytiker nur neurotische Wachteln. Aber nicht allein in den Dialogen bekommen die Damen ihr Fett weg. Beates Gatte (Oliver Stokowski) hat angesichts der permanenten Streitereien zwischen Frau und Tochter (Janina Stopper) einen Herzinfarkt erlitten. Beate, die noch ganz unter den Folgen ihres Eingriffs steht, muss ihm schwören, sich nie unters Messer zu legen; und dann folgt ein Schnitt auf eine ratternde Nähmaschine. Ohnehin ist die Serie nicht zuletzt wegen der vielen kleinen Geheimnisse, die man nebenbei erfährt, auch für Männer sehenswert. In Anlehnung an Dörries ersten großen Kinoerfolg könnte sie eigentlich auch schlicht “Frauen” heißen. tpg.

Darsteller und Crew

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