King of California (2007)

Originaltitel: The King of California
King of California Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

King of California: Skurrile Komödie mit einem umwerfenden Michael Douglas auf Schatzsuche.

Seit ihr Vater in einer Irrenanstalt ist, tut Miranda (Evan Rachel Wood) alles, um ihn zu vergessen. Als er eines Tages frisch entlassen vor ihrer Tür steht, geht der Ärger wieder von vorne los. Exzentrisch und manisch depressiv, jagt Charlie (Michael Douglas) einen Goldschatz spanischer Missionare. Weil seine Entschlüsselungsversuche versteckter Hinweise zu einem nahe gelegenen Supermarkt führen, beginnt er dort nach dem Schatz zu graben. Miranda hat alle Hände voll zu tun, ihm sein Vorhaben auszureden und wird dabei mit hineingezogen.

Wahnwitzige Komödie und Vater-Tochter-Drama halten sich die Waage in Mike Cahills Debüt, das in Sundance zu den großen Entdeckungen zählte. Das “Sideways”-Team produzierte die verrückte Schatzsuche, Michael Douglas fliegt mit Verve übers Kuckucksnest.

Die 17-jährige Miranda hat es nicht gerade leicht in ihrem Leben: Ihre Mutter ist vor geraumer Zeit abgehauen und ihr Vater Charlie saß bis vor Kurzem in der Psychiatrie. Nun ist er wieder entlassen und hat auch schon einen Plan, wie Tochter und Vater aus ihrer finanziellen Krise kommen können. Sie sollen einfach einen verschollenen spanischen Schatz aus dem 17. Jahrhundert suchen. Einziges Problem: An der vermuteten Fundstelle steht inzwischen ein Baumarkt.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „King of California“ hat mit der Umkehrung des Generationenkampfes einen schönen Ausgangspunkt für seine Geschichte um Schatzsuche und Verrücktsein und das Bemühen um den Sinn des Lebens findet. Es ist für Miranda völlig vergeblich, ihren Vater erziehen zu wollen – auch die Klapsmühle hat das in den vergangenen Jahren nicht geschafft. Nein, Vater Charlie denkt weiter in seiner mentalen Gedankenwildnis, und er hat ausgebaldowert, dass ein alter spanischer Schatz irgendwo in Südkalifornien vergraben sein muss – ein Schatz von Golddublonen, der eine Art Heiliger Gral für Charlie ist, der ihn erlösen soll, der seinem Leben Sinn und Bedeutung geben soll – „Es geht mir nicht um das Geld, aber wenn ich den Schatz gefunden habe, weiß ich vielleicht, dass ich existiere“, so Charlie. Ähnlich war es bei ihm zuvor schon mit einer Jazzkombo, die dann irgendwie auseinandergefallen ist, und mit seiner Ehe, aus der seine Frau irgendwann geflohen ist.

    Zwar merkt man, dass Regisseur Mike Cahill Debütant ist – über manches huscht er zu schnell hinweg (die Wandlung von Mirandas Skepsis in Begeisterung für Charlies Plan), bei manchem wiederum hält er sich zu lange auf (die nostalgisch-melancholischen Rückblenden auf eine verkorkste Familiengeschichte sind recht redundant), und manchmal bremst er sich selbst allzu sehr aus (eine Grillparty von hässlichen alten sexsüchtigen Swingern zeigt zuwenig verwelktes Fleisch, zuwenig der erotischen Biederkeit geiler Orgienvergnügungssucht, und die nackten Chinesen, eine Art Running Gag des Filmes, haben am Ende dann doch Badehosen an. Doch besitzt der Film immerhin genügend Witz, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Er steigert die Schatzsuche in der angemessenen Dramaturgie der Verrücktheit – auf Golfplatz und bewässerten Feldern, mit dem Metalldetektor Excalibur 1000 und mit’m Bagger, um dann den Gral unter einem Supermarkt, in einem archaischen unterirdischen Fluss direkt unter einem Tempel des Konsums, unter einem Paradies der Waren des täglichen Bedarfs zu platzieren.

    Hier, in einer alten Kultstätte der Indianer, mit naiven Wandkritzeleien, findet sich die Lebenserfüllung für Charlie – der den ganzen Eifer seiner Erwachsenenexistenz auf diesen Punkt gerichtet hat, auf die vollendete Regression in kindliche Idylle. Und der damit auch seiner Tochter, die weitgehend elternlos aufgewachsen ist, bei McDonald’s arbeitet und zwar mitten im Leben steht, aber nicht wirklich lebt, beibringt, dass es für ein reiches Leben nicht reicht, zurechtzukommen. Dass erst Phantasie, ja: Verrücktsein das Abenteuerliche bringt, das einen vielleicht wissen lässt, dass man existiert.

    Fazit: Schräge Komödie um eine ver-rückte Vater-Tochter-Beziehung, einfallsreich und witzig – aber es fehlt die letzte Konsequenz.
  • Im Generationentreff zweier Stars gräbt ein verrückter Michael Douglas nach einem spanischen Schatz was eine Vater-Tochter-Komödie auslöst.

    In einer seiner bizarrsten Rollen darf sich Hollywood-Veteran Michael Douglas als spleenige Mischung aus einem irren Charlton Heston in “Die zehn Gebote” und einem Stadtstreicher ausgeben, der allerdings ungefähr so furchteinflößend wie Märchenonkel Steven Spielberg daherkommt. Als 17-jährige Filmtochter Miranda, die jahrelang ohne ihren internierten Papi aufwachsen musste und deren halbwegs geordnetes Leben er nun durcheinander bringt, steht ihm Teen-Nachwuchsstar Evan Rachel Wood zur Seite. Die Tragik ihrer verlorenen Jugend, die weggelaufene Mutter und die negativen Folgen von Vater Charlies langjährigem Psychiatrie-Aufenthalt haben in dem amüsant-spöttischen Tonfall keinen Platz, dramatische Seiten wie die gescheiterte Ehe oder die Folgen seines Verhaltens werden nicht ausgelotet, sondern bleiben einer leicht verträglichen Komödie untergeordnet. Weshalb von Produzent Alexander Paynes Gespür für ausgeprägte Charaktere (“Sideways”) zuvorderst der Sinn fürs Skurrile übrig bleibt.

    Dafür geht Douglas vollkommen in seiner Rolle als verschrobener Außenseiter auf, der eigentlich recht klar bei mathematisch geschultem Verstand ist, sich nur komplett (sozial) verantwortungslos verhält. Monomanisch verfolgt er das an den Haaren herbeigezogene Ziel, einen legendären Goldschatz von einer spanischen Expedition des Padre Torres anno 1624 zu bergen, wofür er in dessen zufällig entdeckten Tagebuch Geheimcodes à la Dan Brown entschlüsselt. Bald rückt er mit GPS und schwerem Gerät an, Golfplätze umzupflügen und schließlich den Boden eines Baumarkts aufzumeißeln, was ihm weder herbeieilende Ordnungshüter noch die darob hilflose Miranda auszureden vermögen. Zum Zwecke der Finanzierung seiner Aktionen versetzt er ihr lebenswichtiges Auto, das sie für ihren kärglichen McJob benötigt, kurz darauf pfändet der Gerichtsvollzieher ihre restlichen Habseligkeiten. Doch Debütant Michael Cahill lässt keinen Zweifel aufkommen – mit pfandverliehenem Cello werden Vehikel zurückgeholt und Harmonien wieder hergestellt: Seine sanft-heitere Tragikomödie ist für Menschen, die an Wunder glauben. Dem gemäß behält er sich für den trotz eines schweren Verlustes versöhnlichen Schluss den besten Gag – um chinesische Einwanderer – vor.

    tk.

Darsteller und Crew

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