King Kong (2005)

Filmhandlung und Hintergrund

Nur zwei Jahre nach dem Abschluss seiner “Der Herr der Ringe”-Trilogie kehrt der neue König von Hollywood zurück: Mit einem Budget von 207 Mio. Dollar realisiert, ist Peter Jacksons Neuverfilmung des Klassikers “King Kong und die weiße Frau” aus dem Jahr 1933 ein mehr als würdiger Nachfolger: ein bis zum Bersten gefülltes Abenteuer, in dem Spektakel Trumpf ist – aber vor allem die Romantik der Geschichte sticht. Die Kassen werden klingeln.

Wenn es jemals einen Film gab, dessen Ausgang noch gewisser ist als der von James Camerons “Titanic”, dann ist das “King Kong”: Anders als man vermuten möchte, ist das Wissen um den finalen Sturz des Riesenaffen vom New Yorker Empire State Building jedoch kein Hemmschuh, werden Spannung und Aufregung nicht im Geringsten gemindert. Wie auch bei “Titanic” verstärkt das Wissen um die bevorstehende Tragödie vielmehr Wucht und Wirkung der wunderbaren Szenen, die der Regisseur dem einsamen Gorilla und der hübschen Schauspielerin davor gönnt. Da mag er Horden wild gewordener Brontosaurier und drei Tyrannosaurier von der Leine lassen, Spinnen, Fledermäuse, Tausendfüßler und anderes todbringendes Getier losschicken, Gefahren, Abenteuer und Spektakel in einem Rhythmus abspulen, bei dem Indiana Jones Schwindelanfälle bekäme – das Herzstück des Films ist und bleibt die Romanze zwischen Kong und seiner Blondine, ist eine unmögliche und traurige Liebe, zum Scheitern verurteilt von Anfang an, aber deshalb nie niedriger lodernd, bis zum bitteren Ende. Kurzum: Das Spektakel wird die Kinogänger locken, aber die Romantik wird sie über den Abspann hinaus bewegen und erneut ein Kinoticket lösen lassen. Denn wie – zum letzten Mal -”Titanic” ist “King Kong” einer jener Blockbuster, die viel versprechen, aber dann noch mehr halten, ein rundum begeisterndes Kinoerlebnis.

Dass es sich bei diesem wild fabulierenden, stets prächtig anzusehenden Erlebnis um die Erfüllung des selbst erklärten Kindheitstraumes des Regisseurs handelt, ist kein Lippenbekenntnis. Man spürt es bei jeder Einstellung des Films, der mit seiner Action den Bauch und seiner Emotion das Herz anspricht, angesichts der Vielfalt der angerissenen Themen aber auch den Kopf nie vergisst. Sehr stringent folgt Jackson dem Verlauf des Originals. Und doch ist sein Film mit einer Laufzeit von 187 Minuten fast doppelt so lang geworden, weil er in der ihm eigenen Art, Pulp und Poesie, Triviales und Tiefgang, Sensationen und Sensibles zu verschmelzen, Handlung, Figuren und Motive bis zur Schmerzgrenze ausarbeitet und verstärkt. Das mag exzessiv sein, aber selbst bei der nun vorliegenden Fassung hat man das Gefühl, der Regisseur konnte nicht alles unterbringen, was er erzählen wollte. Manche Nebenfigur musste offensichtlich getrimmt werden und verschwindet deshalb auf einmal spurlos aus dem Film, was aber das Vergnügen nicht mindert.

Nach einer etwas mehr als einstündigen Exposition, in der zunächst im wunderbar artifiziell realisierten New York der 30er Jahre die brotlose Schauspielerin Ann Darow, der gewiefte Filmemacher Carl Denham und der ambitionierte Autor Jack Driscoll vorgestellt werden und schließlich ihre überstürzte Überfahrt zur verwunschenen Skull Island thematisiert wird, geht es auf besagter Insel ans Eingemachte: Ann wird von den Eingeborenen als Opfergabe an den Riesenaffen Kong dargeboten, der über den mit prähistorischen Wesen besiedelten Dschungel des Eilands als der Letzte seiner Art herrscht. Während Jack, Carl und ihre Leute Abenteuer bei einer unfassbar realisierten Brontosaurier-Stampede und mit anderen Kreaturen erleben, kommen sich der Furcht erregende Primat und seine Gefangene näher: Des Widerspenstigen Zähmung, von der ausgezeichneten Naomi Watts und Andy Serkis, der Kong mit der selben Brillanz mimt wie seinen Gollum bei “Der Herr der Ringe” und hier zudem einen schrulligen Auftritt als Schiffskoch Lumpy hat, mit wenigen Blicken und Gesten gespielt, ist ein Höhepunkt, ein kurzer Moment des Innehaltens, bevor die Hölle wieder losbricht, der Affe schließlich gefangen und nach New York gebracht wird, wo sich sein Schicksal erfüllt. Der gesamte Film kommt mit einem Minimum an Dialogen aus, aber die entscheidenden letzten 45 Minuten ist “King Kong” beim Showdown dann beinahe ein Stummfilm – oder besser: purstes Kino, das mit Bildern und Blicken so viel erzählt, dass nichts mehr gesagt werden muss. Wenn Kong mit Ann übers Eis im Central Park schliddert, wären Worte ebenso unangebracht, wie bei den letzten Szenen auf dem Dach der Welt, mit dem Absturz des Titelhelden, von Jackson, der zuvor alles gezeigt hat, mit wunderbarer Zurückhaltung realisiert.

Natürlich ist auch Jacksons Variante eine Neuerzählung von “Die Schöne und das Biest”, wobei er den Aspekt der absoluten und reinen Liebe noch einmal deutlich verstärkt. Aber gleichzeitig ist diese zum Epos aufgeblasene Pulp Fiction auch ein Metafilm übers Filmemachen und eine thematische Variation von Conrads Erzählung “Herz der Finsternis” (und damit auch von Coppolas “Apocalypse Now”), die von dem von Jamie Bell gespielten Schiffsjungen gelesen und wörtlich zitiert wird. Voll gepackt mit Querverweisen, klugen Zitaten und Referenzen gilt für den Film das, was der Junge über seine Lektüre zu sagen hat: Dies ist mehr als ein Abenteuer. Was für eine Leistung! ts.

Im depressionsgebeutelten New York der frühen 30er Jahre muss Filmemacher Denham (Jack Black) nicht lange nach Mitstreitern und Mimen für seine Kino-Expedition auf die mysteriösen Skull Islands im Südpazifik suchen. Vor Ort entdeckt die Crew zwischen allerhand unheimlichem Getier einen haushohen Riesenaffen, den der geborene Schausteller Denham umgehend vermarkten will. Sein Plan, das mittlerweile in Hauptdarstellerin Anne Darrow (Naomi Watts) verliebte Monster nach New York zu schaffen, endet in einem Desaster.

PianistAdrien Brody trifft auf seinen Lebensretter Thomas Kretschmann, Comedian Jack Black gibt den exzentrischen Regisseur, und Naomi Watts tritt in die Spuren von Fay Wray im Big-Budget-Remake des Horrorklassikers von Peter Jackson (“Der Herr der Ringe”).

Eine Gruppe von Entdeckern und Dokumentarfilmemachern macht sich auf die Reise zum geheimnisvollen Skull Island, wo sie die Legende von einem Riesengorilla namens Kong auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen wollen. Tatsächlich stoßen sie in dem von der Zivilisation geschützten Dschungel auf prähistorische Tiere und schließlich deren Erzfeind Kong, der sich auf den ersten Blick in die schöne Schauspielerin Ann Darrow verliebt und sie entführt. Kong kann überwältigt und betäubt und zurück nach New York gebracht werden, wo er als Attraktion ausgestellt werden soll.

Eine Gruppe von abenteuerlustigen Filmemachern begibt sich in den 30er Jahren auf die Suche nach der mysteriösen Insel Skull Island, wo sie inmitten anderer prähistorischer Wesen auf einen monströsen Affen stoßen. Mit einer List fangen sie den Neun-Meter-Hünen ein und verschleppen ihn nach New York. Dort soll Kong als Sensation verkauft und der Weltöffentlichkeit präsentiert werden. Doch niemand hat mit den übermenschlichen Kräften von Kong gerechnet, der die schöne Ann Darrow in sein Herz geschlossen hat.

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