King Arthur (2003)

King Arthur Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 4.5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

King Arthur: Kampfepos von Über-Produzent Jerry Bruckheimer, der für die Artus-Legende ein reales Vorbild und einen Actionansatz findet.

Infolge des Niederganges des Römischen Reiches, einer großen Völkerwanderung und der damit verbundenen Gesetzlosigkeit um 450 n.Chr. verfallen weite Teile Europas der Anarchie. Artus (Clive Owen), genannt Arthur, ist halb Römer und halb Brite – vor allem aber Kommandant der legendären samartischen Reiter, die 15 Jahre lang mit Waffengewalt den Einfluss Roms in Britannien sicherten. Ein letzter Auftrag – bevor Rom die Ritter in die Freiheit zu entlassen verspricht – führt Arthur nach langem Zweifeln zu seiner wahren Bestimmung.

König Arthur wurde bisher stets als mythische Gestalt des Mittelalters verklärt. Erstmals darf der britische Nationalheld nun in jener früheren Epoche wirken, aus der die wenigen verbürgten Tatsachen stammen, denen sich später die Legende entrankte. In aufwändigem Hollywood-Schlachtengetümmel wirbelt “Fluch der Karibik”-Babe Keira Knightley, Til Schweiger mimt den bösen Sachsen. Jerry Bruckheimer produzierte.

Arthur ist Halbrömer und seine Ritter der Tafelunde samartische Krieger, die den Einfluss Roms in der Provinz Britannien bewahren sollen. Ein letzter Auftrag führt sie in den Norden, bedrängt von ihren Erzfeinden, den Pikten, und dem Barbarenheer der Sachsen. Es wird die Wende im Leben Arthurs und seiner Ritter, die erstmals für ein Ideal, die Freiheit, kämpfen werden.

Im fünften Jahrhundert zerfällt das römische Reich im Zuge von Rebellionen und Völkerwanderung in seine einstweilen recht- und gesetzlosen Einzelteile. In Britannien erhält der bereits christianisierte Beuterömer und Elitesoldat Arthur den Befehl, mit seinen Rittern einen römischen Würdenträger aus der von anstürmenden Sachsen bedrohten Nordprovinz zu bergen. Die Reise gerät zur Bewährungsprobe für Mensch wie Material und weckt schließlich in schöner Frauengestalt Arthurs verschüttet geglaubte nationale Identität.

Elitelegionär Arthur und seine Ritter der Tafelrunde im Streite mit heidnischen Rebellen und anstürmenden Sachsen in einem aufwändig arrangierten Hollywood-Historienabenteuer.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "For centuries, countless tales have been told of the legend of King Arthur. But the only story you've never heard ... is the true story that inspired the legend." (Trailer). Uuuhh! Buuuh! Gibt es nicht eher Parallelen zum Irak Krieg? Die römischen Imperialisten geben England den nahenden Sachsen preis. Einzig der mutige Arthur bleibt Verbündeter. Der Film ist dunkler als andere Arthur Verfilmungen. Es gibt einen Runden Tisch, aber die Ritter finden kaum Platz, darum zu sitzen. Jeder einzelne spricht gepflegt Englisch, sogar die Ritter aus Sarmatien. Und wo bitte liegt "Woad", das Königreich Arthurs? Jetzt müssen wir auch unser historisches Wissen erweitern, denn Arthur hat mit wenigen Männern einen Kampf gegen hunderte oder gar tausende Sachsen an einem gefrorenen See gewonnen (einer der Sachsen sprach so merkwürdig wie Til Schweiger - womöglich war er das? Ich meine auch, dass die Krieger Stacheldraht verwendeten???). Abgesehen davon ist King Arthur kein schlechter Film. Die Schlachtszenen wirken echt und ohne störende Computer Animationen; die Landschaft ist schön grün: Gedreht wurde in Irland. Die Jerry Bruckheimer Produktion macht aus König Arthur (Clive Owen) einen Diener des römischen Imperiums. Er verteidigt mit seinen Tafelrittern die Aussengrenzen des römischen Reichs auf der britischen Insel. Während des Feldzugs der Sachsen aber fliehen die Römer aus Grossbritannien, nur Arthur bekommt den gefährlichen letzten Auftrag der Evakuierung einer römischen Familie. Mit seinen Rittern steht er einer riesigen sächsischen Übermacht entgegen. Die Romanze Arthurs mit einer Rebellin (Keira Knightley schön verschlammt) wird mehr oder weniger verschenkt, genauso wie die Rivalität Arthurs und Lancelots nicht herausgearbeitet ist. Dass der Film funktioniert, verdankt er seinen rauhen Bildern und den Schauspielern. Sie verleihen ihren Charakteren mehr Aufmerksamkeit als sie eigentlich verdienen. Zumindest scheinen sie aber nicht aus der Zeit gefallen zu sein wie in manchen anderen Abenteuer Produktionen. mehr auf cinegeek.de
  • In einer Zeit, in der die Kids mit Excalibur nur noch eine Casino-Burg in Nevada assoziieren, kann man auch eine der größten Sagen der Kulturgeschichte demystifizieren und sich auf die Actiondramatik ihres vermuteten historischen Hintergrunds konzentrieren. Das ist der Ansatz von King Jerry (Bruckheimer), des erfolgreichsten Produzenten der Filmwelt, der nach der Karibik nun am Atlantik beweisen will, dass auch dort ein Schatz zu bergen ist. Mit einem Epos, das aus mythischen Rittern martialische Krieger und aus einem neuen Konzept wohl auch einen neuen Hit macht.

    Angedacht war eine möglichst authentische Alternativdeutung der Artus-Legende, für die reale Vorbilder aus historischen Quellen aufgespürt wurden. Bruckheimer, Drehbuchautor David Franzoni (“Gladiator”) und Regisseur Antoine Fuqua (“Tränen der Sonne”) planten einen realistisch-harten Film, der den Lebensumständen des 6. Jahrhunderts gerecht werden sollte, mussten aber im Schnitt Kompromisse eingehen, um ihr jugendliches Zielpublikum nicht zu verlieren. So ist “King Arthur” trotz unzähliger Opfer ein Film geworden, der Blut, Schmerz und Leid unter einem riesigen Nebeltuch begräbt und die Fantasie die hässliche Arbeit machen lässt. Verständlich, wenn man wie “Der Fluch der Karibik” ein großes Publikum sucht, aber nicht den Humor und Johnny Depp als Zugpferd hat. Der Stoff, nicht der Star soll die Attraktion sein, auch wenn die Besetzung aus Briten, Skandinaviern und Deutschen (Til Schweiger als grimmige Sachsen-Glatze) zumindest Europa einige vertraute Gesichter bietet. Prominentestes Mitglied ist Shooting-Star Keira Knightley (“Tatsächlich … Liebe”, “Fluch der Karibik”), die die Jugend ins Kino holen soll, wenn ältere Männer für ihre Ideale kämpfen. Zentrales Thema ist der Konflikt zwischen Eigen- und Gemeininteresse, freiem Willen und Zwang, Heiden- und Christentum – vor einem geschichtlichen Hintergrund, der im Prolog etabliert wird. Um ihr Leben zu retten, verpflichten sich samartische Krieger (heute: Georgien) Rom zu dienen – eine Verpflichtung, die an die nächsten Generationen übergeht. 15 Jahre lang und damit kurz vor Ablauf ihres Vertrags, haben Lancelot, Gawain und ihre Mitstreiter unter Führung Arthurs (Clive Owen, “Jenseits aller Grenzen”), in dessen Adern römisches und britisches Blut fließt, für das Imperium getötet. Die Ritter sind hier Kodex-freie Killer, die an der Tafelrunde wohl in erster Linie tafeln und nicht über Verhaltensideale schwafeln. Ein letzter Auftrag Roms führt sie in den Norden Britanniens, wo sie eine römische Adelsfamilie evakuieren sollen, bevor sie in die groben Hände der Sachsen fällt. Stellan Skarsgard spielt deren Anführer in amüsanter Brando-Manier mit gehauchten Dialogen und existenzieller Langeweile, bis er im Finale “endlich einen Mann findet, der es wert ist, getötet zu werden”. Bevor es unter den gewohnten Brachialklängen von Hans Zimmer zum Showdown mit dem Clan-Chef kommt, befreit Halbrömer Arthur die piktische Gefangene Guinevere (Knightley). Aus der hilflosen Blaublüterin der Sage ist eine blau-bemalte Amazone vom Volk der Pikten geworden – eine Wald-Guerilla, die mehr als 1400 Jahre vor der offiziellen Einführung mit Stacheldraht operiert und unter ihrem Anführer Merlin den Römern das Leben in Britannien erschwert. Mit Guinevere und den Sachsen kommt nach 45 Minuten Leben in den Film, der sich von nun an auf Action konzentriert. Merlin, die Pikten, die politische Lage Britanniens und auch die Dynamik im Beziehungsdreieck Lancelot-Guinevere-Arthur bleiben unterentwickelt. Freundschaft, nicht die viel diskutierte Freiheit ist letztlich der Motor, der Arthurs Männer in die Schlacht treibt. Und dort hat Fuquas Film seine stärksten Momente. Die Auseinandersetzung auf brechendem Eis ist ein Highlight, aber auch der Finalakt, in dem die Pikten mit den Arthurianern die Sachsen nach Hause schicken. Ein Film für Actionsfans also, der im Kampf und nicht in Wertediskussionen sein Heil findet. kob.
  • Eine alte Legende findet ihren Tiefpunkt. Regisseur Antoine Fuqua gelingt es, mit sehr viel Aufwand einen der langweiligsten Filme des Jahres in die Kinos zu bringen. In endlosen Schlachtszenen an immer wieder anderen, gleich aussehenden Orten schlagen sich Arthur und seine Krieger gegen ihre Feinde. Anfangs noch auf der Seite der Römer gegen Merlin (Stephen Dillane) und die Nordbritannier, dann mit Merlin gegen die Sachsen. Denn Arthur hat den Glauben an das römische Reich verloren, als er Gestalten wie Honorius oder Germanius begegnet. Deshalb entschließt er sich "für die Freiheit" zu kämpfen.

    Und da bieten sich die Sachsen als Gegner geradezu an, denn sie töten erbarmungslos jeden, der ihnen im Weg steht. Mit nur acht Männern schafft er es, einen Trupp von hundert Sachsen aufzuhalten. Er trifft sie im Kampf auf einem zugefrorenen See und bringt diesen zum Aufbrechen. Diese Szene ist ein kleines Highlight, des ansonsten von unübersichtlichen und unspektakulären Schlachten übersättigten Films. Bei schlechtem Wetter bietet sich jede grüne Wiese oder Waldeslichtung zu einem Gekeile mit Waffen jeglicher Art an.

    Das bedrohliche Trommeln des näher rückenden Sachsenheeres unter ihrem gnadenlosen Anführer Cerdic (Stellan Skarsgård) verstummt unter dem charakterlosen aber lautstarken Soundtrack. Nur zu der kurz angerissenen Liebesbeziehung zwischen Arthur und Guinevere (Keira Knightley) wird es dann etwas ruhiger (vielerorts ist ein leises Gähnen im Kino ist vernehmbar). Doch die Gefühle zwischen den beiden mitten auf dem Schlachtfeld sind genauso unplausibel und fehl am Platz wie jeder andere Schauspieler es in "King Arthur" auch ist. Mit einem der dümmsten Sprüche der Kinogeschichte darf jeder einmal ratlos durchs Bild stolpern, um sich dann weiter dem Gemetzel zu widmen. Die Schuld dafür ist weniger bei den Schauspielern zu suchen, denn in diesem wahllos zusammengeflickten Etwas von Film ist kaum offensichtlich, was eigentlich alles schief gelaufen ist. Es interessiert aber auch keinen.

    Wer bei "King Arthur" nicht einschläft (und das auch nur aufgrund des ewigen Schlachtenlärms) kann sich auf das Finale freuen, in dem Arthur zusammen mit Merlins Truppen die Sachsen in eine geschickte Falle lockt. Zwar ist hier Arthurs Plan relativ interessant, doch die darauffolgende Schlacht fast genauso geistlos und langweilig inszeniert wie alle Schlachten zuvor. Die ununterbrochen hin- und herreißende Kamera überträgt vielleicht die hektische Stimmung eines Ritters im Kampf auf den Zuschauer. Tatsächlich ist in der Schlacht den Kämpfern ja die Sicht unter aller Last und Hektik sehr eingeschränkt. Doch der Realismus ist hier am falschen Platz - denn wer möchte sich schon über zwei Stunden in Figuren hineinversetzen, die gerade keinen Überblick haben und denen meist schwarz vor Augen ist? Abgesehen davon: Es fliegen Äxte, Pfeile und Schwerter, die dann die Leiber der jeweiligen Gegner durchdringen. Bluten tut davon natürlich niemand, denn "King Arthur" ist ja Kino, bei dem sich die ganze Familie langweilen darf.

    Fazit: Endlich mal wieder ein Film, den es sich NICHT anzusehen lohnt!
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