Keiner geht verloren (2010)

Keiner geht verloren Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Keiner geht verloren: Culture-Clash-Komödie, in der Ostberliner und Oberbayern aufeinanderprallen.

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Kritikerrezensionen

  • Normalerweise verirren sich Filme dieser Art allenfalls im Sommer auf den 20.15-Uhr-Termin: “Keiner geht verloren” wirkt mit seinen mitunter absurd überhöhten Figuren und dem konsequenten Verzicht auf eine lineare Dramaturgie fast wie ein Debütfilm. Mit kindlicher Freude versucht sich das Autoren-Duo Bert Koß und Michael Preschke am Genre-Mix.

    Ihre Ost/West-Groteske rührt zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört: Road-Movie, Heimatfilm, Liebesdrama; und all das bloß, weil sich zwei Ostberliner auf den Weg nach Oberbayern machen.

    Dass die Geschichte trotzdem funktioniert, liegt ausgerechnet an der verrücktesten Figur in diesem Reigen: Nach seiner Flucht aus einer Nervenheilanstalt trifft Hotte (Sylvester Groth) auf Rentnerin Rita (Carmen-Maja Antoni), die mit ihrem klapprigen Golf auf dem Weg Richtung Garmisch ist. Hotte stellt sich als Schauspieler vor, weshalb man nie wirklich weiß, wann er in eine Rolle schlüpft und ob er überhaupt über eine eigene Identität verfügt. Dass Hotte mit Vorliebe Verwirrung stiftet, entpuppt sich allerdings schließlich als Segen für alle Beteiligten.

    Munter hüpft Regisseur Dirk Kummer zwischen den Erzählebenen hin und her: Ritas Tochter Katja (Jennipher Antoni, auch im wirklichen Leben Tochter von Carmen-Maja), hat sich in Max (Hanno Koffler) verliebt. Der ist Koch im Gasthof seiner Mutter Appolonia (Eva Mattes), doch mangels Kundschaft geht’s dem Betrieb nicht gut. Also hat Max ausgerechnet seinen Vater (Helmfried von Lüttichau) zu Hilfe gerufen; Mutter Loni hatte den Hallodri einst vor die Tür gesetzt. Als sich auch noch das Liebespaar zerstreitet, scheint die Situation völlig verfahren, weshalb Hotte mit seiner scheinbar wirren, in sich aber sehr logischen Sicht der Dinge genau der Richtige ist, um für eine Klärung aller Verhältnisse zu sorgen.

    Mitunter ist die Geschichte fast zu schräg, aber irgendwie gelingt es Kummer immer wieder, im richtigen Moment die Kurve zu kriegen. Dass man den Darbietungen mit Neugier folgt, liegt dennoch vor allem an den Darstellern. Gerade die als Assistentin von “Rosa Roth” unterforderte Carmen-Maja Antoni trägt ihre Dialoge mit einer wunderbaren Trockenheit vor. Groth wiederum mimt mit Lust den Hofnarren, der aussprechen darf, was sich eigentlich nicht gehört. Er profitiert am stärksten vom Drehbuch; Hottes Inszenierung eines Kommunalpolitikers, der sich als Jesus zur Hauptfigur eines ganz persönlichen Passionsspiels macht, ist pures absurdes Theater. Ohnehin sind es vor allem die kleinen Heiterkeiten, die den Charme dieses Films ausmachen. Eine großartige Idee ist schon allein die Wegbeschreibung, die Ritas Freundin und ihr Sohn (wunderbare Miniaturen für Walfriede Schmitt und Dirk Borchardt) auf eine Kassette sprechen. Da vergisst man zwischendurch sogar, sich die berechtigte Frage zu stellen, worauf Kummer mit seinem Film eigentlich hinaus will. tpg.

Darsteller und Crew

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