K-19 Showdown in der Tiefe (2002)

Originaltitel: K-19: The Widowmaker
K-19 Showdown in der Tiefe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

K-19 Showdown in der Tiefe: Actionthriller mit Harrison Ford als Kapitän eines russischen Atom-U-Boots, das 1961 Schauplatz einer nuklearen Katastrophe wurde.

Auf dem Höhepunkt des Rüstungswettlaufes im Kalten Krieg sticht 1961 das erste atomar betriebene und mit Nuklearwaffen bestückte UdSSR-Unterseeboot in See, obwohl die Technik noch nicht in allen Punkten ausgereift scheint. Auf hoher See macht sich unter einfachen Soldaten und Maschinisten schnell die Überzeugung breit, auf einem schwimmenden Sarg zu reisen. Tatsächlich droht nicht nur der Besatzung, sondern der gesamten Menschheit eine Katastrophe.

Einen U-Boot-Thriller in bester “Jagd auf ‘Roter Oktober’”- und “U-571”-Manier einmal ganz aus russischer Perspektive erzählt Genre-Spezialistin Kathryn Bigelow (“Strange Days”). Damit das US-Publikum trotzdem strömt, spielen Harrison Ford und Liam Neeson die verantwortlichen Hitzköpfe auf der Brücke.

Obwohl Kapitän Polenin davor warnt, sticht das erste nuklear bewaffnete Atom-U-Boot der UdSSR, 1961 in See. Mit technischen Mängeln und einem neuen Kommandanten, der Boot und Crew bis an die Grenzen belastet. Der Fluch, der von Beginn an auf der K-19 lastet, bestätigt sich schließlich in einem Reaktorleck, das zu einer globalen Katastrophe führen könnte.

Der russische Vorzeige-Kapitän Alexei Vostrikov übernimmt an Stelle von Skipper Mikhail Polenin auf Geheiß des Kreml das Kommando auf dem neuen Atom-U-Boot K-19. Unter Vostrikov muss die schlecht geschulte Mannschaft wenig später mit dem unausgereiften Schiff auslaufen. Und so kommt es schon auf der Jungfernfahrt zur Katastrophe, denn der Reaktorkern beginnt sich langsam aufzuheizen. Erreicht dieser 1000 Grad, käme es unweigerlich zum atomaren Störfall und somit wahrscheinlich auch zum Dritten Weltkrieg…

Auf der Jungfernfahrt des neuen russischen Atom-U-Bootes K-19 droht die Katastrophe, als sich der Reaktorkern langsam aber unaufhaltsam aufzuheizen beginnt. Knallhartes Actiondrama von Erfolgsregisseurin Kathryn Bigelow, das reichlich verbranntes Fleisch, blutende Strahlungswunden, Machtkämpfe und Schreiduelle bietet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ganz aus russischer Perspektive erzählt, verlässt Kathryn Bigelows Actionthriller die sicheren Territoriumsgrenzen eines Genres, das in Hits wie “Jagd auf Roter Oktober” oder “U-571″ auf US-Helden nicht zu verzichten wagte. Damit das Risiko kontrollierbar bleibt, spielt Harrison Ford den Kapitän des ersten, mit Nuklearraketen bewaffneten sowjetischen Atom-U-Boots, das auf seiner Jungfernfahrt 1961 Schauplatz einer Katastrophe wurde, die dank des Einsatzes der Crew nicht zu einer nuklearen Reaktion und damit zu einer Provokation der USA führte. So ist der eingenommene Blickwinkel ungewohnt, das Unterhaltungsangebot aber vertrautes, konfliktreiches Spannungskino, das Heroismus distanzfrei feiert und mit Ford an Bord einen kommerziell erfolgreichen Kurs einschlagen sollte.

    Ein von den sowjetischen Behörden bis zum Fall des Kommunismus vertuschte Tragödie liefert den Stoff für das Comeback von Bigelow, deren Karriere in den letzten Jahren selbst auf Tauchfahrt ging. Ihr letzter Film “Das Gewicht des Wassers” kam trotz Starbesetzung bis jetzt nicht in die Kinos, ihr Jeanne D’Arc-Projekt “Company of Angels” platzte schon im Vorfeld und ihr Sci-Fi-Thriller “Strange Days” wurde von Publikum und Presse gleichermaßen verkannt. “K-19″ soll Bigelows Wiedereintrittskarte in den Eliteclub Hollywoods sein – ein aufwändiges, mit Liebe zum historischen Detail realisiertes Drama, das souverän inszenierter Action durch Anbindung an menschliche Konflikte eine emotionale Basis gibt. Auf einige U-Boot-typische Actionmuster wird verzichtet, so gibt es keine Schleichfahrten, Torpedos oder Seegefechte. Spannung entsteht durch die technischen Mängel, die an Bord des als hochmodern geltenden, aber verfrüht vom Stapel gelaufenen Boots zu einem Leck im Kühlsystems des Reaktors und damit zu einer drohenden Kernschmelze mit unvorstellbaren globalen Konsequenzen führen. Spannung entsteht auch durch die kollidierenden Persönlichkeiten des neuen Kommandeurs (Ford) und seines vom Kreml entmachteten, als Erster Offizier an Bord gebliebenen Vorgängers (Liam Neeson). Ford ist dabei der parteitreue Hardliner, der die Belastbarkeit von Crew und Boot mit größter Risikobereitschaft austestet, Neeson dagegen der Kapitän zum Anfassen, der den Menschen immer über den Befehl stellt. Die zwei Charakterköpfe liefern sich ein packendes Autoritätsduell, während der Gedanke an Meuterei bei der Crew zu keimen beginnt und das Leck im Reaktorraum die ganze Mannschaft dem Tode weiht. Emotional involvierend ist auch die Reparaturaktion, die einige Seeleute ohne Rücksicht auf das eigene Leben direkt in die radioaktive Hölle führt. Alle Schalter klassischen Spannungskinos werden hier umgelegt: der Kampf gegen die Uhr, gegen steigende Instrumentezeiger, gegen Befehle von oben und gegen die eigene Todesangst. Kalt lässt das nie, auch wenn sich im letzten Akt Charaktere rätselhaft verändern und eine Frage der Soldatenehre die Oberhand gewinnt. kob.

Darsteller und Crew

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