Jung & schön (2013)

Originaltitel: Jeune & jolie
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Jung & schön: In vier Segmente unterteilte Geschichte, die einem Jahr im Leben einer 17-Jährigen und ihrem Weg vom unschuldigen Mädchen zur selbstbewussten Frau folgt.

Beim Sommerurlaub in Südfrankreich verliert die bildschöne 17-Jährige Isabelle in einem freudlosen Akt ihre Unschuld. Nur wenige Monate später verfügt sie über einige sexuelle Erfahrung und führt nach der Schule ein Doppelleben als Edel-Callgirl. Das geht so lange gut, bis ein väterlicher Freier an einem Herzinfarkt stirbt und die Polizei Isabelle auf die Schliche kommt. Der zunächst so harmonisch erscheinende Familienverband droht an der Enthüllung zu zerbrechen, denn Isabelle will sich nicht in die Opferrolle drängen lassen.

Eine 17-Jährige verdient sich gutes Geld als Edel-Callgirl, bis ihre illegale Tätigkeit auffliegt. In vier Segmente unterteilte Geschichte von Francois Ozon über den Weg eines unschuldigen Mädchens zur selbstbewussten Frau.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zehn Jahre nach “Swimming Pool” verstrichen, bis François Ozon, das Chamäleon unter den französischen Filmemachern, in den Wettbewerb von Cannes zurückkehrte, wo er mit “Jung & schön” seinen 15. Spielfilm vorstellte. Wie schon seine Chronik einer Ehe, “Fünf mal Zwei” aus dem Jahr 2004, ist auch diese zunächst so leicht, aber schließlich doch so schmerzhaft intensive Geschichte zu allererst ein Projekt, das sich einem klaren Konzept unterordnet: ein Jahr im Leben einer 17-Jährigen, unterteilt in vier Segmente, die den Jahreszeiten folgen, und vier Lieder von Françoise Hardy, die die jeweiligen Stationen kommentieren und begleiten.

    Es geht um Isabelle und ihre körperliche wie seelische Reifung von der Jugendlichen zur Frau. Im ersten Segment verliert sie während des Sommerurlaubs in Südfrankreich in einem freudlosen Akt am Strand ihre Jungfräulichkeit an einen deutschen Jungen. Im nächsten Teil erleben wir sie als zunehmend selbstbewusste junge Frau, die sich als Edel-Callgirl ein beachtliches Zubrot verdient und nicht nur rein sexuelle Erfahrungen sammelt, sondern auch lernt, dass sie mit ihrem Körper Macht besitzt. Als ein väterlicher Freier beim Verkehr einen Herzinfarkt erleidet und stirbt, kehrt Isabelle der Prostitution den Rücken zu, wird aber im Winter von den Erlebnissen im Herbst eingeholt, als ihr die Polizei auf die Spur kommt. Es folgen Konflikte in ihrer sehr libertären Familie und schließlich, im Frühling, ein Zusammentreffen mit der Witwe des Mannes, der in ihren Armen gestorben ist.

    Nie erhebt Ozon den Zeigefinger oder bricht den Stab über seine Protagonistin, der er mit großer Neugier durch alle Aufs und Abs folgt. Dass der Franzose ein großer Frauenregisseur ist, ist kein Geheimnis, aber was er seiner beim Dreh gerade einmal 22Jahre alt gewesenen Hauptdarstellerin Marine Vacth in ihrer dritten Spielfilmarbeit entlockt, ist mehr als erstaunlich: Jede noch so große Herausforderung ihrer schwierigen Rolle meistert sie, und obendrein gelingt es ihr fast mühelos, von Szene zu Szene wie eine unerfahrene Jugendliche und wie eine mit allen Wassern gewaschene Frau zu wirken. Wenn sie am Schluss auf die große Charlotte Rampling trifft, ist das wie ein Adelsschlag in diesem starken Film, der mit seinem unvoreingenommenen Blick auf Jugend und Sexualität seinen Platz unter den gelungenen Werken Ozons sicher hat, neben “8 Frauen” und “Die Zeit, die bleibt”. ts.

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