Jumper (2007)

Jumper Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Jumper: High-Concept-Action mit effektreicher Fantasy für ein junges bzw. junggebliebenes Publikum.

Stets hielt sich David (Hayden Christensen) für einen normalen Typen. Bis er durch Zufall entdeckt, dass er ein “Jumper” ist: Er kann sich binnen Sekunden an einen beliebigen Ort der Welt teleportieren, was er für die eigene Bereicherung und das Liebesglück mit seiner Freundin (Rachel Bilson) nutzt. Doch damit steht er auf der Abschussliste einer Geheimorganisation. Er verbündet sich mit einem anderen “Jumper” (Jamie Bell) und lernt, dass er die Schlüsselfigur in einem jahrtausendealten Krieg ist.

Zum großen Sprung setzt Doug Liman nach “Die Bourne Identität” und “Mr. & Mrs. Smith” an, in dem er sein Jung-Star-Ensemble aus “Star Wars”-Anakin Hayden Christensen und Jamie Bell (“Billy Elliot”) in ein innovatives, rasantes Science-Fiction-Feuerwerk schickt.

Mit 15 entdeckt David seine Gabe zu springen, d.h. sich binnen Sekunden an jeden Ort der Welt teleportieren zu können. Er nutzt sie, nicht um die Welt zu retten, sondern um sich mit Tresor ausräumen ein Luxus-Leben zwischen australischem Strand und Großstadt-Nachtclubs zu gönnen. Als er mit seiner Jugendliebe Millie eine Romantiktour nach Rom macht, wird er von Cox aufgespürt. Dessen Geheimorganisation macht Jagd auf die Jumper.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bereits die Vorstellung, man könne sich an jeden Ort der Welt teleportieren, ist ungeheuer faszinierend. So faszinierend, dass sie aus dem Science-Fiction-Universum nicht mehr wegzudenken ist. Und so faszinierend, dass man es automatisch für eine wirklich gute Idee hält, dieser übermenschlichen Fähigkeit einen eigenen Film zu widmen. Immerhin hat allein der Grundgedanke, auf der Welt gäbe es "Jumper" und sie bekämpfende "Paladine" ausreichend Potential für Spannung und Action.

    Wie also konnte es passieren, dass dieser Film so derart unspektakulär ist? Nun, bis zu einem gewissen Grad liegt es auch an Hauptdarsteller Hayden Christensen, der ziemlich nichtssagend über den Erdball springt. Einen ernsthaften Vorwurf kann man ihm dabei aber nicht machen, er kann schließlich nichts dafür, dass er falsch gecastet wurde. Denn der Hollywood-Schönling mit dem Engelsgesicht soll ganz offensichtlich einen positiv besetzten Helden spielen. Genau das ist er aber ganz und gar nicht, schließlich verwendet er seine übermenschliche Fähigkeit nur aus rein egoistischen Motiven heraus. Eventuelle negative Konsequenzen sieht er ebenso wenig wie die Möglichkeit, das "jumpen" sinnvoll einzusetzen.

    Im Mittelpunkt steht demnach keine "Gewissensfrage", sondern die Fähigkeit an sich. Und genau deshalb wirkt die Idee schon nach der Hälfte des Films derart ausgelutscht, dass man sich zu langweilen beginnt. Den Vorgang des "Jumpens" findet man zunächst spektakulär, aber irgendwann kennt man ihn und man beginnt, eine ordentliche Handlung zu vermissen.

    Was diese Handlung betrifft, gibt es so einige Ungereimtheiten über die man sich als Zuschauer ärgern kann. Wer oder was sind eigentlich die "Paladine" fragt man sich. Wie gelingt es ihnen, die Jumper zu verfolgen und warum tun sie das überhaupt? Der einzige genannte Grund ist religiös motiviert und reichlich fadenscheinig. (Nur Gott darf das Recht haben, an allen Orten gleichzeitig zu sein.) Überhaupt hat die ganze Hintergrundgeschichte einen derart oberflächlichen Alibi-Charakter, dass sie keiner näheren Befragung standhält.

    Am weitaus ärgerlichsten ist jedoch der Handlungsstrang, der David und seine Mutter betrifft. Spätestens hier wird dem Zuschauer klar, dass "Jumper" nur als Auftakt einer ganzen Serie geplant wurde, da wesentlich mehr Fragen gestellt als beantwortet werden. Bleibt zu hoffen, dass bei einem eventuellen zweiten Teil ein besseres Drehbuch entwickelt wird.

    Die Spezialeffekte – die sicherlich den größten Teil an Geld, Mühe und Aufmerksamkeit gekostet haben – können sich sehen lassen. Nie kann der Zuschauer wissen, wo die Jumper als nächstes landen werden und eine Verfolgungsjagd erstreckt sich gerne auch über mehrere Kontinente. Die Kamera fängt dieses Gefühl ständiger Überraschung ein, indem sie sich immer wieder unberechenbar verhält, wackelt, umschwenkt und kippt.

    Was das Schauspielensemble angeht ist Jamie Bell der alleinige Lichtblick. Der ehemalige Billy-Elliot-Star verkörpert den einzigen wirklich interessanten Charakter des Films, wobei man das Gefühl nicht loswird, dass es nur dem Talent dieses Schauspielers zu verdanken ist, dass zumindest die Szenen, in denen er mitspielt nicht so farblos und oberflächlich sind wie der ganze Rest. Sogar Samuel L. Jackson wirkt blass, was aber auch an seiner nur schlecht definierten Rolle liegen dürfte.

    "Jumper" kann im Endeffekt nicht das halten was er verspricht. Viel wird dadurch verschenkt, dass das Potential der Grundidee nicht ausgeschöpft wird und viele wichtige und grundsätzliche Fragen nicht beantwortet werden. Das Augenmerk liegt viel zu sehr in actionreichen Spezialeffekten und vernachlässigt darüber die Handlung. Natürlich kann man auch mit "Jumper" eine ganz nette Zeit verbringen, aber vom Hocker wird man wegen dieses Films kaum fallen.

    Fazit: Ein Film der viel verspricht und wenig hält. Was ihm an Handlung fehlt wird in actionreiche Spezialeffekte gesteckt. Die Unterhaltung bleibt dabei irgendwann auf der Strecke.
  • Mit vielversprechenden Jungstars besetzte High-Concept-Action, in der Doug Liman seinen Sinn für effektreiche Fantasy und modern-juveniles Entertainment beweist.

    Nominell ist “Jumper” ein Science-Fiction-Thriller, aber eigentlich sollte man ihn als frisches und zeitgemäßes Superhelden-Abenteuer betrachten. Definitiv weniger Science als Fiction ist die Fähigkeit eines Jungen: Er kann binnen Sekunden an jeden Ort der Welt teleportieren. Basierend auf dem 1992 erschienenen Roman von Steven Gould, arbeitete unter anderem Comic-Profi David S. Goyer (“Batman Begins”) an dem Drehbuch, das Doug Liman als flotte Schnurre umsetzt, die ihre Prioritäten in der Liebes- und Lebensgeschichte hat und Effekte sinnvoll integriert. Wie in den Hits “Die Bourne Identität” und “Mr. & Mrs. Smith” findet Liman einen Stil, der zur Geschichte passt und diesmal ein junges, aber nicht infantiles Publikum anspricht, das nichts gegen ein wenig Game-Feeling im Kino einzuwenden hat. Die zugrunde liegende Mythologie – Paladins jagen Jumper – bleibt fast ausgespart, so wie der Plot stets nur so viel an Informationen preisgibt, wie für den Fortgang unabdingbar ist.

    Mit 15 entdeckt David (Hayden Christensen, ein junger Ben Affleck mit dunklem Geheimnis, das ihn schon zum Darth Vader prädestinierte) seine Gabe zu springen, doch wo die “Heroes” mit ihrem Schicksal hadern, gönnt er sich fortan bedenkenlos ein All-Inclusive Leben – Egoismus statt Weltrettung. Musste er als Schulaußenseiter kurz vor dem Ertrinken vor der innig verehrten Millie (“O.C. California”-Summer Rachel Bilson) und seinem gewalttätigen Vater (Michael Rooker als Grobklotz) fliehen, richtet er sich bald in seiner neuen Luxus-Existenz in New York ein. Kaum kann er seine Sprünge kontrollieren, räumt er damit Banktresore aus, um wie ein Yuppie vollendet hedonistisch morgens in Australien zu surfen, abends in Londoner Nobelclubs Frauen abzuschleppen: die totale Mobilität.

    Derweil hat sich der dubiose Cox (Samuel L. Jackson mit weißer Dennis-Rodman-Frisur) auf seine Fersen geheftet. Dessen Geheimorganisation fängt und tötet Menschen wie David – von denen gibt es nämlich mehr, zum Beispiel Griffin (Jamie Bell, vernarbt an Körper und Seele). Als David zu seiner Jugendliebe Millie zurückkehrt und sie auf Romantik-Tour nach Rom einlädt, kommt es im Kolosseum zum lebensgefährlichen Duell, hochentwickelte Elektroschocker und “Ghostbusters”-würdige Instrumente gegen die Sprungtechnik von David und dem unfreiwillig mit ihm kooperierenden Griffin, was für Tempo sorgt: Schwindelerregende Sprünge im Sekundentakt verleihen der Action einen Irrwitz, wie ihn sonst nur Computerspiele entwickeln. Das lässt so manchen Hüpfer in der Dramaturgie vergessen, bietet einwandfreies Entertainment mit Dynamik, guten Darstellern und einer trotz vieler tragischen Ansätze leicht bekömmlichen Story, die keinem weh tut. tk.

Darsteller und Crew

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