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Irre sind männlich (2014)

Irre sind männlich Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Irre sind männlich: Komödie um zwei beste Freunde, die bei Therapiegruppen Frauen aufreißen wollen.

„Irre sind männlich “ ist eine prominent besetzte deutsche Komödie von Regisseur Anno Saul und versteht sich als Parodie auf die Therapie-Wut vieler Paare und Singles.

Nachdem Daniel (Fahri Yardim) von seiner Freundin Mia (Josefine Preuß) sitzen gelassen wurde, bricht für den eifersüchtigen Mann eine Welt zusammen. Noch härter trifft ihn jedoch, dass ihm seine Verflossene nahe gelegt hat, doch bitte eine Therapie zu machen, da sie seine Eifersucht nicht nur als Trennungsgrund empfindet, sondern auch als Krankheit.

Eher widerwillig besucht Daniel dann doch eine Therapiesitzung und nimmt seinen Kumpel Thomas (Milan Peschel) zur aufmunternden Unterstützung mit, doch plötzlich geschieht etwas, mit dem die beiden Singles in der Form nicht gerechnet haben. Die Freunde stellen fest, dass eine Therapiestunde ein absolut idealer Ort ist, um Frauen kennenzulernen.

Ehe sie sich versehen, werden die beiden Kindsköpfe zu wahren Therapie-Crashern, werden immer rücksichtsloser und stürmen eine Sitzung nach der anderen. Bald bekommen sie die Möglichkeit, an einer Sitzung des berühmten Gurus Schorsch Trautmann (Herbert Knaup) teilzunehmen, eine wahre Ikone seines Fachs und für Daniel und Thomas so etwas wie der ultimative Endgegner.

Nach „Wo ist Fred?“ mit Til Schweiger und „Kebab Connection“ mit Denis Moschitto inszenierte Genre-Spezialist Anno Saul mit „Irre sind männlich“  wieder eine Komödie und arbeitete erneut mit Stammdarsteller Fahri Yardim zusammen. In kleineren Rollen sind unter anderem Tom Beck und Komikerin Carolin Kebekus zu sehen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die deutsche Buddy-Komödie "Irre sind männlich" nimmt das rege Interesse vieler Frauen für Psychotherapie, besonders für Familienaufstellungen, auf die Schippe. Dieses Phänomen machen sich zwei Freunde, die auf der Suche nach Sex sind, auf unredliche Art zunutze. Ihr Spiel mit falschen Identitäten lässt sie jedoch völlig ungeplant der Liebe begegnen. Regisseur Anno Saul ("Kebab Connection", "Wo ist Fred?") inszeniert eine durchwachsene Komödie, der humorvolle Pointen gelingen, ohne dass sie richtig in Fahrt kommt.

    Die Familienaufstellung als Methode zur Aufarbeitung von Kindheitskonflikten erweist sich als ergiebige Quelle für ironische Komik. Da ist der gesalbte Ton, mit dem zum Beispiel Therapeut Georg Trautmann (Herbert Knaup) die Teilnehmer begrüßt, oder die tränenreiche Dramatik, mit der besonders die Frauen schwer zu beeindrucken sind. Thomas braucht nur in stockendem Ton zu behaupten, seine Zwillingsschwester sei im Bauch der Mutter gestorben, und schon malen sich etliche Teilnehmerinnen das schreckliche Schicksal dieses Mannes lebhaft aus. Allerdings ist nicht jeder witzig gemeinte Einfall gelungen: Dass Daniel und seine Freundin Mia ausgerechnet von Daniels Mutter als Paar therapiert werden, wirkt sehr überzogen. So ganz will es auch nicht einleuchten, warum Therapiecrashing der Königsweg sein soll, um Frauen ins Bett zu kriegen. Dafür ist nämlich dar ganze Psycho-Theater, das vor dem Vergnügen steht, doch recht aufwändig.

    Mehr noch als die beiden ziemlich unscheinbaren Männerfiguren überzeugt die ungewöhnliche Frauenrolle der Sylvie: Angeblich hat sie ein Problem mit Nähe, verfügt aber über einen ausgeprägten Appetit auf Sex mit Thomas. Nach dem Liebesspiel soll er sich daher meistens recht zügig entfernen. Daniels Weg zur Liebe verläuft im Vergleich zu dieser Beziehung konventionell und wenig einfallsreich. Insgesamt ist die Komödie mit ihrem ungewöhnlichen Thema und den lustigen Einfällen durchaus unterhaltsam, plätschert aber oberflächlich dahin und hat kein funktionierendes Timing.

    Fazit: Der romantischen Buddy-Komödie "Irre sind männlich" gelingen nette ironische Späße über die Beliebtheit von Gruppentherapien, aber die Geschichte wirkt holprig und eher bemüht, als spritzig.
  • Lockerflockige Buddy- und Romantikkomödie um zwei Freunde, die als Dating-Revier nicht Hochzeiten, sondern Therapiegruppen für sich entdecken.

    Die beiden im deutschen Kino und Fernsehen sehr präsenten Fahri Yardim und Milan Peschel spielen beste Freunde und Kollegen in einer Spiele-Schmiede. Daniel, gerade von seiner Freundin verlassen, lässt sich von Thomas überreden, zu einer Gruppentherapie zu gehen. Wie es sich für Buddies gehört, sind sie gegensätzliche Typen: Yardim, Til Schweigers Partner im neuen Hamburg-”Tatort”, gibt den Netten, Schüchternen, der nichts von One-Night-Stands hält, Peschel aus Matthias Schweighöfers “Schlussmacher” den Frauenverschleißer. Schweighöfer absolviert übrigens auch einen kleinen Gastauftritt. Mit jeweils unterschiedlichen Identitäten, etwa als Zoowärter und Feuerwehrmann, melden sich Lukas und Thomas bei Familienaufstellungen an, einer Therapieform, bei der die Teilnehmer, Mitglieder der Gruppe als Familienangehörige bestimmen und um sich herum anordnen. Das Duo versucht mit besonders tragischen Geschichten bei den Frauen zu landen, was auch gelingt – anders als geplant versteht sich. Denn “Irre sind männlich” folgt klassischen Genre-Konventionen, gefällt durch seine leicht skurrilen sympathischen Figuren und deren Darsteller. Neben Yardim und Peschel sind es Peri Baumeister als süße Schauspielerin, die unter der Fuchtel ihres Langweiler-Freundes/Managers steht, und Marie Bäumer als Profi-Therapiecrasherin, die Peschels ewigen Junggesellen das Fürchten (und später Lieben) lehrt. Gelungen sind die witzigen Dialoge (das Drehbuch stammt von den Produzenten Philip Voges und Ilja Haller) und überhaupt das komische Timing. Das frische, noch kaum beackerte Setting, Familienaufstellung, bietet jede Menge komödiantisches Potenzial, das vor allem bei den Nebenfiguren, etwa Arnd Schimkats schlaksig-luschiger Therapieteilnehmer (der als “schlaffes Glied” aufgestellt wird) oder Herbert Knaups (selbst) herrlicher Therapeut, ausgereizt wird. Regisseur Anno Saul (“Kebab Connection”) schöpft das Potenzial aus, jedoch ohne zu übertreiben. Die zugrundeliegende Liebes- und Coming-of-Age-Geschichte zweier Kindmänner verliert er nicht aus den Augen und hält auch in den romantisch-gefühlvollen Momenten die Balance. Musik, Kamera und Ausstattung unterstützen den leichtfüßigen, launigen Ton der Komödie. Ein echtes Feelgoodmovie, bei der man keine Therapie braucht, um sich gut zu fühlen. hai.

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