Invictus - Unbezwungen (2009)

Originaltitel: Invictus
Invictus - Unbezwungen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Invictus - Unbezwungen: Drama über Nelson Mandelas Engagement bei der Zusammenbringung der geteilten südafrikanischen Gesellschaft durch die Rugby-WM 1995.

Südafrika 1995: Der gerade zum Präsidenten gewählte Nelson Mandela sieht den Kampf gegen die Nachwehen der Apartheid als sein höchstes Ziel an. Gerade den Sport begreift er als große Chance, das noch immer geteilte Volk zusammenzubringen. So unterstützt er mit allen Mitteln die in Südafrika stattfindende Rugby-WM und die südafrikanische Mannschaft, mit ihrem weißen Kapitän Francois Pienaar. Sein Auftrag: Das Team soll die Weltmeisterschaft gewinnen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schon lange plante Oscarpreisträger Morgan Freeman, die Biografie des einst verbannten Staatspräsidenten Nelson Mandela zu verfilmen, doch relativ schnell sah er ein, dass die Adaption der Autobiografie einen einzigen Film sprengen würde. Dagegen schienen die Ereignisse rund um die Rugby-Weltmeisterschaft in Südafrika als Kinostoff weitaus geeigneter. Das Drehbuch nach John Carlins Roman „Der Sieg des Nelson Mandela“ („Playing the Enemy“) schickte Freeman an seinen Freund Clint Eastwood, unter dessen Regie er schon in „Erbarmungslos“ und „Million Dollar Baby“ für Aufsehen sorgte. Auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Stoff für den Regieveteranen, doch Eastwood beschäftigte sich ebenfalls zuletzt in „Gran Torino“ mit der Überwindung von Rassen- und Generationsdifferenzen.

    In seinem umfassenden Zeitporträt verfolgt Eastwood die Ereignisse von 1995 auf drei Ebenen: aus Sicht des einsamen Politikers, seiner gemischtrassigen, einst verfeindeten Leibgarde sowie von „Springbok“-Teamleader Francois Pienaar und seinem Umfeld. Dabei gelingen ihm präzise eingefangene Beobachtungen mit bitterem Humor, wenn etwa Jason Tshabala, schwarzer Leiter der Bodyguard-Truppe, zuerst glaubt, seine weißen Kollegen von der Staatspolizei seien angetreten, ihn zu verhaften. Das gegenseitige Misstrauen weicht erst allmählich, wozu auch die gemeinsame Besichtigung von Nelson Mandelas Zelle auf Robben Island beiträgt. So sorgt der von seinen afrikanischen Anhängern „Madiba“ genannte Visionär mit seinen Anordnungen dafür, dass Mitarbeiter und „Springbok“-Mannschaft allmählich umdenken müssen. Mandela forderte Pienaar nicht nur auf, alle Erwartungen zu übertreffen. Zum Training schickte er das zunächst wenig begeisterte Team auf abgelegene Spielfelder in afrikanischen Dörfern, wohin sie sich freiwillig nie begeben hätten. Von der Bevölkerung wird dort natürlich in erster Linie Chester Williams gefeiert, das einzige schwarze Teammitglied.

    Von seiner Entourage erwartet Mandela, dass sie die Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne sehen. Ihm selbst fällt es nicht immer leicht, da der Führer der Regenbogen-Nation unter der Scheidung von seiner Frau Winnie und der zunehmenden Entfremdung von seinen Kindern leidet. So beleuchtet Clint Eastwood im Appell für Rassenverständigung ausführlich alle Positionen dieser Epoche des Umbruchs, was aber dazu führt, dass besonders der Mittelteil etwas ausladend ausfiel. Allzu schnell verebben dabei die gegnerischen Stimmen der weißen Bevölkerung angesichts Mandelas Politik. Eastwood vermeidet zudem nicht immer Sentimentalitäten, was durch den Score seines Sohns Kyle noch verstärkt wird. Doch Morgan Freemans souveräne Leistung als umsichtiger Präsident sowie die dynamischen Sportsequenzen gleichen dieses Manko wieder aus. Um Freemans afrikanischen und Matt Damons holländischen Akzent zu hören, muss man allerdings die Originalversion besuchen.

    Fazit: Klassisch inszeniertes Biopic mit humanitärem Appell und packenden Sporteinlagen, das nicht ohne zu weihevolle Einlagen auskommt.
  • Clint Eastwoods aufrührendes Sportsdrama mit Polithintergrund schildert Nelson Mandelas Bemühen, sein trotz Abschaffung der Apartheid nach wie vor zerrüttetetes Land 1995 durch den Gewinn des Rugby World Cup zu vereinen.

    Der mittlerweile mehrfach Oscar-prämierte Regieveteran thematisiert nach “Gran Torino” erneut die Rassismus und das Bemühen, ihn zu überwinden. Basierend auf dem Tatsachenbuch “Playing The Enemy” von John Carlin und strikt auf einen limitierten Zeitraum fokussiert, rückt Drehbuchautor Anthony Peckham (“Sherlock Holmes”) die faszinierende Geschichte von Nelson Mandelas meisterhaftem Manöver, eine bitter gespaltene Nation mit Sportsbegeisterung zu versöhnen, ins Rampenlicht. Etwaige Rückblenden über Apartheid-Abscheulichkeiten sowie spätere anhaltende Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen werden vollkommen ausgeklammert. Der Schwerpunkt liegt auf dem unbezwingbaren Charakter Mandelas, der perfekt von Eastwoods “Million Dollar Baby”-Mitstreiter Morgan Freeman (der zudem als einer der ausführenden Produzenten fungiert) verkörpert wird.

    Mit Weisheit und Umsicht ist die Politikone darauf bedacht, niederes, wenn auch verständliches Rachestreben der Schwarzen gegenüber der verhassten weißen Minderheit zu vermeiden. Dies wird gleich eingangs anhand der Leibwache des neu gewählten Staatsoberhaupts verdeutlicht. Neben seinen vertrauten schwarzen Bodyguards stellt Mandela auch eine handvoll von weißen Sicherheitsagenten der vorherigen Regierung an. Seine schwarzen Landsleute reagieren darauf im Allgemeinen mit Entrüstung, zumindest aber mit Befremdung. Dieselbe Reaktion schlägt Mandela entgegen, als er das bis dato fast ausschließlich von Weißen bejubelte Rugbyteam der Springboks entgegen des Wunsches des ANC bestehen lässt. Mandela geht noch einen Schritt weiter und arrangiert ein Treffen mit Mannschaftskapitän Francois Pienaar (Matt Damon nach seinem übergewichtigen Auftritt in “Der Informant!” wieder muskelgestählt). Das Verliererteam soll den World Cup gewinnen und versuchen, auf dem Weg dorthin mit Schulbesuchen die schwarzen Kinder zu begeistern – eine Aufgabe, die vorrangig von Chester William, dem einzigen schwarzen Spieler, vollbracht wurde. Mit eiserner Disziplin gelingt es der Mannschaft tatsächlich ins Endspiel mit Neuseeland gelangen. Dies wird dann in 18-minütiger Länge voller mitreißender Spannung und Euphorie im Ellis Park Stadium in Johannesburg (der gesamte Dreh wurde in Südafrika abgewickelt) in Szene gesetzt.

    Eastwood beweist erneut seine praktisch verankerte Versiertheit, ohne viel Schnörkel ein Maximum an Emotion zu entfesseln und einen ungewöhnlich konventionell erzählten Film zum Erlebnis werden zu lassen. Substanziell tragen dazu natürlich auch Freeman, als vorbildlicher Politiker, der es verstand, mit Charme und scharfem Intellekt zu entwaffnen, sowie ein ebenfalls hervorragender Damon bei. Zwei Zeilen aus dem Titel gebenden und effektvoll zitierten Gedicht von William Ernest Henley aus dem Jahr 1875 summieren die vermittelte Inspiration haargenau: “I am the master of my fate: I am the captain of my soul.” ara.

Darsteller und Crew

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