Intruders (2011)

Intruders Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Intruders: Beklemmender spanischer Horrorthriller über ein gesichtsloses Phantom, das im Abstand von vielen Jahren zwei Familien terrorisiert.

Nach einem schrecklichen Erlebnis, dem nächtlichen Eindringen einer vermummten Kreatur in sein Zimmer, ist ein Junge traumatisiert, spricht nie wieder über das Wesen, das ihm sein Gesicht entreißen wollte. Viele Jahre später taucht die Erscheinung in einer englischen Reihenhaussiedlung wieder auf, terrorisiert ein junges Mädchen und löst bei ihrem besorgten Vater Erinnerungen aus, die er längst begraben hatte. So muss er sich einem Phantom stellen, das sich im Dunkeln und Halbschatten mit eisiger Präsenz manifestiert.

Ein Phantom terrorisiert im Abstand von mehreren Jahrzehnten zwei Familien, in deren Häuser es nach Belieben eindringt. Beklemmender spanischer Horrorthriller im Stil von “Das Waisenhaus”, in dem Clive Owen die Hauptrolle spielt.

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Kritikerrezensionen

  • Intelligenter Horrorfilm, der mit verschiedenen Sub-Ebenen operiert und den Zuschauer zur Interpretation herausfordert.
  • Wer nie an Kreaturen glaubte, die Kindern mehr als den Schlaf rauben, lernt in Juan Carlos Fresnadillos Gruselstück das Fürchten.

    Spaniens Horrorfilm, im letzten Jahrzehnt mit “Das Rückgrat des Teufels”, “The Others” oder “Das Waisenhaus” zu internationaler Spitzenklasse gereift, verbreitet weiter Genrewohlgefühl im Kino und danach schaurige Reflexionen über den Feind in meinem Bett. Fresnadillo, der mit seinem Sequel “28 Weeks Later” bereits positiv auffiel und bald mit “Highlander” ein anderes Franchise rebooten soll, führt zurück zu kindlichen Urängsten, die auch Erwachsene noch umklammern können.

    Genau auf diesen beiden Entwicklungs- und Zeitebenen entfaltet das Drehbuch die Geschichte eines furchterregenden Eindringlings, der sich vielleicht nur in der Einbildung, vielleicht aber auch tatsächlich im nächtlichen Schatten eines Zimmers oder begehbaren Kleiderschranks materialisiert. In einer furiosen Eingangssequenz, einer in Kameraarbeit, Schnitt, Musik und Inszenierung perfekt komponierten Sinfonie des Grauens, beobachtet ein spanischer Junge, wie ein vermummtes, in einen Kapuzenumhang gehülltes Phantom in sein Zimmer gleitet, über seine Mutter herfällt und schließlich auch ihn attackiert, bis es mit gemeinsamen Kräften abgeschüttelt werden kann. Viele Jahre später wird auch Teenager Mia (Ella Purnell) in einer britischen Reihenhaussiedlung von der unheimlichen Kreatur heimgesucht, die dem Mädchen das Gesicht entreißen will, weil ihr selbst eines fehlt. Die Erscheinung, vermeintlich durch Mia selbst wieder ins Leben gerufen, als sie auf die Geschichte des Hollowman stößt und sie für einen Schulaufsatz fortzuschreiben beginnt, wird von nun an die Familie terrorisieren und Mias Vater (Clive Owen) mit seinen schlimmsten verdrängten Erinnerungen konfrontieren.

    Die Verbindungen zwischen den Zeitlinien und Personen werden Genreprofis schnell herstellen können, aber auch für sie ist Gänsehaut-Feeling garantiert. In halbgeöffneten Schranktüren, dunklen Gassen, ja sogar uneinsehbaren Astlöchern manifestiert Fresnadillo eine eisige Präsenz, spielt der Film mit den verschwimmenden Grenzen zwischen Realität und Vorstellung, verbeugt sich vor “Paranormal Activity” wie auch vor “Pans Labyrinth” und findet am Ende eine Erklärung für das Übernatürliche, die als plausibler Abschluss durchaus funktioniert, vielleicht aber selbst nur Illusion ist. Sicher ist hier nur eines: im Kino gibt es Grund zum Fürchten.

    kob.
  • Mystery wird großgeschrieben in diesem Horrorthriller des spanischen Regisseurs Juan Carlos Fresnadillo. Der Schattenmann, eine Gestalt ohne Gesicht, sucht zwei Kinder in verschiedenen Ländern in ihren Träumen heim und tritt schließlich sogar in ihr reales Leben. Die Geisterfigur bleibt bis kurz vor Filmende rätselhaft, so dass die Neugier nicht nachlässt. Aber trotz der düsteren Atmosphäre mit ihren traurigen Schwingungen ist weder mit echtem Nervenkitzel zu rechnen, noch mit schaurigen Entdeckungen.

    Die alleinerziehende Luisa, gespielt von Pilar López de Ayala, ist hundemüde, aber ihr Junge Juan möchte abends nicht schlafen gehen. Er schreibt an einer Geschichte über ein Monster, das ein Kind verschluckt. Von einem Happy End ist dabei nicht die Rede und man meint sofort, dass mit diesem Jungen etwas nicht stimmt. Nach dieser beunruhigenden Eröffnung entwickelt sich die Spannung aber nicht im gleichen Tempo weiter. Juan, den Izán Corchero darstellt, steigt nachts aus dem Fenster auf ein Baugerüst. Da kommt ein Kapuzenmann aus der Dunkelheit. Es geschehen noch weitere, eher umständlich erzählte Dinge, bis schließlich dieser Mann und die Mutter beide an Juan zerren. Er wacht schreiend in seinem Bett auf.

    Die Mutter sucht Rat bei einem jungen Priester, den Daniel Brühl darstellt. Dieser Padre Antonio spielt mit dem Gedanken an Exorzismus, andererseits glaubt er, dass Juans Ängste einer realen Person gelten. Luisa scheint mehr darüber zu wissen, will aber nichts sagen. In London spielen sich ähnliche Szenen ab, wenn die zwölfjährige Mia, dargestellt von Ella Purnell, in der Schule die Geschichte vom Schattenmann erzählt und diese Gestalt dann in ihrem Zimmer sichtet. Zuvor hatte das Mädchen den Zettel mit der handgeschriebenen Geschichte in einer Baumhöhle gefunden. Das Mädchen hat Angst, dass der Schattenmann ihr das Gesicht entreißen will.

    Mias besorgter Vater John Farrow, gespielt von Clive Owen, nimmt schließlich die Verfolgung des Schattenmanns auf. Er geht nachts barfuß den einsamen Weg vor dem Haus entlang, immer tiefer in die Dunkelheit. Der Gesichtslose scheint zu diesem Zeitpunkt kein purer Geist mehr zu sein, denn vorher kämpfte John ganz körperlich gegen ihn in Mias Zimmer. Wenn er erscheint, trägt er mal Handschuhe, mal sehen seine Hände wie Tierklauen aus. Gelegentlich erklingt ein unheimliches Raunen und Flüstern und die Intensität der übernatürlichen Ereignisse nimmt an beiden Schauplätzen zu. Aber man weiß nicht, wie viel davon nur schlechte Träume sind, ob es sich um ein übermenschliches Wesen handelt oder ob es nicht doch eine ganz reale Erklärung für all das gibt.

    Ebenso wenig weiß man, warum in dieser Geschichte das Mädchen den Namen Mia Farrow tragen muss – wie die Schauspielerin in Roman Polanskis Horrorfilm „Rosemaries Baby“ von 1968. Soll das etwa heißen, dass auch diese Mia schwanger geht mit dem Bösen, wenn auch nur geistig? Tatsächlich trägt das Mädchen schwer an einem unausgesprochenen Familiengeheimnis. Der Regisseur sagt im Presseheft, dass Angst vererbt wird. Sie kann sich allerdings auch schnell in Luft auflösen, wenn sie nicht mit plausiblen Inhalten oder einem atmosphärischen Sog genährt wird. Man darf also weiterhin mit dem unheimlichen Kapuzenmann rechnen, irgendwo da draußen, nur nicht hier.

    Fazit: Das Grauen kommt nicht richtig in die Gänge in dieser Geschichte, die unentschlossen zwischen Mystery und Familiengeheimnis schwankt.
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