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Instinkt (1999)

Originaltitel: Instinct
Instinkt Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Instinkt: Abenteuerthriller zwischen "Gorillas im Nebel" und "Einer flog übers Kuckucksnest" über einen Gorillaforscher, dem ein Dreifachmord angelastet wird.

Der junge Psychiater Theo Cauldwell erhält den Auftrag, das Geheimnis des einst gefeierten Anthropologen Ethan Powell zu knacken. Nach vier Jahren Leben unter den Berggorillas von Ruanda, taucht er wieder auf als vermeintlicher Dreifachmörder. Bei Verhören in einem Hochsicherheitsgefängnis in Florida will Caulder Powells Schweigen brechen – und fördert Überraschendes zu Tage.

Dr. Ethan Powell widmet sich im Urwald Ruandas dem Studium der Berggorillas. Nach und nach findet der Wissenschaftler Zugang zur Welt der Affen und lernt sogar deren “Sprache”. Mensch und Tier gehen eine symbiotische Beziehung ein. Da bedrohen Wilderer die idyllische Kolonie. Außer sich vor Wut, erschlägt der sonst so besonnene Powell zwei Angreifer. Der Akademiker wird gefangengenommen und in ein Hochsicherheitsgefängnis nach Florida gebracht. Dort erregt er die Aufmerksamkeit des erfolgssüchtigen Psychiaters Theo Caulder…

Nach vier Jahren Leben unter den Berggorillas von Ruanda wird der einst gefeierte Anthropologe Ethan Powell als vermeintlicher Dreifachmörder festgenommen. Der junge Psychiater Theo Cauldwell erhält den Auftrag Powells Geheimnis zu ergründen. Hollywood-untypisches Psycho-Drama über die Grenzen des Menschseins.

Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der erwachsene Beitrag zu Disneys Jahr der Affen, in dem Familien mit “Mein großer Freund Joe” und Kids mit “Tarzan” in das Dickicht des Dschungels entführt werden. Lose basierend auf dem philosophischen Text “Ismael” von Daniel Quinn, in dem ein Mann mit einem Gorilla über die Geschichte der Menschheit räsoniert, vermengte Jon Turteltaub (“Während Du schliefst”) ein Potpourri aus “Gorillas im Nebel” und “Einer flog übers Kuckucksnest” zu einem aufwendigen Abenteuerfilm über das Tier im Manne. Als Thriller funktioniert das Schauspielerduell der Oscar-Gewinner Anthony Hopkins und Cuba Gooding Jr. anstandslos. Leider kann Turteltaub nicht widerstehen, eine packende menschliche Tragödie in der Zielgerade zum uplifting drama à la Hollywood mit überzogenem Happyend zu machen – und büßt damit an möglicher Power ein.

    Schon die ersten Bilder sind vielversprechend: Ein völlig verwahrloster Anthony Hopkins wird von ruandischen Gesetzeshütern in einen Kastenwagen zu Zähne fletschenden Bluthunden gesperrt. Als sie am Ziel ihrer Reise ankommen, sind die Bestien gezähmt und liegen Hopkins zu Füßen. Das ist nicht das einzige Rätsel, das er als enigmatischer Anthropologe Ethan Powell, mehr männliches Pendant der echten Forscherin Diane Fossey als affiger Hannibal Lecter, aufgibt: Jahre zuvor war er vom Erdboden verscwunden, um bei den Berggorillas von Ruanda zu leben – nur um überraschend als Mordverdächtiger wieder aufzutauchen. Cuba Gooding Jr. wird als junges Psychiatrie-As Theo Caulder in den Geisteskranken-Trakt des unharmonischen Hochsicherheitsgefängnisses von Harmony Bay in Florida geschickt, wo er das Geheimnis des seit seiner Verhaftung in selbstgewählter Stummheit darbenden Powell knacken soll. Für beide Männer wird es eine spannende Erkenntnisreise, in deren Verlauf sich die Dynamik ihrer Beziehung von Psychiater und Patient zu Schüler und Lehrer verlagert und unangenehme Wahrheiten zu Tage gefördert werden. Powell wird gezwungen, sich der Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen, während Caulder seine Lebensphilosophie auf den Prüfstand stellen muß.

    Die Rückblenden in Powells Vergangenheit im Dschungel (mit erstklassigen Gorilla-Effekten von Stan Winston) und vor allem die Auflösung seines Geheimnisses haben Kraft, doch der Regisseur verlegt das Gewicht fatalerweise auf einen klischeereichen Subplot über die menschenunwürdigen Verhältnisse in Harmony Bay, inklusive sadistischer Wärter, überforderter Doktoren und gleichgültiger Direktoren. Einzig der Versuchung, Schwester Ratchet wiederauferstehen zu lassen, widersteht der Regisseur, ansonsten bedient er sich mit Gusto beim kompletten “Kuckucksnest”-Katalog. Dabei entgleitet ihm das feine und sehr viel effektivere Dilemma eines Mannes, der nur in Gegenwart von Affen das Gefühl hat, wirklich Mensch zu sein. Wäre Turteltaub die dick aufgetragene Message von der Last des Materialismus weniger wichtig als die Integrität seiner Figuren, “Instinkt” hätte eines der Highlights im US-Kinosommer werden können. So ist der u. a. von Wolfgang Petersen produzierte Film ein effektives Drama mit Zuckerguß, in dem letztlich die tollen Schauspieler, neben den souveränen Hopkins und Gooding Jr. gefällt vor allem Maura Tierney als Powells schmerzerfüllte Tochter, die schlingernde Expedition durch echte und urbane Dschungel auf Kurs halten. ts.

Darsteller und Crew

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