Im Tal von Elah (2007)

Originaltitel: In the Valley of Elah
Im Tal von Elah Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Im Tal von Elah: Packendes Kriegsdrama nach einer wahren Geschichte über einen jungen US-Soldaten, der kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak spurlos verschwindet.

Als der Militärpolizist im Ruhestand Hank Deerfield (Tommy Lee Jones) erfährt, dass sein frisch aus dem Irak zurückgekehrter Sohn Mike (Jonathan Tucker) spurlos verschwunden ist, bricht er allein ohne seine Frau Joan (Susan Sarandon) nach New Mexiko auf, um ihn zu suchen. Mitglieder des Platoons und der Vorgesetzte Kirklander (Jason Patric) wissen wenig. Erst mit Detective Emily Sanders (Charlize Theron) kommt er einem schrecklichen Verdacht auf die Spur.

Eine wahre Geschichte liegt dem brisanten Kriegsdrama von Oscargewinner Paul Haggis (“L.A. Crash”) zugrunde. Der Krimi über verrohte Soldaten rechnet mit dem Irakkrieg ab und wartet mit einer Reihe herausragender Darstellerleistungen auf.

Mike Deerfield ist ein vorbildlicher US-Soldat, der sich bei seinem Einsatz im Irak mit mustergültigem Verhalten ausgezeichnet hat. Dennoch verschwindet er kurz nach seiner Rückkehr in die USA spurlos. Sein Vater Hank, ein pensionierter Berufssoldat, und seine Frau Joan wenden sich an die junge Polizistin Emily Sanders, die bei der Suche nach Mike helfen soll. Schnell haben sie einen fürchterlichen Verdacht: Könnte Mike nach einer durchzechten Nacht von Freunden aus seinem eigenen Platoon ermordet worden sein?

Mike Deerfield ist ein dekorierter US-Soldat, der nach der Rückkehr von seinem Irak-Einsatz in die USA spurlos verschwindet. Sein Vater Hank, ein pensionierter Berufssoldat, macht sich auf die Suche nach dem Sohn und kann nach anfänglichem Misstrauen auf die junge Polizistin Emily Sanders bauen. Gemeinsam stoßen sie auf eine Wand des Schweigens, was schnell einen fürchterlichen Verdacht nährt: Könnte Mike nach einer durchzechten Nacht von Freunden aus seinem eigenen Platoon ermordet worden sein?

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach „L.A. Crash“ ist „Im Tal von Elah“ die zweite Regiearbeit von Drehbuchautor Paul Haggis. Außer auf den Handybildern und in den bruchstückhaften Erzählungen der Kameraden von Mike spielt das Drama über den Irakkrieg an gottverlassenen amerikanischen Schauplätzen, an denen der alternde Patriot und Vater Hank die Wahrheit sucht. Oder besser gesagt, an denen die Kamera Tommy Lee Jones um Rat fragt, wo es hier langgeht, als hinge das Verstehen der Umgebung von seiner Bewertung ab.

    Hank Deerfield, Vietnamveteran und ehemaliger Militärpolizist, ist nämlich eine moralische Instanz. Wenn dieser Mann, der seine Schuhe jeden Tag poliert und sein Bett im Motel morgens so macht, als erwarte er militärische Zimmerkontrolle, den Stützpunkt in New Mexico betritt, dann weiß man schon, er wird sein Ziel erreichen. Da ist dieser Blick in Jones’ Augen, dieser Trotz um seinen Mund, der aus dem Pflichtbewusstsein kommt und der dem Gegenüber sagt, spiel lieber nicht den Schlaumeier!

    Hank Deerfield also glaubt an zweierlei: an seinen Sohn, für den er offensichtlich ein großes Vorbild war. Nicht nur eiferte Mike seiner militärischen Laufbahn nach, er benutzte sogar bis zum Schluss den Seesack seines Vaters. Und Hank glaubt an das Militär, in dem Sinne, dass er weiß, wie die Soldaten denken, welches ihre Ehrbegriffe sind und auch ihre Nöte. Gerne, und mit der nötigen Härte und Neugier ausgestattet, spielt er wieder einmal nach langen Jahren den Militärdetektiv, den Ermittler am Tatort, diesmal im wichtigsten Fall seines Lebens.

    Es gibt Szenen zuhauf, in denen Tommy Lee Jones’ Schauspiel verblüfft, und dem Darsteller wird von Paul Haggis auch einiges zugemutet: Schwer vorzustellen, jemand anderer als Jones würde im Leichenschauhaus fragen, wie viele Messerstiche auf den Körperteilen von Mike gezählt wurden, oder mit dieser fast reglosen Miene die vielen anderen Ungeheuerlichkeiten ertragen, die er schrittweise ans Licht zerrt. In anderen Szenen gibt er Kostproben seines trockenen Humors, zum Beispiel, als er dem kleinen Sohn der Polizistin eine Gutenachtgeschichte vorlesen soll.

    Doch in diesem stillen Film der blassen, blaustichigen Farben und der vielen halbdunklen Aufnahmen steht Hank Deerfield die meiste Zeit in sich gekehrt da, als ein Mann, dem die heutige Welt entgleitet. Von Anfang an ist da dieses unsichere, distanzierte Staunen über die Orte, an denen sich sein Sohn, wie die anderen Soldaten auch, aufhielt: diese Kneipe zum Beispiel, mit den barbusigen Frauen. Und manchmal bekommt Hank Deerfield einen verwundeten Blick, als ahne er, dass die Wahrheit keine Rücksicht kennt.

    Haggis hat auch noch andere Trümpfe auf Lager, ein gutes, auf einer wahren Geschichte basierendes Drehbuch und die eindrucksvolle Kamera. Auch in diesem Film bemüht er sich um authentische Darstellung des Lebens: Die junge Polizistin, gespielt von Charlize Theron, etwa wird an ihrem Arbeitsplatz von männlichen Kollegen heftig gemobbt, und auch sonst schleicht sich in die Dialoge hin und wieder eine Aggressivität, die sonst in Filmen gerne zugunsten des roten Fadens herausgefiltert wird. Auch die wenigen Szenen mit Susan Sarandon als Mikes Mutter bereichern den Film. Man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob die Geschichte nicht zu drastisch ist, ihre Botschaft nicht zu dick aufgetragen wird. Aber da fällt der Blick wieder auf diesen alten Mann, der die ganze neue Schäbigkeit der Welt auf seinen Schultern trägt und den Film über die aufgerissenen Abgründe.

    Fazit: Hauptdarsteller Tommy Lee Jones trägt diesen leisen, verstörenden Anti-Kriegsfilm ganz allein.
  • Unter der Regie von Oscar-Preisträger Paul Haggis wird die Suche eines Vaters nach seinem aus dem Irak zurückgekehrten und in der Heimat grausam ermordeten Sohnes zur Abrechnung mit einem sinnlosen Krieg, der ganz normale Menschen verrohen lässt.

    Mike Deerfield ist einer von vielen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen wollten, erst in Bosnien, dann im Irak. Und für die es irgendwann nur noch darum geht, die eigene Haut zu retten in einem fremden Land. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in eine Kaserne nahe Mexiko ist er nach einem feucht-fröhlichen Abend einfach weg. Die Militärpolizei entdeckt nur noch wenige Überreste von ihm, ein paar angekohlte Knochen, einen verbrannten Kopf, rund 40 Messerstiche rekonstruiert der Arzt. Wahrscheinlich Drogengeschäfte mit Mexikanern. Damit gibt sich Mikes Vater, ein verknöcherter Vietnam-Veteran, nicht zufrieden. Während seine Frau (Susan Sarandon) zu Hause unruhig wartet, macht er auf eigene Faust Recherchen und entdeckt, wie der militärische Einsatz aus seinem geliebten Boy einen Sadisten ohne jegliches Mitgefühl machte, der den Geboten eines schmutzigen Krieges keinen persönlichen Widerstand entgegensetzen konnte. Wie ein Puzzle setzt sich die Lösung des Falls zusammen. Da sind Videoaufnahmen von der Front, Schnipsel eines brutalen Alltags, in dem überforderte GIs die Apokalypse erleben, von ständiger Gefahr zermürbt und innerer Angst aufgefressen werden. Auf einer wahren Geschichte basierend, erzählt Haggis verhalten und dennoch mit archaischer Wucht von der Entmenschlichung des Individuums, das mit der Wirklichkeit kollidiert, dessen Hemmschwelle zur Gewalt auf Null sinkt und von in der Seele eingegrabenen Traumata. Der konservative Law-and-Order-Anhänger, der Zeit seines Lebens das Sternenbanner verehrte und bereit war, dafür zu sterben, verliert durch den Tod seines Jungen die letzten Illusionen. Gemeinsam mit einer zivilen Polizistin (Charlize Theron) stößt er auf ein Lügengespinst und ein Netz unbequemer Wahrheiten, erkennt den Verlust jeglicher Werte und Normen. Das klassische Gut- und Bösemuster relativiert sich unter dem Druck, in einer Ausnahmesituation funktionieren zu müssen.

    Mit dieser bewegenden Tragödie, die keine vorgefertigten Antworten liefert, sondern unangenehme Fragen stellt, reiht sich Haggis ganz ohne Action und an der Heimatfront ein in die Tradition von Antikriegsfilmen wie Die durch die Hölle gehen. Noch nie wurden die Stars and Stripes trauriger gehisst als durch einen in sich erstarrten Tommy Lee Jones. Die Flagge hängt upside down, Zeichen einer aus den Angeln geratene Welt und nicht nur Symbol für die Zerstörung eines Einzelnen, sondern für den moralischen Niedergang eines ganzen Landes. mk.

Darsteller und Crew

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