Im August in Osage County (2013)

Originaltitel: August: Osage County
Im August in Osage County Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Im August in Osage County: Starbesetzte Verfilmung des Pulitzer-Preis-gekrönten Theaterstücks von Tracy Letts, in dem sich eine Familie nach dem Selbstmord des Patriarchen in Selbstzerfleischung übt.

Der Familienpatriarch setzt seinem Leben ein Ende, ertränkt sich in der Nähe seines Herrenhauses inmitten einer Einöde in Oklahoma. Zurück lässt er seine unerbittliche und hasserfüllte Frau Violet, die – wie passend – an Zungenkrebs leidet und unter dem Einfluss schwerster Schmerzmittel steht. Wie eine schwarze Witwe in ihrem Netz wartet sie auf die Ankunft ihrer Töchter, die mit ihren Männern im Schlepptau zur Beerdigung anreisen und in das Haus zurückkehren, das sie einst nicht schnell genug verlassen konnten.

Nach dem Selbstmord des Patriarchen übt sich eine Familie beim Treffen zur Beerdigung in Selbstzerfleischung. Starbesetzte Verfilmung des Pulitzer-Preis-gekrönten Theaterstücks von Tracy Letts.

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Kritikerrezensionen

  • Das schwarzhumorige Drama "Im August in Osage County" basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Tracy Letts, welches 2008 den Pulitzerpreis erhielt. Der Autor schrieb auch das Drehbuch für den hochkarätig besetzten Film, den Regisseur John Wells ("Company Men") inszeniert hat. Darin wird das Konzept der liebenden Familie, die Geborgenheit spendet und Werte vermittelt, genüsslich in der Luft zerrissen. Meryl Streep gibt als von Tabletten enthemmte, gnadenlos böse Witwe eine furiose, aber auch zu Herzen gehende Vorstellung. Violet tritt gegen ein Ensemble von lauter ebenfalls geplagten Einzelkämpfern an, aus dem ihr nur Tochter Barbara ernsthaft Widerstand leistet.

    Den Reiz des Films macht in erster Linie die unkorrekte Offenheit aus, mit der in dieser Familie vernichtende Urteile gefällt werden. So rücksichtslos und kaltherzig, wie Violet und manchmal auch einige ihrer Angehörigen reden, denkt man womöglich insgeheim auch in anderen Familien voneinander. Indem Violet beim Leichenschmaus auf die Höflichkeit pfeift, wirkt sie aber auch sehr lebendig und unverstellt. Man kann in diesem Film mit beinahe jedem Charakter mitfühlen, ohne ihn wirklich zu mögen. Selbst Violet ist ja ein Opfer der Umstände: Eine schlimme Kindheit, ein hart erkämpfter Aufstieg aus der Armut und Eheprobleme haben ihr beigebracht, dass sich jeder selbst der Nächste ist. Die äußerlich so gefestigte Barbara und ihre labileren Schwestern müssen erkennen, dass auch sie nicht wissen, wie eine vertrauensvolle Beziehung funktioniert.

    Die Landschaft der Great Plains mit ihrem Grasland, das bis zum Horizont reicht, spielt eine wichtige Rolle in diesem letztlich klaustrophobischen Drama. Die einzelnen Familien, die sich in diesen Weiten niederlassen, sind auf sich selbst zurückgeworfen. Paradoxerweise können sich ihre Mitglieder nicht entkommen, wenn sie hinaus ins Freie laufen, wie es Violet einmal probiert. Da ist doch nichts, wohin man gehen könnte, sagt Barbara und holt ihre Mutter zurück.

    Fazit: Das genüsslich abschreckende Familiendrama "Im August in Osage County" bietet mit seinen treffsicheren Pointen und den starken Darstellerinnen Meryl Streep und Julia Roberts spannende Unterhaltung.
  • Äußerst lustvoll seziert die schwarzhumorige Verfilmung des Pulitzer-preisgekrönten Theaterstücks die inneren Mechanismen einer alles andere als typischen Großfamilie. Dabei geht es um die Gräben zwischen den Generationen, den Kampf der Geschlechter – und auch um Fehler, deren Konsequenzen sich früher oder später nicht mehr geheim halten lassen. Meryl Streep und Julia Roberts, zum ersten Mal gemeinsam in einem Film, liefern sich ein darstellerisches Gipfeltreffen der Superlative und wurden jeweils für einen Oscar nominiert. Eine beeindruckende Riege von Hollywood-Stars, von Ewan McGregor über Chris Cooper und Juliette Lewis bis hin zu Benedict Cumberbatch, lassen das Diven-Duell zu einem Inferno der Extraklasse eskalieren. Hier gerät jede Szene und jeder Schlagabtausch zu knisterndem Schauspielerkino.

    Fazit: Selten war Kino so gefühlsstark und unterhaltsam!

Darsteller und Crew

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