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Ich und du und alle, die wir kennen (2005)

Originaltitel: Me and You and Everyone We Know
Ich und du und alle, die wir kennen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ich und du und alle, die wir kennen: Emotionaler Episodenfilm à la "Short Cuts" oder "Magnolia" um einen zweifachen Vater, seine neue Liebe und seine beiden halbwüchsigen Söhne.

Seit seiner Scheidung ist der versponnene Schuhverkäufer Richard (John Hawkes) nicht mehr allzu häufig unter die Leute gegangen. Deshalb überkommt ihn nun schon Panik beim bloßen Gedanken, mit seiner interessanten neuen Freundin, der Künstlerin Christine (Miranda July), Intimitäten auszutauschen. Schon weniger Berührungsängste haben Richards Söhne: Der Größere dient den Mädchen der Nachbarschaft als lebendes Sexualstudienobjekt, und der Sechsjährige hat sich gerade im Internet an eine flotte Hausfrau heran gemacht.

Mit Preisen in Sundance und Cannes reich behängt, überhaupt nicht amerikanisch prüde und auch sonst recht unorthodox kommt diese Familientragikomödie von Regiedebütantin, Autorin und Hauptdarstellerin Miranda July daher.

Es geht um den Schuhverkäufer und zweifachen Vater Richard, der die impulsive Künstlerin Christine kennen lernt. Und es geht um Richards Söhne, den sechsjährigen Robby, der eine Internetaffäre mit einer Unbekannten beginnt, und seinen 14-jährigen Bruder Pete, der sich als Versuchskaninchen für Mädchen auf der Suche nach ersten sexuellen Erfahrungen in der Nachbarschaft anbietet.

Schuhverkäufer Richard ist Vater von zwei Söhnen und frisch geschieden. Als er eines Tages die impulsive Künstlerin Christine kennen lernt, könnte das der Beginn einer neuen Liaison sein. Doch stattdessen ergreift ihn Panik. Richards Söhne dagegen stehen bereits voll im Leben. Während der sechsjährige Robby eine Internetaffäre mit einer Fremden anfängt, stellt sich sein 14-jähriger Bruder in der Nachbarschaft als Versuchskaninchen für Mädchen zur Verfügung, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen wollen.

Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Wunderlichkeiten des Lebens betrachtet Regisseurin, Autorin und Hauptdarstellerin Miranda July in ihrem grotesk-unterhaltenden Debütfilm, in dem es von verrückten Typen nur so wimmelt.

    Der Spezialpreis der Jury in Sundance, die Caméra d’Or in Cannes, Miranda July hat die Ehrungen verdient – schon allein wegen der gelungenen, wenn auch riskanten Gratwanderung zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit. Was sie in ihrem Erstlingswerk mit relativ unbekannten Darstellern an Ideenreichtum auftischt, ist ein Panoptikum wilder Wünsche, unglaublicher Begegnungen und versponnenen Großstadtpflanzen, die sich von einem Absturz zum anderen hangeln. Jeder sucht Kontakt, in einer Welt der Vereinzelung. Da macht eine Künstlerin (dargestellt von Miranda July), die ihre Brötchen als Taxifahrerin verdient und findet, ein Bild gehöre in einen Baum, frustrierenden Erfahrungen mit dem Kunstgeschäft, wirft ein Auge auf einen alleinerziehenden und philosophisch angehauchten Schuhverkäufer, der ob der Aussicht auf Nähe in Panik gerät. Seine Söhne sind sehr speziell, der 14 Jährige muss sich den aufdringlichen Avancen von zwei Mitschülerinnen erwehren, die mit ihm Oral-Sex ausprobieren möchten, ohne zu wissen, was das wirklich ist und der erst Siebenjährige findet eine weibliche Bekanntschaft über einen Sex-Chat-Room im Internet, die locker seine Mutter sein könnte, beeindruckt sie mit einem direkten Vokabular, das jeden prüden Ami erröten lässt. Allein das Treffen zwischen den beiden ist an Skurrilität kaum zu toppen.

    Der Film der Performance-Künstlerin wird zum gewagter Balanceakt zwischen verdeckten Trieben und sexueller Neugier gepaart mit Naivität, das verschreckte die MPAA und führte zu einem R Rating wegen “disturbing sexual content involving children”. Für das Arthaus-Publikum sollte diese freche Mischung aus purer Poesie und tiefer Traurigkeit, quälender Sinnsuche und allumfassendem Glücksgefühl genau das Richtige sein. Die Botschaft, die Zeit auf unserem Planeten nicht zu vertrödeln, sondern das Leben bei den Hörnern zu packen, hören alle gerne – “Ich und Du und alle, die wir kennen”, oder? mk.

Darsteller und Crew

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