Ich bin Sam (2001)

Originaltitel: I Am Sam
Ich bin Sam Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ich bin Sam: Behinderten-Tragikomödie und Kampf ums Sorgerecht à la "Kramer gegen Kramer" als Melo mit Heulgarantie.

Sam Dawson (Sean Penn), dem Psychiater den Verstand eines Siebenjährigen attestieren, schlägt sich als alleinerziehender Vater der kleinen Lucy (Dakota Fanning) mehr schlecht als recht durchs Leben. Bis das Jugendamt ihm ausgerechnet an Lucys siebten Geburtstag seine Tochter wegnehmen will. Doch Sam gibt nicht so schnell klein bei und schaltet die Staranwältin Rita (Michelle Pfeiffer) ein.

Sean Penn brilliert als Sam in Jessie Nelsons Mix aus Gerichtsfilm à la “Kramer gegen Kramer” und Behinderten-Dramödie. Auf keinen Fall die Taschentücher vergessen!

Sam Dawson ist bei der Geburt seiner Tochter im Krankenhaus dabei. Kaum hält er sie in den Armen, ist die Mutter verschwunden. Und er muss sich um die Kleine kümmern. Keine leichte Aufgabe für den Mann, dem Psychiater den Verstand eines Siebenjährigen bescheinigen. Doch er schafft es, sie auf zu ziehen. Bis das Gericht sie ihm an ihrem siebten Geburtstag wegnimmt. Verzweifelt wendet er sich an Staranwältin Rita.

Der geistig zurückgebliebene Sam hat einen festen Job in einem Coffee Shop und zieht Dank der Hilfe seines mitfühlenden Freundeskreises die Tochter Lucy alleine auf. Als die Kleine jedoch sieben Jahre alt wird und somit die mentale Reife ihres Vaters erreicht, meldet sich das Jugendamt, um Sams Tochter zu Pflegeeltern zu geben. Doch der liebende Vater kämpft gegen die Bürokratie und schafft es sogar, eine Staranwältin und die zurückgezogen lebende Nachbarin davon zu überzeugen, für ihn und sein Mädchen auf die Barrikaden zu gehen.

Der geistig zurückgebliebene, liebende Vater Sam kämpft gegen die Bürokratie um das Sorgerecht für seine Tochter Lucy. Unterstützung erhält er dabei – zunächst nur widerwillig – von einer Staranwältin. Wegen Michelle Pfeiffer als Anwältin, Dianne Wiest als verständnisvoller Pflegemutter und der meisterhaft aufspielenden Lucy-Darstellerin Dakota Fanning kann das Herz-Schmerz-Drama vor allem beim weiblichen Publikum punkten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einer fürs Herz ist dieser liebevoll und sorgfältig ausführlich erzählte Film einer Behinderung und aufrichtigen starken Liebe. Die Regisseurin dieser ungewöhnlichen Vater-Tochter-Beziehung, Jessie Nelson, setzt souverän auf ihre Starbesetzung, an deren Spitze der immer wieder verblüffende Sean Penn die schwierige Balance des geistig Behinderten auf dem schmalen Grat zum Gefühlskitsch hält. Kino für ein großes Publikum mit einer großen Menge Taschentücher.

    Zusammen mit Kristine Johnson schrieb Jessie Nelson das Drehbuch, zeichnet auch mit für die Produktion des Melodrams verantwortlich und rückt damit fast in die Nähe des Autorenfilms. Jedenfalls erklärt sich so die sehr persönliche, streckenweise nahezu kammerspielartige Atmosphäre, die den Zuschauer ganz direkt fordert. Sam ist, trotz seiner Behinderung, eigentlich ein Glückspilz. Denn er hat einen Job in einem Coffee Shop und einen wunderbaren Freundeskreis, mit dessen engagierter Hilfe er es schafft, seine kleine Tochter allein aufzuziehen. Lucy Diamond hat er sie genannt, weil er ein unerschütterlicher Fan der Beatles ist, was dem Film viele schöne Gelegenheiten gibt, einige der Klassiker der Fab Four einzusetzen. Sam hat auch Glück mit seiner Nachbarin, einer Pianistin, die das Haus schon ewig nicht verlassen hat, weil sie an Agoraphobie leidet – sie kümmert sich rührend um den allein erziehenden Vater und sein Baby, das zu einem fröhlichen Kind heranwächst. Die Einkäufe erledigt Sam mit seinen Freunden, die ihn nicht nur kundig beraten, sondern auch schon mal hier und da ein paar fehlende Dollar dazulegen, wenn Lucy beispielsweise ein Paar neue Schuhe braucht. Es ist also alles wie im Märchen, zu schön, um wahr zu sein und fast wie in einem Frank-Capra-Film – da meldet sich die Wirklichkeit mit ihren Komplikationen. Sams geistiges Niveau gleicht dem eines siebenjährigen Kindes und hat sich nicht weiterentwickelt. Als Lucy sieben Jahre alt wird, melden sich die Behörden, die ihm die Tochter wegnehmen und zu Pflegeeltern geben wollen. Aber Sam ist ein Kämpfer – er erreicht, dass eine bekannte Staranwältin seinen Fall übernimmt, die schließlich sogar Sams Nachbarin überreden kann, das Haus zu verlassen und vor Gericht für ihn auszusagen. Jessie Nelson inszeniert die beiden Hollywood-Stars Michelle Pfeiffer als Anwältin und Dianne Wiest als vereinsamte Pianistin stilsicher an möglichen Klischee-Fallen vorbei und setzt auf die glaubwürdige Emotionalität der Darstellerinnen. Schließlich gibt es auch noch eine fabelhafte Rolle für Laura Dern als einsichtige Pflegemutter, und nicht zuletzt stiehlt die kleine Dakota Fanning als Lucy, wenn auch nicht ganz ohne altkluge Momente, allen Stars immer wieder die Show. Dazu die Beatles-Musik – und die Kino-Welt ist schon fast wieder in Ordnung. fh.

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