Hostel (2005)

Hostel Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Hostel: Neuer Horror vom Macher von "Cabin Fever", in dem zwei Amerikaner auf Eurotrip in einer slovakischen Jugendherberge den nackten Terror erleben.

Im Osten Europas ist das Leben billig. Das müssen die College Boys und Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez), Josh (Derek Richardson) und Oli (Eythor Gudjonsson) schmerzvoll am eigenen Leibe erfahren, als sie schlecht beraten von Amsterdam nach Bratislava jetten, um sich dort von wohlfeilen Ludern verwöhnen zu lassen. Statt heißen Miezen treffen die US-Kids nämlich auf eine florierende Subindustrie, bei der solvente Kunden die hohe Kunst des Mordens üben.

Quentin Tarantino

Bevor sie der Ernst des Lebens einholt, wollen die beiden Amerikaner Paxton und Josh bei einem Trip durch Europa ihren Spaß haben. In einem Coffeeshop in Amsterdam lernen sie beim Kiffen den unbeschwerten Oli kennen, der sie bei ihrer weiteren Reise begleiten wird. Weil die beiden Amis nicht nur europäische Drogen, sondern auch Sex kennen lernen wollen, folgen sie Olis Rat und fahren in die Slovakei weiter, wo eine berüchtigte Herberge mit verbotenen Früchten lockt – die sich aber als nackter Albtraum für die Jungs entpuppen.

Die beiden reichlich naiven US-Backpacker Paxton und Josh sowie ihr trinkfreudiger isländischer Kumpel Oli bekommen in Amsterdam den Tipp, dass in der fernen Slowakei die Girls besonders willig sind. Wenig später landen sie auch schon in titelgebender Unterkunft. Hier wollen sie sich so richtig austoben, ehe der Ernst des Lebens beginnt. Und tatsächlich, die Bräute vor Ort sind echt scharf. Noch schärfer sind jedoch die Bohrer, die sich bald darauf durch Kinnladen und Oberschenkel fressen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (7)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein fröhliches Pfeifen, Blut und Zähne, die in den Abfluss gespült werden. Schon der Vorspann lässt erahnen, in welche Abgründe menschlicher Perversion der Film steigen wird. Und, am besten sagt man es gleich vorneweg:
    „Hostel“ ist nichts für schwache Nerven. Genauer gesagt: Hannibal Lectors kulinarische Orgien sind ein Kindergeburtstag gegen das, was den Zuschauern hier serviert wird. Denn der kultivierte Kannibale wusste das Töten immerhin noch stilvoll zu verpacken und mit einem Glas Chianti zu genießen. Zu den Weintrinkern gehören die Schlächter dieses Films allerdings nicht. Eher zu den Handwerkern.

    Da wird gebohrt, gesägt, gehobelt. Geschnitten, gepeitscht, zerhackt. Der menschliche Körper präsentiert sich in seiner ganzen verletzlichen Weichheit; er ist dehnbar, brennbar, zerstörbar und verspritzt dabei jede Menge Blut. Aber, und das ist wichtig, nie in übertriebener Weise. Alles, was der Film zeigt, ist – zumindest für Laien – ziemlich realistisch. Und das ist das eigentlich quälende an „Hostel“. Es ist nicht eben unwahrscheinlich, dass die im Film gezeigten Handlungen irgendwo in dieser Welt tatsächlich stattfinden.

    Für Geld kann man schließlich alles kaufen. Und da es Menschen im Überfluss gibt, sicher auch die. Wo Nachfrage herrscht, gibt es schließlich immer auch einen Markt. Und solange Triebe und die Sehnsucht nach der ultimativen Macht nicht aussterben, wird dieser ganz spezielle Markt auch weiterhin existieren.

    In „Hostel“ werden dem Zuschauer die geschichtlich erinnerbaren Ausschweifungen der Menschheit gleich in zweierlei Form präsentiert. Zum einen gibt es da den verhinderten Chirurgen, der seine Leidenschaft nun an seinen gekauften Opfern austobt und dabei dem filmgeschichtlichen Klischee-Bild eines KZ-Arztes entspricht. Und zum anderen wird dem Betrachter der kurze Blick in ein Foltermuseum gewährt. Dabei kann man so ganz nebenbei den grausigen Schluss ziehen, dass der Fortschritt auch bei den Folterinstrumenten nicht halt gemacht hat.

    Dass Menschen foltern ist also keinesfalls neu. Dass sie es aus lauter Vergnügen tun, sicherlich auch nicht. Dass sie es aber gegen Bezahlung unter Absicherung durch Polizeischutz tun, will man sich lieber nicht zu genau vorstellen. Vor allem dann nicht, wenn man vorhatte, selbst mal wieder eine nette kleine Backpacker-Tour zu machen.

    In seinem Genre funktioniert dieser Film. Er ist spannend, die Schauspieler sind gut, die Geschichte in sich geschlossen. Man kann sich gruseln, man kann sich ekeln und hinterher im Sonnenschein stolz von sich behaupten, alles mit stoischer Gelassenheit ertragen zu haben. Ganz im Gegenteil zu den Protagonisten. Sie schreien, sie kreischen, sie betteln, sie flehen – und müssen doch sterben.

    Fazit: Ein gelungener Film für Zuschauer, die ekelerregende, grausame und blutige Unterhaltung bevorzugen.
  • Der Tod ist ein sicheres Geschäft im zweiten Film von “Cabin Fever”-Regisseur Eli Roth. Auch am Boxoffice konnte der mit dem publikumswirksamen “Quentin Tarantino Presents”-Qualitätsstempel versehene Schocker absahnen.

    Als aus dem Leben gegriffene Inspiration für das gewalttätige Horrorszenario mit beißend gesellschaftskritischem Kommentar diente Roth, der zudem das Drehbuch verfasste, eine thailändische Website, die für 10.000 Dollar willige menschliche Opfer zum Foltern und Töten anbot. Die blutig-brutale Abschlacht-Action wird hier ins osteuropäische Bratislava verlegt, wohin es die drei Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez), Josh (Derek Richardson) und Oli (Eythor Gudjonsson) auf der Suche nach heißen Miezen und coolen Drogen verschlägt. In ihrer Jugendherberge erweisen sich sexy slawische Schönheiten erst einmal als erstaunlich willig, doch am nächsten Morgen findet sich von Oli keine Spur. Nacheinander wird Pax und Josh sein horrendes Schicksal offenbar, als sie ebenfalls im dunklen Folterkeller einer geheimen Organisation landen und im wahrsten Sinne des Wortes von zahlenden mordlüsternen Sadisten bis aufs Blut drangsaliert werden. Doch einem der Opfer gelingt, es den Spieß umzudrehen, und mit seinen Peinigern in den In-Fight zu gehen.

    Roth teilt seine furiose Blutoper in drei klare Akte ein: Zunächst begleitet man die sexlüsternen Protagonisten auf ihrem ausgelassenen Eurotrip durch Amsterdam und per Bahn ins empfohlene Mädchen-Mekka Bratislava. Nachdem dort ihre Fratboy-Fantasien wahr geworden sind, mündet die zunächst schleichende Bedrohung (hervorragend vom Oldschool-Score vorangetrieben) plötzlich in eine blutgefrierende Foltertortur, bei der Bohrer, Zange, Kettensäge und Skalpell nur einen kleinen Teil des Arsenals bilden. Dabei werden die Aufnahmen der eigentlichen Verstümmelungen relativ schmerzlos kurz gehalten. Einige der Grausamkeiten spielen sich auch im Off ab, was sich beim unweigerlichen Director’s Cut vermutlich ändern dürfte. Im dritten Abschnitt wird zum rabiaten Racheakt übergangen und nun auch die Plausibilität des Plots in haarsträubende Bahnen gelenkt. Dabei hat man allerdings den Eindruck, dass dieser satirisch anmutende Overkill gewollt ist. Versiert ist Roth auch in der Schaffung erinnernswerter Nebenfiguren, wie der einer biederen Vaterfigur, die zu gleichen Teilen väterlichen Rat und Totschlag austeilt. Oder die einer schönen Frau, deren innere Hässlichkeit sich auf erschreckende Weise offenbart oder eine Gang von Straßenkindern, die für eine Tüte Süßigkeiten zu allem bereit ist. Oder der eines amerikanischen Geschäftsmanns, der sich mordgeil in Rage redet und ein besonders ätzendes Attest für eine abgestumpfte Gesellschaft, die ihre Thrills mit nur noch immer extremeren Mitteln erzielen kann, abgibt. Für Fans klassischen Horrors ist dieser handwerklich gekonnte Genreeintrag ein absolutes Muss! ara.

Darsteller und Crew

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