Homies (2010)

Homies Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Homies: Teenie-Film über den aus wohlhabenden Verhältnissen stammenden Rapper Marvin, der seine wahre Identität verschweigen muss, um seinen Traum zu verwirklichen.

Marvin hat das harte Los gezogen, in ein besonders wohlhabendes Elternhaus hineingeboren zu sein: Diese Tatsache verwehrt es ihm nämlich, seinen Traum von einer echten Rapperkarriere zu verwirklichen. Doch Marvin hat Talent und will allen beweisen, dass auch reiche Jungs es schaffen können, in der Szene Fuß zu fassen. Als er die coole Clique um Osman kennenlernt, scheint sein Wunsch sich zu erfüllen, und er verliebt sich nebenbei auch noch in die süße Stella. Nun muss Marvin nur noch das Geheimnis um seine wahre Identität wahren, die aufzufliegen droht.

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Kritikerrezensionen

  • In Adnan G. Köses deutschem Dance-Musical-Drama tobt sich der einstige “Wilde Kerl” Jimi Blue Ochsenknecht nun als pubertäres Eminem-Pendant aus.

    US-Filme wie “Honey” oder die “Step Up”-Serie standen Pate bei Adnan G. Köses deutscher Variante eines Rap-Dance-Musical-Dramas. Nach dem vergleichbaren letztjährigen “Rock It!” seines Regiekollegen Mike Marzuk hat sich der Macher des ambitionierten “Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Iron Man” auf ein schwieriges Unterfangen eingelassen. Denn im Vergleich zu dem amerikanischen Vorbildern hat “Homies” zwangsläufig weniger Budget zur Verfügung, was zu Ungunsten von schillernden Kostümen und Top-Choreografien geht sowie von überdurchschnittlichen Tänzern oder genügend Statisten, die eine Konzert-Szene mit Leben füllen können.

    Köse setzt in seiner Story um Marvin, einem jungen Kerl aus reichem Hause, der sich unbedingt den Traum von einer Karriere als Musiker erfüllen will, vor allem auf das Charisma seines Hauptdarsteller Jimi Blue Ochsenknecht, dem die Kamera auch serienweise weichgezeichnete Großaufnahmen schenkt. Der Star der “Wilde Kerle”-Reihe schlägt sich als pubertäres Eminem-Pendant recht ordentlich und punktet vor allem auf musikalischer Ebene. Allerdings haben er und seine Partnerin Sabrina Wilstermann zuweilen Schwierigkeiten, ihre Dialoge lebensnah und authentisch über die Lippen zu bringen. Zudem ist der Titel “Homies” ein wenig irreführend – denn kriminelle Exzesse, also Dinge, die man normalerweise mit den Jungs von der Straße verbindet, spart Köse in seinem Film aus. Dabei hat er in Ismail Deniz, der den Betreiber einer Pizzeria, dem Zufluchtsort der Homies, mimt, durchaus einen veritablen Gangleader mit Ausstrahlung an der Hand.

    Amüsant ist schließlich der Auftritt von Günther Kaufmann (der Schreckliche Sven aus den “Wickie”-Abenteuern), der als Rap-Legende D.W. Court in Marvins Träumen erscheint. Und wer auf die Moves von “Popstars”-Choreograf Detlef “D!” Soost abfährt und auf softe Rap Battles mit relativ überschaubarem Konfliktstoff steht, der wird sich bei diesem auf ein junges, eher weibliches Publikum zugeschnittenen Liebesdrama mit vielen Tanz- und Gesangseinlagen gut aufgehoben fühlen.

    lasso.
  • Eigentlich wäre es schön gewesen, zu wissen, was die Zielgruppe von diesem Film hält. Ein paar Stimmen zur Stimmung - und nicht nur mein hämisches Lachen, das im leeren Kinosaal schaurig widerhallte. Ich war nämlich allein bei der Vorführung, allein mit „Homies“ – die anderen, die, auf die der Film gemünzt ist, waren wahrscheinlich mit Rhymebattles beschäftigt, mit Tanzproben, um zur Stage School zu können, haben vielleicht einen Rapcontest organisiert oder die nächste Möglichkeit für eine Crashparty gecheckt. Wie’s die Kids im Film auch machen.

    Jimi Blubb Ochsenknecht jedenfalls hat Probleme: Er ist reich. Und die schnöseligen Hater aus der Nachbarschaft dissen ihn, weil er zwar reich ist, aber Hiphopper sein will. Von der Mama kriegt er keinen Respekt, obwohl er doch auch respektiert, was sie macht, nämlich auf Geschäftsreisen gehen. Die Leute, mit denen er zu tun hat, beschweren sich, wenn ein Haus nur drei Garagen hat und auch sonst kaum Luxus – wie vergoldeten Pool oder so – aufweist. Da will er raus, in seinem Rebellengeist geht er soweit, seine Krawatte in den Schmutz zu werfen wie einst Eastwood seine Polizeimarke! Jimi Blut hört den Ruf seiner inneren Bronx, und da ist er auch schon: D.W. Court! War der Anfang des Films nur billig, wird’s jetzt richtig lächerlich: Es tritt Günther Kaufmann auf. Sein Name spricht sich Köörrt aus, nicht (wie es richtig wäre) Koooort, und er ist Jimi Blööös Idol: Ein Rapper, der stilgerecht 1988 erschossen wurde. Warum er so aussieht, als sei er auch noch nach seinem Tod gealtert – zumal er ja nur in den Träumen von Jimi auftaucht –, bleibt im Dunkeln. Wahrscheinlich war kein anderer Neger – ah Mist: Schwarzer, will sagen: Nigga verfügbar, und da muss halt der Erstbeste herhalten, auch wenn er eher aussieht wie ein Bluesman der 40er Jahre.

    Aber das ist sowieso das hintergründige Motto des Films: Egal. Alles egal. Jimi Blues jedenfalls macht einen Trip im gelben US-Schulbus zusammen mit Günther „Gangsta“ Kaufmann, fällt dann in den Matsch, wird überfahren und gelangt so in die Clique von Osman, wo ihn alle für ein armes Waisenkind halten, das total Schlimmes draußen auf der Straße durchgemacht hat. Das ist fast schon rührend, wie hier die Filmfiguren auf die eigenen Klischees reinfallen, wenn Jimi Blumps die ganzen hohlen Phrasen des Pseudo-HipHops runterdrischt, von den acht armen Brüdern, von den Schuhen, die sich keiner leisten konnte… Das ist das Eintrittsticket in das Milieu, nach dem er sich sehnte, und er wird Pizzabäcker in Osmans Lieferdienst. Klar: er verliebt sich in Stella, auf die Osman ein Auge geworfen hat; hündisch läuft ihm Kollege Kemal hinterher; und Osman will, dass Jimi Bläh ihm die Rhymes ghostwritet, die er so super hinkriegt, und die Osman nicht über die Zunge wollen. Stella übrigens lernt tanzen bei Detlef D! Soost; und ich glaube, mich nicht verhört zu haben, dass der sie in der ersten gemeinsamen Szene mit „Anke“ anredet.

    Jetzt jedenfalls ruft die Handlung nach Konflikt, denn Osman merkt, dass Jimi Blass gar kein echtes Straßenkid ist, und erpresst ihn. Außerdem klaut er dessen Rhyme-Notizbuch und beeindruckt mit seinen angeblich eigenen Rapkünsten Stella – eines von mehreren Motiven, die blind in einer Sackgasse landen, weil sie nicht weitergeführt werden.

    Hab ich schon erwähnt, dass Stella Probleme hat mit dem Müllraustragen? Einmal reißt ihr der Sack auf, und sie muss sich hinknien und ein trauriges Lied von ihrem schweren Schicksal singen – weil der Film ja auch ein Musical ist und die Protagonisten sich singend ausdrücken. Beim zweiten Mal muss ihr Jimi Bub helfen, den Sack auf den Müllhaufen der Pizzeria zu werfen, weil sie so zart und er so stark ist. Dabei fallen lustige Inhaltslosigkeiten: Es ist nicht wichtig, wo man herkommt, sondern, wo man hinwill! – Ach, das sind doch nur Träume.

    Als Jimi Bluffs Bluff rauskommt, wird er von allen gehatet und ausgeschlossen, und ob er nochmal die Herzen seiner Freunde und vor allem das von Stella gewinnen kann: Das ist ein Geheimnis, das ich nicht verraten möchte. Auf jeden Fall taucht am Ende Traumrapper Günther Kaufmann nochmal auf und erteilt seinen Segen: Der Homie ist [i]real[/i], der schafft es bis ganz nach oben.

    Denn genau darauf kommts ja dem [i]real[/i]en Homie an: Auf die Karriere und auf das Goldkettchen mit den eigenen Initialien um den Hals.

    Fazit: Klar: Für die Bravo-Jugend produziert man natürlich leichte, kostengünstige, unterkomplexe und letztendlich verlogene Kost. Dass ein Film für die Jugend aber (auch handwerklich und darstellerisch) so schlecht sein muss: Das ist das Überraschende an diesem Film. Den halben Stern gibt es für das Vergnügen, ein Objekt für reuelose Verachtung gefunden zu haben.

Darsteller und Crew

News und Stories

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