Hinter dem Horizont - Das Ende ist nur der Anfang (1998)

Originaltitel: What Dreams May Come
Hinter dem Horizont - Das Ende ist nur der Anfang Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Hinter dem Horizont - Das Ende ist nur der Anfang: Ein wenig zu kitschig geratener Film über das Leben nach den Tod. Mit optischer Brillanz.

Chris befindet sich nach seinem Tod im Paradies, das er mit seinen Gedanken selbst gestalten kann. Seine Frau Annie folgt ihm wenig später freiwillig in den Tod. Ihr Selbstmord führt zum zentralen Dilemma. Denn Annie landet in der Hölle. Der trauernde Chris trotzt der Bestimmung und versucht das Unmögliche: Annie zu ihm ins Paradies zu bringen.

Nach einem tödlichen Autounfall erwacht der Kinderarzt Chris Nielsen in einer wundersamen Welt jenseits des Horizonts. Während der verstorbene Mediziner in malerischen, von eigenen Gedanken kreierten Traumwelten Trost findet, vegetiert seine Frau, die Malerin Annie, in der Hölle. Sie hat ihren Verlustschmerz nicht überwinden können und ihr Leben durch Selbstmord beendet. Begleitet von seinem neuen Weggefährten Albert und einem mysteriösen Spurenleser begibt sich Chris auf eine Reise ins Reich der Toten, um Annie wiederzufinden…

Chris landet nach seinem Unfalltod im Paradies, das er nach seinen Wünschen gestalten kann, doch seine Frau ist durch Selbstmord in der Hölle gelandet. Er versucht sie zu retten. Rührseliges Drama, dessen optische Brillanz und opulente Bilderwelten nicht die magere, langatmige Story wettmachen kann.

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Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Tod kennt eine Wiederkehr in diesem wörtlich malerischen Märchen über eine Liebe, die die Sterblichkeit des Menschen überwindet und sich im Jenseits eine zweite Chance verdient. Himmel und Hölle sind zentrale Schauplätze in einem der visuell phantasievollsten Filme der letzten Jahre, dem es jedoch trotz bestechender Optik und massiver Tragik an Dramatik mangelt, weil die elementaren Konflikte übersentimental, aber unspektakulär für den Zuschauer auf der seelischen Ebene gelöst werden.

    Vorlage für das nach seinem Rückzug von “Alien 3″ aufwendigste Projekt des Neuseeländers Ward ist ein Roman Richard Mathesons, der schon in seiner Novelle “Bid Time Return” eine große Liebe Raum, Zeit und Tod überwinden ließ. Während dort der Protagonist in einem alten Gemälde die Frau seines Lebens fand und mit einer riskanten Konzentrationstechnik zurück in ihre Zeit reiste, müssen sich die Liebenden in “Hinter dem Horizont” nicht erst begegnen, sondern wiederfinden. Eine scheinbar unlösbare Aufgabe für Chris (Robin Williams), der nach einem tödlichen Unfall vom sympathischen Albert (Cuba Gooding Jr.) auf seine neue jenseitige Welt vorbereitet wird, die er mit seinen Gedanken selbst gestalten kann. Von Schmerz zerfressen ist Chris’ Frau Annie (Annabella Sciorra) zurückgeblieben, die dem geliebten Mann und ihren vor Jahren schon verstorbenen Kindern wenig später freiwillig in den Tod folgt. Ihr Selbstmord führt zum zentralen, von christlich-katholischen Moralvorstellungen geprägten Dilemma. Denn Annie landet in der Hölle, Chris jedoch in der pastoralen Idylle des Paradieses. Natürlich trotzt der trauernde Held der Bestimmung und versucht das Unmögliche: die Rückführung Annies in den Hafen Gottes. Wie schon in Wards Erstling “Der Navigator” dominiert auch in seinem jüngsten Film ein episches Reisemotiv, wobei dem Regisseur für die Realisierung seiner Phantasien nun ungleich mehr Geld zur Verfügung stand. Dabei ließ sich Ward in der Gestaltung des Totenreichs von seiner Liebe zur Malerei leiten, womit die von innovativer Computeranimation geschmückten Welten nicht nur die Gedanken der Figuren, sondern auch eine imposante Gemäldesammlung des 19. Jahrhunderts ausstellen. Damit ist der himmlisch impressionistisch und romantisch visualisierte, höllisch stark von Hieronymus Bosch, aber auch von Terry Gilliam inspirierte Film eine sehenswerte, originelle Kunstaustellung, weniger aber ein spannendes Kinodrama. Denn die Konfliktlösung verlangt nicht physische, sondern psychische Leistung und folgt einem analytischen Konzept, an dessen Ende verdrängte Probleme (Schuldgefühle etc.) erkannt, konfrontiert und überwunden werden. Daß der eher als sperrig-unkonventionell geltende Regisseur Drehbuchautor Ron Bass auf seinem pathetisch-kitschigen Weg folgte, überrascht, hat seinem Film dank eines exzellenten Trailers und der Starpower von Williams beim US-Start (15, 8 Mio. Dollar) freilich nicht geschadet. Ob der visuelle Reiz auch bei uns zu größeren kommerziellen Reaktionen führen wird, ist in der Einschätzung so schwer wie die Vermarktung dieses düsteren, doch nicht deprimierenden Märchens. kob.

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