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Hilary & Jackie (1998)

Hilary & Jackie Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Hilary & Jackie: Biopic aus zwei Perspektiven über die Musiker-Schwestern Hilary und Jackie Du Pré mit exquisiten Darstellerleistungen und Soundtrack.

Die Mitte der vierziger Jahre in eine britische Musikerfamilie hineingeborenen Schwestern Hilary und Jaqueline Du Pré erweisen sich früh als Talente. Doch während Hilary als Flötistin nicht reüssiert und sich für ein Leben als Hausfrau und Mutter entscheidet, steht Jacqueline eine blendende Karriere als Cellistin bevor. Jahre später taucht die weltberühmte, aber von MS gezeichnete Musikerin in Hilarys Landhaus auf – und will mit dem Mann ihrer Schwester ins Bett.

Die Mitte der 40er Jahre in eine Musikerfamilie hineingeborenen Schwestern Hilary und Jackie erweisen sich schon früh als äußerst talentiert. Doch während die Flötistin Hilary sich für ein Leben als Hausfrau und Mutter entscheidet, macht Jacqueline als Cellistin Karriere.Da taucht die weltberühmte, von den Vorboten einer unheilbaren Krankheit gezeichnete Musikerin eines Tages in Hilarys Landhaus auf und stellt eine delikate Forderung: Sie will mit dem Mann ihrer Schwester ins Bett – und Hilary, die Jackie noch nie etwas abschlagen konnte, willigt ein…

Während sich die Flötistin Hilary für ein Leben als Hausfrau und Mutter entscheidet, macht ihre Schwester Jacqueline als Cellistin Karriere. Eines Tages erscheint die von einer unheilbaren Krankheit gezeichnete Jacqueline bei Hilary und will mit dem Mann ihrer Schwester ins Bett. Adaption der Künstlerbiographie “A Genius in the Family” als unkonventionelles Biopic durch den aus Bangkok stammenden Dokumentarfilmer Anand Tucker.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach dem Taiwanesen Ang Lee (“Sinn und Sinnlickeit”) und dem Inder Shekhar Kapur (“Elizabeth”) ist es nun der in Thailands Haupstadt Bangkok geborene und aufgewachsene Dokumentarfilmer Anand Tucker, der sich eines typisch britischen Stoffes annimmt. Mit “Hilary und Jackie”, der im Wettberb der letztjährigen Biennale vertreten war, zeichnet er die authentische Lebensgeschichte der weltberühmten Cellistin Jacqueline du Pré und deren Schwester Hilary nach. Ein klassisches Biopic also, für das Tucker allerdings eine eher unkonventionelle Erzählstruktur wählte.

    Der 35jährige Regisseur, der sein Handwerk bei der BBC erlernte und für sein Anne-Rice-Porträt “A Vampire’s Life” einen BAFTA für den besten Dokumentarfilm in Empfang nehmen durfte, hielt sich bei seinem zweiten Spielfilm nach “Saint Ex” (ebenfalls ein Biopic über Antoine de Saint-Exupéry) weitgehend an das von Jackies Geschwistern Hilary und Piers du Pré verfaßte Buch “A Genius in the Family”. Tucker geht es in “Hilary und Jackie” aber weniger um eine Auflistung von Fakten als vielmehr um die emotionale Wahrheit.

    Seine Story beginnt zunächst linear: Die Mitte der vierziger Jahre in eine britische Musikerfamilie hineingeborenen Schwestern erweisen sich schon früh als äußerst talentiert. Doch während Hilary als Flötistin nicht reüssieren kann und sich später für ein Leben als Hausfrau und Mutter entscheidet, steht Jacqueline eine blendende Karriere als Cellistin bevor. Jahre später – die beiden haben sich längst aus den Augen verloren – taucht die weltberühmte, aber von den ersten Vorboten einer unheilbaren Krankheit (Multiple Sklerose) gezeichnete Musikerin in Hilarys idyllischen Landhaus auf und stellt eine delikate Forderung: Sie will mit dem Mann ihrer Schwester ins Bett – und Hilary, die ihrer geliebten Jackie noch nie etwas abschlagen konnte, willigt tatsächlich ein.

    Diesen einschneidenden Zwischenfall nutzt Tucker, der bis dahin ausschließlich aus Sicht von Hilary erzählte, den Standpunkt, das heißt, auf Jackies Blickwinkel zu wechseln. Ein filmisches Experiment, das indes nur teilweise gelungen ist. Zum einen, weil es zwangsläufig zu einigen, Tempo wie Spannung lähmenden Wiederholungen kommen muß, zum anderen, weil zuvor Hilarys Sicht der Dinge interessanter, aufregender aufbereitet worden war. Tucker selbst begründet seine Vorgehensweise wie folgt: “Die ungewöhnliche Struktur des Films soll den emotionalen Kern der Geschichte herausarbeiten. Es ging uns nicht um eine getreue Auflistung der Ereignisse. Mich hat vor allem interessiert, wie Erinnerung funktioniert.”

    Was “Hilary und Jackie” trotz einer Laufzeit von gut zwei Stunden zu einem sehenswerten Biopic macht, sind insbesondere die schauspielerischen Leistungen von Emily Watson (“Breaking the Waves”), die als Jackie eine beispielhafte Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn vollzieht, und von Rachel Griffiths als Hilary, die ihr in ihrer Zerrissenheit zwischen bedingungsloser Zuneigung und quälendem Neid in nichts nach steht. Die exquisite, wenn auch manchmal etwas selbstverliebte Kameraarbeit von David Johnson und ein grandioser Soundtrack, der auch Stücke der “echten” Jacqueline du Pré enthält, sollten – wie zuletzt bei Scott Hicks “Shine” – dafür sorgen, daß Anand Tuckers Genietragödie, gerade weil sie sich auch universeller Themen wie Liebe, Familie und Verlust annimmt, nicht nur vom musikalisch interessierten Publikum angenommen wird. lasso.

Darsteller und Crew

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