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Hellboy (2004)

Hellboy Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Hellboy: Fantasy-Action-Abenteuer nach dem populären Comic um einen in der Hölle geborenen Helden, der seine zerstörerischen Kräfte zur Rettung der Menschheit einsetzt.

Als im Jahr 1944 grimmige Nazis unter tatkräftiger Mithilfe des russischen Kultführers Rasputin ein Tor in die dunkle Gegenwelt öffnen und dabei erst fünf Sekunden nach Zwölf von den Alliierten gestoppt werden, hat immerhin der Babyteufel Hellboy Zeit genug, ins Hier und Jetzt zu purzeln. Dort päppelt ihn der nette Professor Bruttenholm (John Hurt) hingebungsvoll auf. Als die Bösewichte von damals ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, sind Hellboy (Ron Perlman) und seine ebenfalls übernatürlichen Kollegen Sapien (Doug Jones) und Liz (Selma Blair) bald die letzte Hoffnung für die Menschheit.

Basierend auf dem gleichnamigen Dark Horse Comic und flankiert von 60 Mio. Dollar Budget lässt Comic-Spezialist Guillermo Del Toro (“Blade II”) den Helden aus der Hölle von der Leine.

Wutrot ist der Held Hellboy, der in den Flammen der Hölle geboren und mit einem heidnischen Ritual an die Erdoberfläche und zur Welt gebracht wurde. Von seinem Mentor, dem gütigen Dr. Broom, gerettet, wächst Hellboy in dessen Büro für paranormale Forschung und Verteidigung auf und trifft dort auf Kollegen wie “Mer-Man” Abe Sapien, Liz Sherman, in die er sich verliebt, und seinen Konkurrenten, den FBI-Agenten Myers. Gemeinsam bemühen sie sich um die Entwicklung und Beherrschung ihrer zerstörerischen Kräfte zu heilsbringenden und menschenrettenden Fähigkeiten.

Im Zweiten Weltkrieg kam Hellboy auf die Erde, als der Magier Rasputin eine Schleuse zur Unterwelt öffnete. Wider Erwarten reifte die Höllenbrut jedoch nicht zur Ausgeburt des Bösen, sondern wuchs zu einem gutmütigen Helden heran, der nun als Erwachsener gegen das omnipräsente Übel antritt. Als ein Untier in einem Museum ein Blutbad anrichtet, rückt Hellboy zu dessen Beseitigung an und entdeckt schnell, wer das Monster rief: Rasputin, der gar nicht tote Zauberer, der endlich die Weltherrschaft der Finsternis antreten will.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (7)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wieder einmal versucht eine Comicverfilmung die Zuschauerherzen für sich zu gewinnen und auch auf der Leinwand zu überzeugen. "Hellboy" setzt dabei auf bombastische Action und einem Fetischismus für das Böse. Da ist einmal die undurchsichtige Vorgeschichte der Helden Hellboy, Abe und Liz. Es ist kaum abschätzbar, über welche Fähigkeiten und Mächte diese Verfügen - die sie auch zum Schlechten einsetzen könnten. Doch Professor Broom erklärt: Seine Entscheidungen machen einen Mann aus, nicht sein Ursprung. Und deutlich negativere Entscheidungen haben die Bösen getroffen, Kroenen und Grigori, die ganz eindeutig aus den dunkelsten Winkeln des Universums stammen.

    Jeder der wichtigen Protagonisten erhält in "Hellboy" seine eigene Show. Hellboy selbst erinnert an eine Mischung aus dem Computerspielhelden Duke Nukem und Spiderman. Immer locker und mit einem coolen Spruch auf den Lippen streift er durch U-Bahnschächte und erledigt schleimige Bestien. Seine routinierte Lässigkeit macht den fast unverwundbaren Hellboy sympathisch und unterstreicht zugleich seinen jugendlichen Leichtsinn. Denn egal, wie bedroht die Welt gerade erscheinen mag, denkt er doch hauptsächlich an Liz, für die er alles tun würde. Doch wie sie in der Welt der Menschen herumlaufen, kann er schon aufgrund seines Aussehens nicht und die geschliffenen Hörner erinnern ihn stets an seine dunkle Abstammung. Abe Sapiens hingegen ist eine eher ruhige und zerbrechliche Kreatur. Genauso gelassen, doch weniger in die Action eingebunden als Hellboy, ein Forscher. Zusammen mit der explosiven Liz bilden sie ein unschlagbares Team.

    Doch kaum jemand darf seine Fähigkeiten so eindrucksvoll präsentieren wie Karl Ruprect Kroenen. Im Gasmasken-Nazi-Look metzelt er mit zwei aus seinen Ärmeln schießenden Klingen flink alle seine Gegner nieder. Zumal ist er unsterblich (bzw. schon tot) und auch wenn er offenbar keine hohe Position bekleidet bleibt er durch seine Schweigsamkeit und Gesichtslosigkeit eine der mystischsten Figuren des Films. Weiterhin sichert er durch sein stetiges Sterben und Wiederauftauchen (was aber die meisten Bösen in "Hellboy" gemein haben) viele neue Hellboy-Filme. Und in diesen wird sich dann die Story garantiert auf keinem simpleren Level bewegen, denn einfacher geht es schließlich nicht mehr. Die Büchse der Pandora wird geöffnet, Gut und Böse sammeln sich, kämpfen gegeneinander und einer von beiden gewinnt (schätzungsweise wird das aber auch noch in "Hellboy 5" der Plot sein).

    So bleibt denn die Freude an den prickelnden Spezialeffekten, der bunten Action und der mystisch angehauchten Stimmung. Denn Spannung bietet "Hellboy" durch die sich dem Zuschauer stellende Frage, welche exotischen Bilder sich hinter der nächsten Tür verstecken mögen. So lädt "Hellboy" in ein geheimnisvolles und dunkles Universum ein in dem wir uns auf unseren großen roten Begleiter verlassen können.

    Fazit: Wieder einmal ein Film, der verschiedene Mythen und Legenden mit der Realität mischt und somit ein mitreißendes, aber schnell wieder vergessenes Spektakel hervorzaubert.
  • “Ein Film für Geeks von Geeks gemacht”. So beschreibt Regisseur und Drehbuchautor Guillermo del Toro (“Mimic”, “Blade II”) seine feurig-passionierte Leinwandadaption des Dark-Horse-Comics “Hellboy”. Der für stilvolles Flair bekannte Mexikaner hat dabei eine höllisch unterhaltsame Horrorkomödie ausgebrütet, deren Spezialeffekt-reiche Action, übernatürliches Abenteuer und augenzwinkender Humor eine Mischung aus “X-Men”, “Indiana Jones” und “Men in Black” suggerieren. “Hellboy” befindet sich somit also in einer A-Liga von außergewöhnlichen Gentleman, was sich auch an den europäischen Kinokassen damönisch gut bemerkbar machen sollte.

    Über sechs Jahre war del Toro damit beschäftigt, seine Vision der populären Graphic Novel von Mike Mignola zu realisieren. Von Anfang an schwebte ihm der wuchtige Schauspieler Ron Perlman, mit dem er bereits 1993 bei “Cronos” zusammen gearbeitet hatte, in der Titelrolle vor. Studiobosse hatten zunächst Vin Diesel oder Dwayne “The Rock” Johnson im Sinn, doch glücklicherweise blieb es bei der ersten Wahl des Regisseurs. Denn Perlman erweist sich als perfekte Besetzung für die Rolle des sympathisch-sarkastischen Satansbraten, der im Dienst der Menschheit gegen die Armeen der Finsternis kämpft. Ausgangspunkt ist ein im Jahr 1944 angesiedelter Prolog, bei dem ein Gruppe von Nazis mit Hilfe des wieder auferstandenen russischen Mönchs Rasputin ein mystisches Portal in den Weltraum öffnet, um sieben Chaos-Gottheiten zur Erde zu bringen. Sie werden unterbrochen, nachdem sich lediglich ein kleiner roter Teufel manifestieren konnte. Dieser wird dem Professor Buttenheim (John Hurt) in seinem Institut für paranormale Forschung und Verteidigung groß gezogen. Sprung in die Gegenwart: Der trefflich getaufte Hellboy hat sich zu einem muskulösen Monsterteufel entwickelt, der eine Vorliebe für Bier, Zigarren, Katzen, Schokoriegel und die pyrokinetisch veranlagte Liz Sherman (Selma Blair trägt mit ihrer Rolle mit am stärksten zum “X-Men”-Vibe bei) hat. Um ihr zu gefallen und “menschlicher” zu wirken, schleift er sich seine Teufelshörner ab, denn trotz einer deformierten steinernen Hand hat Hellboy ein weiches Herz. Allerdings ist dies ausschließlich für seine Freunde reserviert. Die Nazi-Bösewichte (fast identisch mit den Feindfiguren in “Bulletproof Monk”) und die von ihnen losgelassenen Höllenhunde bekommen seine ungezügelte Kampfkraft zu spüren. Bis zum großen Showdown mit der Mutter aller Blob-Monster betreibt del Toro, der auch für die ebenso einfallsreiche wie atmosphärische Kameraarbeit zuständig ist, amüsante Charakterzeichnung. Zu den weiteren Figuren gehört nämlich auch der reinherzige Agent John Myers (Rupert Evans), auf den Hellboy eifersüchtig ist, da er glaubt, er würde Liz gefallen. Bei der Bekämpfung der Höllenbrut ist zudem der Fischmann Abe Sapiens behilflich, und für Reibung ist zusätzlich der steife FBI-Boss in Gestalt von Jeffrey Tambor zuständig.

    Die bisweilen mangelnde Kontinuität und eine gewisse Überlänge wird nicht nur durch die aufwändigen Sets und Spezialeffekte, sondern vor allem durch die gewinnend humorvolle Persönlichkeit des Titelhelden weitgehend außer Gefecht gesetzt. ara.

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