Helden des Polarkreises (2010)

Originaltitel: Napapiirin sankarit
Helden des Polarkreises Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Helden des Polarkreises: Finnisches Roadmovie um einen Chaoten, der mit seinen zwei Kumpels in die Nacht aufbricht und seiner Frau beweisen will, dass er kein Nichtsnutz ist.

Schon lange ist Janne arbeitslos und hat es sich als vollendete Couchpotato im Wohnzimmer seiner Freundin Inari bequem eingerichtet. Deshalb kriegt er auch nicht auf die Reihe, ihr einen Digitalempfänger für die anstehende Abschaltung des Analogfernsehens zu kaufen. Angefressen stellt sie ihm das Ultimatum, bis zum nächsten Morgen damit anzukommen, sonst ist Schluss. Ein intriganter Verehrer wartet nur auf diese Gelegenheit, und Janne stürzt mit seinen Kumpels Ralle und Kanne in die Winternacht, um seine angeknackste Beziehung zu retten.

Drei beste Freunde begeben sich auf eine winterliche Reise durchs nächtliche Lappland, um einen Digitalempfänger zu beworgen. Schwarzhumoriger Spaß über ein Verlierertrio, das zu einer Winter-Odyssee durch Lappland aufbricht.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hart sind die Winter am Polarkreis: Am Tag wird es nicht richtig hell, draußen gibt es außer verschneiten Ebenen nicht viel. Viele Bewohner Lapplands sind arbeitslos. Kommen dann noch persönliche Schicksalsschläge oder auch nur Missgeschicke hinzu, gibt das manchen Menschen den Rest. Am Rande des Dorfes, in dem „Helden des Polarkreises“ spielt, steht ein Baum, an dem sich seit fünf Generationen lebensmüde Männer aufknüpfen. Man weiß ja, dass die Selbstmordrate in Finnland hoch ist. Aber dieser Film ist eine Komödie, und man weiß ebenfalls, dass der Norden Europas dieses Genre gerne mit trockenem bis schwarzem Humor bereichert. Dome Karukoskis finnisches Roadmovie bietet viel davon.

    Nachdem Inari ihren Lebensgefährten Janne geweckt und das Haus verlassen hat, schläft er noch ein wenig weiter. Denn Arbeit hat er keine. Als er sich dann endlich auf den Weg macht, um die Digi-Box zu kaufen, ist es zu spät. Genauer gesagt, wäre es nicht zu spät gewesen, hätte Janne nicht noch mit seinen Kumpeln ein Bier in der Kneipe getrunken, sondern stattdessen lieber dem Elektrohändler, der seinen Laden für ihn nochmal aufschließen wollte, den gesamten Preis der billigsten Digi-Box bezahlen können. Janne ist zwar um neue Ideen nicht verlegen, als er heimkommt, aber Inari hat nach neun Jahren Beziehung keine Geduld mehr: Sie packt ihre Siebensachen, um die gemeinsame Wohnung zu verlassen, falls bis zum nächsten Morgen keine Digi-Box auf dem Tisch steht. Er könne doch zu ihrem Vater, dem Elektrohändler, fahren, meint sie, und Janne, der Inari nicht verlieren will, ist plötzlich sogar dazu bereit.

    Mit Kanne und Ralle, der das Auto für den Trip gibt, bricht er auf durch den verschneiten Wald. Janne will unterwegs das Geld verdienen, um die Box zu bezahlen, zum Beispiel indem sie ein Rentier häuten oder den Autos vor einer Ampel die Fensterscheiben putzen. Nur fehlt die Metzgererfahrung und das Wischwasser gefriert, bevor auch nur das erste Auto hält. Drehbuchautor Pekko Pesonen und Regisseur Karukoski lassen die drei Freunde in aberwitzige Situationen geraten, wo sie sich mal slapstickhaft, mal übereifrig noch tiefer in Schwierigkeiten bringen.

    Für Janne, Ralle und Kanne sind die eigenen Unzulänglichkeiten die härtesten Bewährungsproben. Als „Helden des Polarkreises“ verspottet sie deshalb ein Streifenpolizist. Wenn die Drei im gelben Auto auf der Landstraße ein wenig zu schnell dahinfahren, von dunkler Ungewissheit umgeben und von flotter Musik begleitet, wirkt das Roadmovie wie eine amerikanische Action. Die Verlierertypen stehen zu ihrer Negativbilanz auch trotzig-selbstbewusst, so dass sie nicht nur tollpatschig, sondern auch cool aussehen können. Als ihm ein gutverdienender Altersgenosse einen Job anbietet, lehnt Kanne mit den Worten ab: „Ich hab genug mit meinen Hobbys zu tun.“

    Falsche Scham ist eines der wenigen Übel, auf das die drei Freunde verzichten. Auch der Film pflegt eine direkte Sprache, indem er Situationen makaber, grotesk oder peinlich überdreht, bis zum Moment des Auflachens. Melancholie ist in dieser Geschichte nur ein punktuell auftretendes Problem, das es sofort zu beheben gilt, wie der plötzliche Spritmangel, der das Auto gleich am Anfang auf einsamer Straße zum Stehen bringt. Die frischen Ideen dieser Buddy-Komödie verleihen ihr eine heitere, unbeschwerte Wirkung, die sie über viele andere heraushebt.

    Fazit: Je größer die Widrigkeiten, desto mehr wachsen drei tollpatschige Freunde über sich hinaus: lebhafte schwarzhumorige Komödie aus Finnland.
  • Janne ist arbeitslos und hat sich als Couchpotato im Wohnzimmer seiner Freundin bequem eingerichtet. Sie gibt ihm den Auftrag, einen Digitalempfänger zu besorgen, da in ihrem Dorf am Polarkreis das Analog-TV?abgeschaltet wird. Als er das Geld dafür in Bier anlegt, setzt sie ihm angefressen ein Ultimatum:?entweder er besorgt das Gerät bis zum nächsten Morgen, oder es ist Schluss. Ein intriganter Verehrer wartet nur auf diese Gelegenheit … So stürzt Janne mit seinen Kumpels Ralle und Kanne in die Winternacht, um seine Beziehung zu retten. Drei Antihelden demontieren fröhlich das Männerbild in einem finnischen Slacker-Buddy-Roadmovie, in dem Timing und Pointen perfekt passen. Der (schwarz)humorige Spaß schickt ein Loser-Trio auf eine abenteuerliche Winter-Odyssee durch Lappland, wo sie sich widriger Witterung, aggressiven Rugby-Damen, schießfreudigen Russen und der Traumfrau aus einem Daddelspiel stellen und beweisen müssen, dass sie mehr als nur Lappen sind.
  • Amüsanter Film mit viel schwarzem Humor. Besonders grandios: die einleitende Sequenz!
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Darsteller und Crew

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