Heimat zu verkaufen (2010)

Heimat zu verkaufen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Heimat zu verkaufen: In Kärnten gedrehtes TV-Heimatdrama, in dem der örtliche David gegen den internationalen Goliath siegt.

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Kritikerrezensionen

  • In deutsch-österreichischer Koproduktion entstandene Herz-Schmerz-Geschichte mit sympathischer Botschaft und fast schon Werbefilm-verdächtig schönen Landschaftsaufnahmen.

    Der Mitteldeutsche Rundfunk hat schon des öfteren bewiesen, dass er in Zusammenarbeit mit dem österreichischen ORF genauso gute Herz-Schmerz-Geschichten produzieren lassen kann wie die ARD-Tochter Degeto. Auch “Heimat zu verkaufen” sieht aus wie ein waschechter Freitagsfilm: Junge Frau kommt als Abgesandte einer herzlos operierenden Investmentfirma ins österreichische Weissensee, um den Einheimischen den Bau eines riesigen Luxus-Hotels schmackhaft zu machen. Auf dem Bauplatz steht allerdings schon ein Traumhotel, das von außen perfekt in die Landschaft passt und innen alle Ansprüche an modernen Komfort erfüllt. Während Sarah Sand (Henriette Richter-Röhl) noch eifrig mit dem Bürgermeister Pläne schmiedet, ist sie längst dem frugalen Charme von Hotelier Max Höllerer (Fritz Hammel) erlegen, zumal sich schließlich rausstellt, dass Sarahs Chef Groth (Udo Schenk) ein finsteres Komplott geschmiedet hat, um Höllerer in die Insolvenz zu treiben.

    Natürlich ist die Geschichte vorhersehbar, und selbstredend sorgt Regisseur Karl Kases dafür, dass Kameramann David Sanderson die Kärntenregion Weissensee derart vortrefflich ins Bild setzt, als drehten sie einen Werbefilm im Auftrag der regionalen Tourismusbranche. Die Darbietungen von Fritz Hammel erinnern zudem an die Seitensprünge westdeutscher Schlagerstars wie Chris Roberts oder Roy Black, die sich in den Siebzigern auch mal als Schauspieler probierten. Hotelier Höllerer hat ohnehin das Glück, nie arbeiten zu müssen; wenn überhaupt, dann führt er mal ausgewählte Gäste auf die Alm. Und Henriette Richter-Röhl hat sich mittlerweile eigentlich zur Genüge in leichten bis seichten Werken bewiesen.

    Handwerklich aber ist an “Heimat zu verkaufen” nichts auszusetzen, die Landschaft ist ein Traum, die krachledernen Komparsen überzeugend und die Botschaft sympathisch. Zwar lassen sich die Eingeborenen durch die Aussicht auf plötzlichen Reichtum zunächst willig die Sinne vernebeln, aber dann dämmert ihnen, was Höllerer ohnehin die ganze Zeit predigt: dass der Protzbau mitsamt seinen Zufahrtstraßen die Landschaft verschandeln wird. Selbst die beiden Investoren, denen Groth mit Aussicht auf rasante Rendite das Geld aus der Tasche gelockt hat, entdecken schließlich ihr Herz für Höllerer und seine “Seerose”. Die Dialoge des Hoteliers stammen allerdings mitunter aus dem Abreißkalender für Landfrauen (“So schnell gibt ein verwundeter Hirsch nicht auf”), und die zwischendurch erklingende Janis Joplin passt in diese Geschichte wie die Faust aufs Ohr. tpg.

Darsteller und Crew

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