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Heidi (2001)

Heidi Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Heidi: Frisches Update von Johanna Spyris Jugendbuch-Klassiker, in der Heidi viel selbstständiger und eigenwilliger sein darf.

Heidi soll nach dem Tod ihrer Mutter eine Zeit lang bei ihrem Opa auf einer Alm in den Bergen wohnen. Beide sind nicht besonders glücklich darüber. Doch nicht nur Heidi und Opa verstehen sich immer besser, sondern auch Heidi mit dem Baseball spielenden Peter. Gerade als sie sich eingelebt hat, muss Heidi nach Berlin zu ihrer nervigen Tante und Cousine. Sie will unbedingt wieder zurück.

Seit Heidi durch Unfälle ihre Eltern verloren hat, lebt die Vollwaise beim mürrischen Großvater, genannt “Alpöhi”. Bald findet Heidi im Ingenieurssohn Peter Geissler einen guten Freund und blüht richtig auf. Da beschließt ihre Tante Dete, Heidi mit nach Berlin zu nehmen. Dort soll das Mädchen zusammen mit ihrer zickigen Cousine Clara aufwachsen. Von der Großstadt überfordert, der Tante vernachlässigt und von Clara gepiesackt und gedemütigt, will Heidi nur noch eines – zurück nach Hause in die geliebten Schweizer Berge…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach erfolgreichen Remakes der Kästner-Klassiker “Emil und die Detektive” und “Pünktchen und Anton” sowie erstmaligen Adaptionen von Bestsellern wie “Das Sams” oder “Der kleine Eisbär” hat nun der Schweizer Filmemacher Markus Imboden ein weiteres Urgestein der Kinderliteratur zu neuem “Leinwand”-Leben erweckt. Seine “Heidi” gilt als 18. Verfilmung des berühmten Romans von Johanna Spyri und präsentiert im Gegensatz zur populären japanischen Zeichentrickserie von 1974 kein naives Landei, sondern ein modernes Mädchen in der Titelrolle. Damit dürfte sie vor allem Schüler und Schülerinnen ab sechs Jahren begeistern.

    Sonnenüberflutete Berge, grasgrüne Weiden und glückliche Ziegen – damit verbindet man landläufig jene Welt, in der das kleine Waisenkind Heidi stets frohgemut das eine oder andere (harmlose) Abenteuer erlebt. Doch wer im neuen Millennium bestehen will, der muss seine Stoffe der heutigen Zeit anpassen, vor allem, wenn sie – wie Spyris Roman – bereits 120 Jahre auf dem Buckel haben. Und dieses “Facelifting” hat Markus Imboden betrieben. Der Schweizer Filmemacher, sowohl im Fernsehen (Episoden von “Die Fahnder” und “Bella Block”) als auch im Kino (“Frau Rettich, die Czerni und ich”) aktiv, präsentiert seine Titelfigur – tatkräftig unterstützt vom Autoren-Team Jasmine Hoch und Martin Hennig – als modernes Girl, das genau weiß, was es will. Und diese Energie wird Heidi (Newcomerin Cornelia Gröschel) auch brauchen. Denn als sie nach dem Bergtod des Vaters auch noch die geliebte Mutter bei einem Unfall verliert, ist die Vollwaise ganz auf sich allein gestellt. Nicht ganz, denn nach dem Willen ihrer Tante Dete (Marianne Denicourt), die in Berlin als Modedesignerin arbeitet, soll sich Heidis mürrischer Großvater, genannt “Alpöhi” (Paolo Villaggio), der hoch in den Bergen in einer Hütte haust, um das Kind kümmern. Erst kommen die beiden gar nicht miteinander aus. Doch als das Eis gebrochen ist und Heidi in Ingenieurssohn Peter Geissler (Aaron Arens) einen guten Freund sowie in den Ziegen Max und Moritz zwei wunderbare Spielkameraden findet, blüht das Mädchen richtig auf. Leider nur für kurze Zeit. Denn Tante Dete beschließt, ihre Nichte mit nach Berlin zu nehmen. Dort soll Heidi mit ihrer etwa gleichaltrigen Cousine Clara (Nadine Fano) aufwachsen. In der Großstadt überfordert, von der Tante vernachlässigt und von Clara, einem hochgradig zickigen Teenager, gepiesackt und gedemütigt, will Heidi nur noch eines – zurück nach Hause in die geliebten Schweizer Berge…

    Ob E-Mail oder Handy, zeitgemäße Popmusik und Klamotten, alleinerziehende Karrierefrauen oder verzogene Einzelkinder – “Heidi”, der Film, erweist sich in allen Bereichen auf der Höhe der Zeit. Dabei hat Imboden versucht, an der Grundstimmung des Kinderkultbuchs so wenig wie möglich zu ändern. Dass dies größtenteils auch gelang, ist ein Verdienst des Schauspiel-Nachwuchses um Cornelia Gröschel, die aus 400 Bewerberinnen für die Titelrolle ausgesucht wurde, aber auch der alten Hasen wie dem 70-jährigen Leinwandveteranen Paolo Villaggio, der in einem der originellsten Momente des Films, der Duschszene, nicht ohne Stolz seinen mächtigen Bauch zu Markte trägt. Dass “Heidi” darüber hinaus auch noch sehr gefühlvoll heikle Themen wie Trennung, Trauer und Verlust anspricht, unterscheidet das Werk wohltuend von vergleichbaren Produktionen, die sich voll und ganz dem Entertainment verschrieben haben. Damit hat Kinderfilm-Spezialist MFA nach “Pettersson und Findus”, der im letzten Jahr über eine Million Besucher ziehen konnte, erneut einen Trumpf im Ärmel, der bei entsprechendem Engagement erneut an der Kinokasse stechen sollte. lasso.

Darsteller und Crew

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