Hardcore (2015)

Originaltitel: Hardcore Henry
Hardcore Poster
Userwertung (42)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Hardcore: Russische Action im Gaming-Style: Cyborg Henry muss seine Frau aus den Fängen eines Psychopathen befreien.

Henry wacht eines Tages ohne Erinnerungen in einem Versuchslabor auf. Eine junge Frau namens Estelle (Haley Bennett) legt ihm mechanische Gliedmaßen an und klärt ihn auf: Er wurde für einen speziellen Zweck als Cyborg wiederbelebt. Wenn er Glück hat, kann er sich vielleicht eines Tages an seine alte Identität erinnern. Kurz darauf bricht die Hölle los, als der mit telekinetischen Kräften begabte Psychopath Akan (Danila Kozlovsky) in das Labor eindringt und die junge Frau entführt. Nun liegt es an Henry Estelle zu befreien und seine Mission zu erfüllen. Dabei wird er von einer nie versiegenden Reihe von skrupellosen Söldnern attackiert. Die Angreifer hetzen Henry von einem spektakulären Kampf zum nächsten und führen ihn durch die labyrinthischen Straßen Moskaus. Der Cyborg bekommt schließlich unerwartet Unterstützung von dem mysteriösen Engländer Jimmy (Sharlto Copley). Doch kann Henry dem Fremden wirklich vertrauen? Oder ist Jimmy vielleicht nur ein weiterer Feind? Schon bald wird die Zeit knapp, denn Henrys Batterien halten nicht ewig. Die russisch-amerikanische Co-Produktion wurde komplett in der „Ich-Perspektive“ gedreht, die man für gewöhnlich aus Ego-Shootern kennt. Damit ist er der erste abendfüllende Film dieser Art. Der russische Regisseur Ilya Naishuller übernimmt dabei nicht nur die Ästhetik von Videospielen, sondern greift auch auf der Ebene der Geschichte zahlreiche Motive aus populären Action-Videospielen auf. Dabei zeichnet sich der rasant inszenierte Actionkracher durch rabenschwarzen Humor und exzessive Gewaltorgien aus. „Hardcore“ wurde zunächst als Musikvideo konzipiert und konnte schließlich mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne in voller Spielfilmlänge realisiert werden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Videokritik anzeigen
  • Aus Spielen ist die typische Perspektive des Egoshooters – also das Geschehen betrachtet durch die Augen des Protagonisten  - nicht wegzudenken. Der Grund: Wohl kaum eine andere Art, die Handlung zu verfolgen, zieht einen so ins Geschehen und lässt den Betrachter zum Teil des Abenteuers werden, dass vor seinen Augen ausgerollt wird. In der Welt des Gamings klappt das hervorragend. Im Film jedoch, kam diese Perspektive bislang kaum zum Einsatz. Bekanntester Vertreter: Eine mehrminütige Referenz an das Genre in “Doom“, der Videospielverfilmung von Regisseur Andrzej mit Action-Star Dwayne Johnson und Karl Urban.

    Der Grund: Auf der Leinwand ist diese Art, das Geschehen zu verfolgen, ziemlich anstrengend. Regisseur Ilya Naishuller hat sich davon aber nicht abhalten lassen, einen kompletten, abendfüllenden Film im genau diesem Stil zu drehen. Und artgerecht einen, der inhaltlich auch als Egoshooter funktioniert hätte:  Gerade eben noch mit Sterben beschäftigt, findet sich der (international) titelgebende Henry plötzlich in einem Hightech-Labor wieder. Dort wird er – besser: sein Körper – technisch massiv aufgerüstet. Das Labor verlässt er als Cyborg, als Mischform aus Mensch und Maschine.

    Sowas hat durchaus seine Vorteile – zumindest im Kampfeinsatz. Und in einen solchen wird Henry auch ziemlich schnell verwickelt: Nicht genug damit, dass ein durchgeknallter Psycho seine Frau entführt. Selbiger Psycho verfügt auch über eine Armee aus genetisch modifizierten Supersoldaten, die Henrys Körper eine möglichst kurze Haltbarkeit verleihen wollen…

    Der Rest ist eine rasante Abfolge von Kämpfen, Schusswechseln, Explosionen und sogar dem Absprung aus einem Helikopter – bei dem weniger Henry sondern mehr Moskau schwere Schäden einstecken muss. Das alles stilecht in Gaming-Optik. Dialoge? Gibt's auch. Allerdings nur von Feinden & Co – und auch dann nicht eben staatstragende. Henry selbst ist stumm. Macht nichts: Wenn’s sein muss, sprechen sowieso seine Waffen für ihn..

    Und das Kuriose: Irgendwie funktioniert das Ganze als Bildschirmunterhaltung auch noch. “Hardcore” ist rasant, teil ziemlich brutal, ebenso schwarzhumorig – und alles in allem erstaunlich unterhaltsam. Ziemlich hardcore, eben. Nicht gerade der Film, in den man seine Eltern schleppt oder die liebe Oma. Auch nicht der Film, den man goutieren kann, wenn man noch nie Hand an einen Egoshooter gelegt hat. Aber wer zwischen “Call of Duty” und “Battlefield” mal 90 launige Minute mit seinen Kumpels AFK (“away form keyboard”) verbringen will – der hat mit “Hardcore” Henry  den dazu passenden Begleiter gefunden.

    Autor: Alexander Jodl

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