Hangtime - Kein leichtes Spiel (2009)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Vinz macht gerade sein Abitur und ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen, die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehen. Und sein zwölf Jahre älterer Bruder Georg setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert, um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen. Doch der hat ganz andere Pläne.

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Kritikerrezensionen

  • In dem von Sönke Wortmann produzierten Coming-of-Age-Drama nutzt Regiedebütant Wolfgang Groos Basketball als Metapher für die Selbstfindungsreise eines jungen Mannes.

    Eigentlich ist das Sub-Genre Sportfilm, das meist als Komödie, zuweilen auch als Drama daher kommt, eine amerikanische Domäne. Doch weil bei uns Baseball, Football oder Eishockey längst nicht so beliebt sind wie in den Staaten, tun sich derartige Werke hierzulande recht schwer. Es gibt aber auch Deutsche, die mit “sportlichen” Themen verdammt viel Erfolg haben können, wie Sönke Wortmann. Erst sorgte er 2004 mit “Das Wunder von Bern” für einen Kassenknüller, dann setzte er zwei Jahre später mit der WM-Doku “Deutschland. Ein Sommermärchen” noch einen drauf. Nach zwei Mal Fußball folgt nun mit “Hangtime” Basketball. Allerdings fungiert Wortmann “nur” als Produzent und hat die Regie seinem einstigen Assistenten Wolfgang Groos überlassen. Der inszeniert nach einem Drehbuch von Christian Zübert (“Lammbock”), einem weiteren Wortmann-Schüler, sein Kinodebüt als Coming-of-Age-Drama: Vinz (Max Kidd) macht gerade sein Abitur und ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen, die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga steht. Und sein zwölf Jahre älterer Bruder Georg (Misel Maticevic) setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert, um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen. Doch der hat andere Pläne.

    Diesen Konflikt unter Brüdern unterfüttert Groos, der sein Handwerk bei der TV-Serie “Rennschwein Rudi Rüssel” verfeinerte, mit einer detailgenauen Schilderung der Stadt Hagen, dem “Manhattan des Ruhrgebiets”. Das bedeutet: triste Wohnsilos, in denen hauptsächlich Russen, Fabrikarbeiter und Hartz-IV-Empfänger vor sich hinvegetieren. Kein Wunder, dass Georg und Vinz diesem Dasein entfliehen wollen. Doch während der Ältere von Alba Berlin und den Frankfurt Skyliners fantasiert, träumt der Jüngere von einem US-Sportstipendium, knüpft zarte Bande mit der kessen Kathi und hängt ansonsten mit seinen Kumpels ab. Einer davon, Möchtegernrapper Ali, gerät dann plötzlich ins Zentrum der Story, als er bei einer nächtlichen Zigarettenklauaktion einen Finger verliert und darauf einen Versicherungsbetrug startet. Dieser Nebenplot ist durchaus skurril, witzig und makaber, lenkt aber vom eigentlichen Thema des Films ab. Und da geht es vordergründig um Basketball – Groos realisierte diese Szenen spektakulär mit deutschen Profisportlern – und hintergründig um die Selbstfindungsreise eines jungen Mannes, gespielt von Newcomer Max Kidd, den die gestrenge Filmfest-München-Jury des diesjährigen Förderpreises zum besten Darsteller kürte. Wie überhaupt das junge, unbekannte Ensemble (darunter Ex-Bravo-Girl Mirjam Weichselbraun) erfrischend unbekümmert aufspielt. Hervorragend in der Milieuschilderung und geschickt in der von Rap bestimmten Musikauswahl, erweist sich Groos allerdings ein wenig zu verspielt beim Gebrauch von allerlei Zeitraffern und Zeitlupen, Weißblitzen und zuckenden Bildern. Am Ende aber bleibt die gute, alte Basketball-Weisheit, die auch sinnbildlich für unser Leben stehen könnte, in Erinnernung: “Es gibt keinen leichten Weg zum Korb.” lasso.

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