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Hangtime - Kein leichtes Spiel (2009)

Hangtime - Kein leichtes Spiel Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Vinz macht gerade sein Abitur und ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen, die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehen. Und sein zwölf Jahre älterer Bruder Georg setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert, um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen. Doch der hat ganz andere Pläne.

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Freundschaft, Verantwortung und Teamgeist - ohne geht es nicht im Mannschaftssport Basketball. Doch zuerst sind es vielmehr die Wut über verpasste Chancen und die ganz großen Träume von einer Freiheit jenseits des tristen Alltags im mittelständischen Plattenbau, die Vinz und seinen großen Bruder Georg bewegen. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern musste Georg die eigene Basketball-Karriere aufgeben, und nun will er, dass sein talentierter Bruder in seine Fußstapfen tritt. Dieser möchte aber seine eigenen Entscheidungen treffen, Erfahrungen sammeln und seinen Weg gehen. Mit einem fetzigen Soundtrack, atemberaubend temporeichen Basketballspielszenen, einer glaubhaft gezeichneten Lebenswirklichkeit und ausgezeichneten Nachwuchsdarstellern packt die Story nicht nur die jungen Zuschauer bis zur letzten Minute. Deutscher Jugendfilm so authentisch und mitreißend wie lang nicht mehr!

    Jurybegründung:

    Regiedebütant Wolfgang Gross überzeugt mit diesem rundum gelungenen Basketballfilm. Geschickt leitet er die Geschichte des Basketball-Provinzstars 'Vinz' mit dem Ableben seiner Eltern ein, die sterben als dieser noch ein kleiner Junge ist und nun von seinem wesentlich älteren Bruder, ebenfalls ein Basketballcrack, aufgezogen wird. Dafür gibt dieser seine hoffnungsvolle Karriere als Basketballprofi auf und zieht aus der wohlbehüteten Mittelstandssiedlung in einen der sozialen Brennpunkte am Stadtrand der westfälischen Stadt Hagen. Die Übergangslösung droht zur Sackgasse zu werden, der die beiden Protagonisten jeder auf seine Weise möglichst rasch entkommen möchten.

    Hoher Erwartungsdruck lastet in den darauf folgenden Jahren auf Vinz. Als er nun endlich als Jugendlicher im Endspiel seiner Mannschaft um den Aufstieg in die Bundesliga kämpft, verliert seine Mannschaft, weil er im entscheidenden Moment zögert und sein Team nicht zum Sieg führt. Während dessen versucht sein großer Bruder ihn quasi als sein Manager anzuschieben und ihn aus der Stadt heraus in großen Sport-Clubs unterzubringen. Er will Vinz ermöglichen, was ihm verwährt blieb und damit gleichzeitig auch selbst aus der Enge der bescheidenen Verhältnisse fliehen.

    Dramaturgisch gelingt es, die Erwartungshaltung des Publikums mit einem ansprechenden Soundtrack für die jugendliche Zielgruppe zu schüren und die Spannung auf atemberaubende Weise immer weiter zu steigern. Mit rasanten Kamerafahrten und einem sportlich rasanten Schnitt, der den großen Vorbildern des amerikanischen Sportfilms in nichts nachsteht, gelingt es eine dichte, packende Story zu erschaffen, eine Geschichte vom Überwinden der inneren Blockaden. Dabei hilft die Liebe zu einer attraktiven jungen Frau, die glaubwürdig und mit guten Dialogen inszeniert wird. Das soziale Umfeld wird detailgetreu beleuchtet und das Milieu mit viel Verständnis und feinem Humor gezeichnet. Unaufdringlich, konsequent und authentisch sind die Attribute, die diesen Film nicht nur für ein jugendliches Publikum als höchst gelungen auszeichnen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Coming of Age-Filme sind seit ca. fünf Jahren ziemlich out in Deutschland. Mit gutem Grund: bis damals war schon so ungefähr ziemlich alles auserzählt, was diese Geschichten vom Erwachsenwerden hergeben könnten. Die damalige Schwemme (am berühmtesten vielleicht „Nichts bereuen“ mit Daniel Brühl) lag wohl daran, dass viele der Regisseure Abgänger von Filmhochschulen waren und einfach von dem erzählten, was sie kannten in ihrem jungen Leben. Doch irgendwann, irgendwie, irgendwo ist das eben auch alles so ziemlich dasselbe.

    Nun versucht Wolfgang Groos es nocheinmal. Aus aussichtsloser Position zwar, aber andererseits: ein bisschen hätte er sich schon anstrengen können, um wenigstens nicht ganz sang- und klanglos unterzugehen. Wobei: als langjähriger Regieassistent von Sönke Wortmann, der seit ca. 15 Jahren nicht mal einen handwerklich guten Film mehr zustande gebracht hat (wenn sie auch erfolgreich waren), konnte er vielleicht auch gar nicht so viel lernen, um aus einem ausgelutschten Thema noch etwas halbwegs Erträgliches zu machen.

    Immerhin, das muss man ihm lassen: er hat für seine Basketballer-Geschichte Schauspieler gefunden, die tatsächlich Körbe werfen können. Das ist aber auch so ziemlich alles. Die Figuren des Films sind uninspiriert, um nicht zu sagen eindimensional: Bruder Georg will seine eigene, verpasste Karrierechance in Vinz, dem Basketballtalent, verwirklichen. Kathi ist schön und blond und hat sonst keine besonderen Merkmale. Vinz’ Freund Ali ist der Quoten-Migrant mit großen Plänen, als HipHop-Star in Berlin groß rauszukommen, kifft viel, klopft Sprüche und trifft dauernd dumme Entscheidungen, die ihm auch mal einen Finger kosten – was Ausländer halt so machen. Und Vinz: er will Basketballspielen und weiß sonst noch nicht, was er im Leben machen will. Der typische fast-erwachsene Teenager halt, wie er in tausend Filmen vorkommt.

    Sportlerfilm und Bruderkonflikt und erste Liebe und der Mythos des letzten Sommers vor dem Erwachsenwerden, die Verwirklichung von Träumen und eine Metapher, die es sogar in den Filmtitel geschafft hat (Hangtime ist nämlich, das wird im Film mehrmals erklärt, die Zeit, in der der Basketballer beim Sprung in der Luft hängt, der Zeitpunkt, an dem sich entscheidet, ob der Ball den Korb treffen wird oder nicht): das packt Groos in seinen Film, ohne dass daraus irgendwelche spannenden, unterhaltsamen, vielleicht gar berührenden Momente entstünden. Alles ist halt schon so oft erzählt worden, dass die Luft ziemlich raus ist.

    Und Groos begeht auch noch schlichte handwerkliche Fehler: wenn er das Werbevideo des US-Basketball-Colleges auf einem PC-Monitor zeigt, bleibt die Zeitleiste des Mediaplayers – obwohl der Film läuft – immer auf 1:51 Minuten stehen. Da haben schlicht die Special-Effects-Programmieren geschlafen.

    Fazit: Neuer Aufguss einer ewig gleichen Coming of Age-Geschichte, diesmal im Basketballermilieu.
  • In dem von Sönke Wortmann produzierten Coming-of-Age-Drama nutzt Regiedebütant Wolfgang Groos Basketball als Metapher für die Selbstfindungsreise eines jungen Mannes.

    Eigentlich ist das Sub-Genre Sportfilm, das meist als Komödie, zuweilen auch als Drama daher kommt, eine amerikanische Domäne. Doch weil bei uns Baseball, Football oder Eishockey längst nicht so beliebt sind wie in den Staaten, tun sich derartige Werke hierzulande recht schwer. Es gibt aber auch Deutsche, die mit “sportlichen” Themen verdammt viel Erfolg haben können, wie Sönke Wortmann. Erst sorgte er 2004 mit “Das Wunder von Bern” für einen Kassenknüller, dann setzte er zwei Jahre später mit der WM-Doku “Deutschland. Ein Sommermärchen” noch einen drauf. Nach zwei Mal Fußball folgt nun mit “Hangtime” Basketball. Allerdings fungiert Wortmann “nur” als Produzent und hat die Regie seinem einstigen Assistenten Wolfgang Groos überlassen. Der inszeniert nach einem Drehbuch von Christian Zübert (“Lammbock”), einem weiteren Wortmann-Schüler, sein Kinodebüt als Coming-of-Age-Drama: Vinz (Max Kidd) macht gerade sein Abitur und ist das größte Talent der Basketballmannschaft von Phoenix Hagen, die kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga steht. Und sein zwölf Jahre älterer Bruder Georg (Misel Maticevic) setzt alles daran, Vinz ganz groß rauszubringen. Der Ehrgeiz kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem tragischen Unfalltod der Eltern hat er damals seine eigene Basketballkarriere geopfert, um sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Jetzt will Georg das, was ihm einst verwehrt blieb, mit Vinz schaffen. Doch der hat andere Pläne.

    Diesen Konflikt unter Brüdern unterfüttert Groos, der sein Handwerk bei der TV-Serie “Rennschwein Rudi Rüssel” verfeinerte, mit einer detailgenauen Schilderung der Stadt Hagen, dem “Manhattan des Ruhrgebiets”. Das bedeutet: triste Wohnsilos, in denen hauptsächlich Russen, Fabrikarbeiter und Hartz-IV-Empfänger vor sich hinvegetieren. Kein Wunder, dass Georg und Vinz diesem Dasein entfliehen wollen. Doch während der Ältere von Alba Berlin und den Frankfurt Skyliners fantasiert, träumt der Jüngere von einem US-Sportstipendium, knüpft zarte Bande mit der kessen Kathi und hängt ansonsten mit seinen Kumpels ab. Einer davon, Möchtegernrapper Ali, gerät dann plötzlich ins Zentrum der Story, als er bei einer nächtlichen Zigarettenklauaktion einen Finger verliert und darauf einen Versicherungsbetrug startet. Dieser Nebenplot ist durchaus skurril, witzig und makaber, lenkt aber vom eigentlichen Thema des Films ab. Und da geht es vordergründig um Basketball – Groos realisierte diese Szenen spektakulär mit deutschen Profisportlern – und hintergründig um die Selbstfindungsreise eines jungen Mannes, gespielt von Newcomer Max Kidd, den die gestrenge Filmfest-München-Jury des diesjährigen Förderpreises zum besten Darsteller kürte. Wie überhaupt das junge, unbekannte Ensemble (darunter Ex-Bravo-Girl Mirjam Weichselbraun) erfrischend unbekümmert aufspielt. Hervorragend in der Milieuschilderung und geschickt in der von Rap bestimmten Musikauswahl, erweist sich Groos allerdings ein wenig zu verspielt beim Gebrauch von allerlei Zeitraffern und Zeitlupen, Weißblitzen und zuckenden Bildern. Am Ende aber bleibt die gute, alte Basketball-Weisheit, die auch sinnbildlich für unser Leben stehen könnte, in Erinnernung: “Es gibt keinen leichten Weg zum Korb.” lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

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