Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2012)

Originaltitel: Hansel and Gretel: Witch Hunters
Hänsel und Gretel: Hexenjäger Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Hänsel und Gretel: Hexenjäger: "Bourne"-Star Jeremy Renner und Bondgirl Gemma Arterton als Action-Geschwister, die sehr frei nach dem Grimms-Märchen bösen Hexen den Garaus machen - ziemlich schräg und ziemlich blutig...

Viele Jahre nachdem sie von ihren Eltern scheinbar grundlos im Wald ausgesetzt und damit in einem Pfefferkuchenhaus einer teuflischen Kreatur zum Fraß vorgesetzt wurden, sind Hänsel und Gretel zu legendären Hexenjägern gereift. Als in den Wäldern von Augsburg immer wieder Kinder spurlos verschwinden, gehen die Geschwister der Sache nach und stoßen auf eine starke, gefährliche Hexe, die nicht nur hinter den vermissten Kindern, sondern auch den traumatischen Erlebnissen ihrer eigenen Vergangenheit steckt.

Nach traumatischen Kindheitsererlebnissen stellen Hänsel und Gretel als zu allem entschlossene Jäger Hexen nach. Blutiger und starbesetzter Genrespaß, der die grimmschen Geschwister zu Actionhelden macht.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (4)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Märchen mit Twist: Zwar vorhersehbarer, aber unterhaltsamer Action-Film, der auch mit seinen kleinen Splatter-Einlagen sympathisch ist.
  • Tommy Wirkolas Genrespaß zeigt die legendären grimmschen Geschwister als gereifte und blutig entschlossene Waldschützer.

    Wenn schon Abraham Lincoln als Vampirjäger enttarnt wurde, erfordern Hänsel und Gretel als professionelle Hexenkiller keinen großen Gedankenschritt, zumal die Geschwister schon im Märchen Ersterfahrungen machten. Das berühmte Pfefferkuchenhaus und die als Heizmaterial entsorgte monströse Besitzerin markieren auch den Prolog dieses actionreichen Funfilms, dessen persönliche Note bereits durch das rötlich gefärbe Paramount-Logo hinreichend erklärt ist. Die drastische, mit Comic-Touch gepaarte Härte begleitet den vierten Kinofilm des norwegischen Genrespezialisten Tommy Wirkola, der in der heimatlichen Bergwelt bereits Nazi-Zombies entdeckte, bis zum Ende und gibt dem zentralen Schauplatz Augsburg ein neues Image weit entfernt von jeglicher Puppenkisten-Heimeligkeit. Nach ihren traumatischen Kindheitserlebnissen sind Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) hauptberufliche Hexenjäger mit einem stattlichen Arsenal an Waffen, die sie auch als höchstbegabte Tüftler ausweisen. Das Spektrum reicht von handlichen Riesenwummen bis hin zu frühelektrischen Tasern mit Kurbelmechanismus, das Jagdziel in der von Wirkola mitverfassten Story sind Hexen, die Kinder entführen, um sie für das Blutmondritual opfern zu können. Auch wenn Thomas Mann in diesem Film eine tragende Rolle spielt, ist die erzählte Geschichte kein Diskussionsgegenstand für Germanistenseminare und Mann tatsächlich nur ein texanischer Schauspieler, der in seiner Rolle als Nachwuchsjäger den Geschwistern zur Hand geht. Renner und Arterton nehmen den Film nicht ernster, als er sich selbst und sind ein sympathisches Duo im Kampf gegen die Haupthexe, die Famke Janssen mit sichtbarer Lust am Bösen belebt. Der an deutschen Drehorten, darunter Bamberg und Babelsberg, realisierte und von Starkomiker Will Ferrell mitproduzierte Film macht das Beste aus seinem 60 Millionen-Dollar-Budget und kann auf ein einige harte, kinetische und in der Harmonie von Stunt, Schnitt, Effekt und Inszenierung überdurchschnittlich gute Actionsequenzen bauen. Ein Funfilm mit Splatternote, weder provokant noch durchgeknallt, sondern kurz, knackig und, dank eines großherzigen Riesen, auch trollig. kob.
  • Nicht nur das deutsche Kind kennt die Märchen der Gebrüder Grimm und auch, dass sie in ihren Geschichten nicht gerade zimperlich waren, ist kein Geheimnis. Der Norweger Tommy Wirkola ("Dead Snow") spinnt die Geschichte rund um den germanischen Klassiker nun noch ein bisschen weiter. In seiner Version haben sich Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) zu rachsüchtigen Hexenkillern entwickelt. In einem steten Blutrausch metzeln die Geschwister sich durch den Märchenwald und setzen alles daran, den bösen Hexen den Garaus zu machen.

    Der Film kann zu allererst durch seine originelle Idee, eine Prise Selbstironie und viel, viel Gemetzel punkten. Die Gewaltorgie dürfte vor allem die Herzen von Slasher Fans höher schlagen lassen. Wirkola fallen ein Dutzend verschiedener Wege ein, seine Hexen zu erledigen. Gespannte Drahtseile, die die Damen in tausend Stücke zerteilen und gezielt abgetrennte Köpfe sind nur zwei davon.

    Wirkola verrät, dass er die Idee zu einer blutigen Version von "Hänsel und Gretel" schon zu Studienzeiten hatte und ihm schon damals prophezeit wurde, dass er es damit nach Hollywood schaffen würde. Die eigentliche Story ist dabei nebensächlich. Der Regisseur will vor allem eins: durch groteske Bilder unterhalten. Über weite Teile gelingt dies auch wirklich gut. Die sehr überschaubare Lauflänge von 88 Minuten trägt durchaus dazu bei, dass Langeweile gar nicht erst aufkommt.

    Mit kleinen Gags kann der Film auch dienen. Hänsel hat von seinem Knusperhäuschen-Schmaus nämlich Diabetes davongetragen und ohne regelmäßige Spritzen ist nichts mehr mit Superheld. Im Interview wirken Jeremy Renner ("Avengers", "Das Bourne Vermächtnis") und Gemma Arterton ("Song for Marion", "Immer Ärger mit Tamara") durchaus, als wüssten sie, was sie hier für einen Blödsinn fabriziert haben. Aber das macht nichts, denn der Film will vor allem eines: Spaß machen.

    Wer sich "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" ansieht, der weiß sicherlich, dass er sich dabei auf Klamauk á la "Abraham Lincoln Vampirjäger" einlässt. Und wenn man keine hohen Erwartungen an die Story selber hat, ist man mit der eigenwilligen Märchenadaption auch ganz gut bedient.

    Fazit: "Hänsel und Gretel Hexenjäger " richtet sich vor allem an Fans des ausgefallenen Genre. Jeremy Renner und Gemma Arterton liefern Unmengen an Gemetzel und kurzweilige Unterhaltung. Wer mit "Abraham Lincoln Vampirjäger" Spaß hatte, der wird sicher auch hieran Gefallen finden.
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