Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2012)

Originaltitel: Hansel and Gretel: Witch Hunters
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Hänsel und Gretel: Hexenjäger: "Bourne"-Star Jeremy Renner und Bondgirl Gemma Arterton als Action-Geschwister, die sehr frei nach dem Grimms-Märchen bösen Hexen den Garaus machen - ziemlich schräg und ziemlich blutig...

Viele Jahre nachdem sie von ihren Eltern scheinbar grundlos im Wald ausgesetzt und damit in einem Pfefferkuchenhaus einer teuflischen Kreatur zum Fraß vorgesetzt wurden, sind Hänsel und Gretel zu legendären Hexenjägern gereift. Als in den Wäldern von Augsburg immer wieder Kinder spurlos verschwinden, gehen die Geschwister der Sache nach und stoßen auf eine starke, gefährliche Hexe, die nicht nur hinter den vermissten Kindern, sondern auch den traumatischen Erlebnissen ihrer eigenen Vergangenheit steckt.

Nach traumatischen Kindheitsererlebnissen stellen Hänsel und Gretel als zu allem entschlossene Jäger Hexen nach. Blutiger und starbesetzter Genrespaß, der die grimmschen Geschwister zu Actionhelden macht.

Auf DVD & Blu-ray (4)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    Märchen mit Twist: Zwar vorhersehbarer, aber unterhaltsamer Action-Film, der auch mit seinen kleinen Splatter-Einlagen sympathisch ist.
  • Tommy Wirkolas Genrespaß zeigt die legendären grimmschen Geschwister als gereifte und blutig entschlossene Waldschützer.

    Wenn schon Abraham Lincoln als Vampirjäger enttarnt wurde, erfordern Hänsel und Gretel als professionelle Hexenkiller keinen großen Gedankenschritt, zumal die Geschwister schon im Märchen Ersterfahrungen machten. Das berühmte Pfefferkuchenhaus und die als Heizmaterial entsorgte monströse Besitzerin markieren auch den Prolog dieses actionreichen Funfilms, dessen persönliche Note bereits durch das rötlich gefärbe Paramount-Logo hinreichend erklärt ist. Die drastische, mit Comic-Touch gepaarte Härte begleitet den vierten Kinofilm des norwegischen Genrespezialisten Tommy Wirkola, der in der heimatlichen Bergwelt bereits Nazi-Zombies entdeckte, bis zum Ende und gibt dem zentralen Schauplatz Augsburg ein neues Image weit entfernt von jeglicher Puppenkisten-Heimeligkeit. Nach ihren traumatischen Kindheitserlebnissen sind Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) hauptberufliche Hexenjäger mit einem stattlichen Arsenal an Waffen, die sie auch als höchstbegabte Tüftler ausweisen. Das Spektrum reicht von handlichen Riesenwummen bis hin zu frühelektrischen Tasern mit Kurbelmechanismus, das Jagdziel in der von Wirkola mitverfassten Story sind Hexen, die Kinder entführen, um sie für das Blutmondritual opfern zu können. Auch wenn Thomas Mann in diesem Film eine tragende Rolle spielt, ist die erzählte Geschichte kein Diskussionsgegenstand für Germanistenseminare und Mann tatsächlich nur ein texanischer Schauspieler, der in seiner Rolle als Nachwuchsjäger den Geschwistern zur Hand geht. Renner und Arterton nehmen den Film nicht ernster, als er sich selbst und sind ein sympathisches Duo im Kampf gegen die Haupthexe, die Famke Janssen mit sichtbarer Lust am Bösen belebt. Der an deutschen Drehorten, darunter Bamberg und Babelsberg, realisierte und von Starkomiker Will Ferrell mitproduzierte Film macht das Beste aus seinem 60 Millionen-Dollar-Budget und kann auf ein einige harte, kinetische und in der Harmonie von Stunt, Schnitt, Effekt und Inszenierung überdurchschnittlich gute Actionsequenzen bauen. Ein Funfilm mit Splatternote, weder provokant noch durchgeknallt, sondern kurz, knackig und, dank eines großherzigen Riesen, auch trollig. kob.

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