Grossstadtklein (2013)

Grossstadtklein Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Grossstadtklein: Coming-of-Age- und Familien-Komödie um einen jungen Mann aus MeckPomm, der in Berlin einen wilden Sommer erlebt.

Ole ist Anfang 20, lebt in MeckPomm und düst am liebsten mit seinen Kumpels auf dem Moped herum. Das süße Nichtstun hat jedoch ein Ende, als ihm Opa einen Praktikumsplatz in Berlin besorgt. Wohnen kann Ole bei Cousin Rokko, der das Landei aber nicht gerade mit offenem Armen empfängt – ganz im Gegensatz zur quirligen Frizzi. Als sich etwas mit der hübschen Kindergärtnerin anzubahnen scheint, bringt Ole ein Anruf völlig aus dem Konzept. Opa ist tot, und natürlich wird er zur Beerdigung in MeckPomm erwartet.

Ein Twen aus der Kleinstadt im Osten tritt eine Praktikumssstelle in Berlin an und erlebt fortan diverse Abenteuer. Coming-of-Age- und Familienkomödie, mit der sich Tobias Wiemann als Talent mit Potenzial empfiehlt.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schon häufiger griffen junge Filmemacher die Ausgangsidee "Landei landet in der Metropole" mit Werken wie "Berlin am Meer", "Wir" oder "Fünf Zimmer, Küche, Bad" auf und variierten sie. Wie schon der Titel andeutet, fügt Tobias Wiemanns Debüt "Grossstadtklein" noch die Provinz-Komponente hinzu, von welcher der jugendliche Protagonist nie ganz loskommt. Daher spielt sich ein Teil der Handlung gleichsam in dessen Heimat ab, denn unbewältigte Konflikte mit Freunden und Familie wirken noch im neuen Zuhause nach. Zunächst muss sich der schüchterne Frischling im Großstadtwirrwarr gegenüber Kollegen und Mitbewohnern behaupten lernen sowie erste ernüchternde Erfahrungen in Sachen Liebe machen, bevor die familiären Zwistigkeiten in geordnete Bahnen gelenkt werden können.

    Selbst wenn man es zuvor nicht wusste, dass Til Schweiger diese Coming-of-Age-Familienkomödie mit seinen Firmen "Barefoot Films" und "Mr. Brown Entertainment" produzierte, erkennt man relativ schnell dessen Handschrift. Stärken und Schwächen vieler Schweiger-Arbeiten bestimmen gleichfalls die Komödie "Grossstadtklein": Neben bewährten Figurenkonstellationen wie die chaotischen besten Freunde, die stark an "Rubbeldiekatz" von Schweigers Stammautorin Anika Decker erinnern, kommen vertraute Darsteller aus seinen Regiearbeiten (Kostja Ullmann, Jytte-Merle Böhrnsen), ein mitunter derber Humor sowie der eingängige, soulige Pop-Soundtrack zum Einsatz, der mitunter etwas aufdringlich eingesetzt wird. Sogar die kleinen Frechdachse dürfen nicht fehlen: Mit ‚Elvis’ taucht ein verwöhnt-aggressiver Bengel auf, dem aus Rache schließlich böse mitgespielt wird.

    Dem hiesigen Komödien-Schema scheint auch die selbstbewusste Fritzi entsprungen, die dem Jungspund zunächst den Kopf verdreht, um ihm später die kalte Schulter zu zeigen. Einst von ihrem Freund verlassen, wird die attraktive Blondine nun von Bindungsängsten geplagt, was ihr sprunghaftes Handeln begründen soll. Souverän mimt Moderator Klaas Heufer-Umlauf in seiner ersten größeren Kinorolle den überheblichen Cousin, dessen Panzer bald ebenfalls aufbricht. Nach Kurzauftritten in deutschen Independent-Produktionen schon während seiner "Viva"-Zeit und Parts in Tobias Wiemanns Kurzfilmen steht der gefragte Entertainer nicht zum ersten Mal vor einer Filmkamera.

    Heufer-Umlauf kommen einige der besseren Pointen zu, während an anderen Stellen mitunter Standardsituationen wie das Aussperren im Hausflur ohne Wohnungsschlüssel oder die ausufernde Schlägerei in einer Nachtbar bemüht werden, wobei Klamauk und etwas Pathos stets nicht fern sind. Als großer Verehrer von Wes Anderson ("The Royal Tennenbaums") hätte Wiemann ein wenig mehr von dessen lakonischem Humor einstreuen sollen. Stimmungsvolle Momente aus Großstadtvergnügen und Kleinstadtnöten, von der gemeinsamen Nacht in der verbotenen Waschanlage bis zur Aussprache bei strömenden Regen liefern atmosphärische Impressionen, doch stärkere Akzente auf ruhigere Zwischentöne hätten "Grossstadtklein" nicht geschadet.

    Fazit: "Grossstadtklein" von Produzent Til Schweiger liefert eine streckenweise amüsante Coming-of-Age- und Familien-Tragikomödie mit guter Besetzung, die ihr Heil aber öfter in pubertärem Humor sucht.
  • Nachwuchsregisseur Tobias Wiemann inszeniert seine romantisch-komödiantische Coming-of-Age-Story ganz im Geiste seines Produzenten und Förderers Til Schweiger.

    Gib dem Nachwuchs eine Chance – unter diesem Motto stand offensichtlich das Projekt “Großstadtklein”, das Tom Zickler und Til Schweiger für Tobias Wiemann produzierten. Der Jung-Autor und -Regisseur nahm das Angebot dankbar an und inszenierte ganz im Geiste seines Mentors. Das heißt: Wiemann hat sich in Sachen Struktur und Story an Hits wie “Keinohrhasen” oder “Kokowääh” gehalten, den bewährten Mix aus deftiger Comedy und sentimentaler Melodramatik übernommen und auch Folgendes verinnerliche: den regelmäßigen Wechsel zwischen Dialogszenen und atmosphärischen, mit viel Popmusik unterlegten Sequenzen, in denen man die Krisen geschüttelten Protagonisten in nachdenklichen Posen beobachten kann.

    Lediglich das Alter der Hauptfiguren ist ein wenig jünger bei “Großstadtklein”, schließlich wird ja eine Coming-of-Age-Geschichte erzählt, von einem schüchternen Landei, das in die Millionenmetropole kommt und dort das Leben und die Liebe kennenlernt. Für zusätzliches Konfliktpotenzial sorgt außerdem ein jahrzehntelanger Familienstreit. Schön sind die Berlin-Impressionen, die dank fetzigem Score noch mehr Wirkung zeigen, und witzig ist der zum Teil anarchische Humor, etwa wenn Erzieherin (!) Frizzi einem rotzfrechen, mit Leuchtschwert bewaffneten Kindergartenbengel dessen Geburtstagstorte samt Goldpappkrone klaut. Gerade auf darstellerischer Ebene kann man bei dem hippen Initiationsfilm viel Spaß haben. Denn nicht nur Jytte-Merle Böhrnsen ist als quirlig-frivole Frizzi ein Genuss, auch die Sidekicks von Jacob Matschenz – Kostja Ullmann und Pit Bukowski – sorgen als Dorfrowdys in Berlin für viele köstliche Culture-Clash-Momente, und der kultige ProSieben-Moderator Klaas Heuer-Umlauf zeigt als Oles cooler Cousin, dass er auch das Schauspielhandwerk beherrscht. Weil die “Alten” um Tobias Moretti ebenfalls gute Arbeit abliefern, lassen sich auch poetische Deutsch-Rock-Phrasen wie “Dein Atem tut mir so weh” oder profane Botschaften wie “Familie hat man lieb, auch wenn man sie nicht mag” leichter verschmerzen. Und so verlässt man nach einem dicken Versöhnungsfinale einmal mehr sichtlich gerührt und mit einem angenehmen Bauchgefühl den Kinosaal. lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • "Großstadtklein": Erster Trailer zu Til Schweigers Komödie

    In der Sommerkomödie "Großstadtklein" von Produzent Til Schweiger wird Jacob Matschenz als Landei in die Großstadt Berlin geschickt, "damit etwas aus dem Jungen wird". Nun ist der erste Trailer eingetroffen und verspricht ein witziges Kinovergnügen.

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