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Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! (2010) Film merken

Originaltitel: Diary of a Wimpy Kid
Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt!: Erste Verfilmung eines der Erfolgscomics von Jeff Kinney, in dem ein ungelenker Junge seine täglichen Erfahrungen an vorderster Front auf dem Schlachtfeld Schule in einem Journal festhält.

Greg Heffley verbringt sein erstes Jahr an der Middle School und sieht sich als etwas ungelenker Außenseiter mit einer Vielzahl von Regeln und Riten konfrontiert, mit denen sich die Kids ihre Hierarchie in der Schule eingerichtet haben. Greg ist ganz unten in der Hackordnung. Er hat in Rowley einen übergewichtigen besten Freund, in Rodrick einen schrecklichen älteren Bruder und in Patty eine Erzfeindin, die ihn spielend aufs Kreuz legen kann. Seine Erfahrungen hält er in einem Journal fest – Tagebuch klingt zu sehr nach Weichei. Dann lernt er die etwas ältere Angie kennen, und eine völlig neue Welt tut sich auf.

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Schon der erste Tag auf der Junior Highschool läuft für Greg vollkommen anders, als geplant. Sein Vorhaben der beliebteste Schüler zu werden, scheitert hoffnungslos, denn sein übergewichtiger Freund und Sitznachbar Rupert und die Erzfeindin Patty, die ihn spielend aufs Kreuz legen kann, lassen ihn nicht besonders cool dastehen. Die urkomische Schülerkomödie, die auf der beliebten comicartig bebilderten Romanvorlage von Jeff Kinney basiert, handelt von einem Wunsch, der jedem bekannt vorkommt: Was muss ich tun, um beliebt zu sein? In diesem Fall schön zu sehen, dass Beliebtheit nicht unbedingt etwas mit gutem Aussehen oder Cleverness zu tun hat, sondern mit Integrität, Selbstvertrauen und wahrer Freundschaft. Doch als Greg dies merkt, ist es schon fast zu spät... Das intelligent durchdachte Drehbuch von Regisseur Thor Freudenthal, der spielerische Einsatz amüsanter Animation und die kunterbunte Zusammensetzung der sonderbarsten Typen machen diesen Film zu einem besonderen Erlebnis, so aufregend wie ein erster Schultag. Umwerfend komisch, herzlich und charmant - hier kommen Jung und Alt voll auf ihre Kosten!

    Jurybegründung:

    Die Schule ist ein Ort des Schreckens - so empfinden es viele, wenn nicht die Mehrheit der Kinder und Teenager und ganz vergessen werden sie diesen Horror auch als Erwachsene nicht. Deshalb kann sich bei dieser Komödie über das erste Jahr eines kleinen Jungen auf der Junior Highschool sowohl ein junges wie auch ein erwachsenes Publikum sofort einfühlen - selbst in Deutschland, denn dort herrscht zwar ein anderes Schulsystem, aber die Mechanismen, nach denen Jugendliche miteinander umgehen, sind die gleichen. Und so wächst einem Greg Heffley zu Beginn des Films schnell ans Herz. Denn er ist einer von jenen ewigen Verlierern, die schlau genug sind, ihre eigene Misere zu erkennen und versuchen, mit immer neuen Strategien in ihrer Klasse beliebt und erfolgreich zu werden, dabei aber ständig tragikomisch scheitern.

    Greg leidet besonders darunter, dass die meisten seiner Mitschüler viel schneller wachsen und sich entwickeln als er. Dies wird durch eine sehr komische Bilderfolge deutlich, die die Kinder jeweils im letzten und im ersten Schuljahr zeigt. Die Mädchen sind grundsätzlich größer als er und bei vielen seiner Schulkameraden sprießen schon die ersten Körperhaare, während Greg sich zwar noch gar nicht für Mädchen interessiert, ihm dafür aber grundsätzlich alles peinlich ist. Herunterschauen kann er nur auf den allerkleinsten Klassenkameraden und auf seinen Freund Rupert, der noch uncooler ist als er. Gregs Problem ist, dass er sich zu sehr bemüht und sich dabei immer mehr in einen egozentrischen Opportunisten verwandelt. Dieser schleichende Prozesse, bei dem der vermeintliche Held und Sympathieträger immer unangenehmer wird, bewirkt, dass das Publikum ihn und seine Erzählweise immer mehr in Frage stellt und dabei selber moralische Entscheidungen treffen muss. Für einen Familienfilm ist dies ein erstaunlich ambitionierter Ansatz.

    Der Film nimmt sein Publikum, egal welchen Alters, ernst - und gerade deswegen zünden seine Lacher so gut. Auf solch ein Leitmotiv wie die faulende Käsescheibe, deren Berührung jedes Kind zu einem Aussätzigen macht, kommt nur ein Autor, der genau darum weiß, wie gefürchtet und vernichtend die Verachtung durch die Mitschüler sein kann. Auch wenn diese, wie viele andere Pointen und Ideen des Films aus der illustrierten Romanvorlage von Jeff Kinney stammen, darf man die Leistung des Regisseurs Thor Freudenthal nicht gering schätzen, denn GREGS TAGEBUCH ist auch mit vielen rein filmischen Lachern gespickt. So etwa, wenn Greg sich selbst in der Zukunft als einen erfolgreichen, muskelstrotzenden Erwachsenen und seinen Konkurrenten als zusammengesunkenen alten Mann sieht, beide aber immer noch mit ihren Kinderstimmen reden. So lehrt der Film, über die Schrecken der Schulzeit zu lachen - am besten schon dann, wenn man ihnen noch nicht entwachsen ist.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Der Film basiert auf Jeff Kinneys gleichnamigem Cartoon-Roman über die Nöte eines Heranwachsenden, der dank seines bissigen Humors weltweit zum Bestseller wurde. Die Jugendkomödie von Regisseur Thor Freudenthal aber verknetet den frechen Witz des Buchs zu einer augenzwinkernden, pädagogisch unbedenklichen Handlung, in der der junge Ich-Erzähler auf den Pfad der Tugend finden muss und seinen Freund nicht länger verachten darf.

    Vielleicht ist Jeff Kinneys Buch einfach nicht für einen Realfilm geeignet: Zum einen ist der Antiheld Greg Heffley gerade auf die Middle School gekommen, die Schüler im Alter von elf bis 14 Jahren vereint. Wenn man aber die Comiczeichnungen, die den Text reichlich garnieren, auf sich wirken lässt, stellt man sich den schlaksigen Jungen und die Idioten, von denen er sich in der Schule umzingelt sieht, dem Jugendalter schon etwas näher vor. Zum anderen ist Gregs Sprache sehr ironisch, versteht es ausgezeichnet, die Fettnäpfchen, die im Alltag eines aufstrebenden jungen Menschen herumlauern, nüchtern und in ihrer ganzen Situationskomik zu benennen.

    Im Realfilm aber, zumindest in diesem, gelingt dieser demaskierende Monolog des Jugendlichen nicht: Zum einen ist der Hauptdarsteller Zachary Gordon erstaunlich klein und wirkt nicht so schlaksig wie das leicht gekrümmte Strichmännchen Greg im Buch. Diesem Filmcomedian in Miniatur, so nett er auch aussieht, nimmt man das Streben nach Coolsein und die generelle Unzufriedenheit Gregs nicht ab. Zum anderen spricht er gut gelaunt direkt die Zuschauer an, und das in einer augenzwinkernden Art, die besagt: Unter uns, wir wissen doch, wie der Hase läuft... Selbstzweifel und peinliche Berührtheit gehen ihm völlig ab.

    Regisseur Thor Freudenthal streut zwar einige sehr hübsche Animationen in die Handlung ein, die einzelne Zeichnungen nach Art des Buches auf die Leinwand kritzeln und sie in Bewegung setzen. Diese Beigaben sind die weitaus lustigsten Momente des Films. Denn die Zeichnungen sind auch Karikaturen, die die Personen zugespitzt doof aussehen lassen. Gregs Freund Rowley zum Beispiel hat in Kinneys Cartoons dauernd seinen großen Mund offen. Im Realfilm ist Rowley natürlich weniger auffällig geraten.

    Der bissige Witz der Cartoongeschichten, etwa, wenn Rowleys Vater die Videospiele der beiden Jungen auf ihren Gewaltfaktor untersucht und damit aus der Sicht Gregs die Misere der unfreien Jugend wie auch die lächerliche Einfalt des Erwachsenen offenbart, ist im Film auf pädagogische Korrektheit hin geglättet. Diese Szene kommt gar nicht erst vor und die ausgewählten Anekdoten, wie der Cartoonwettbewerb oder das Abenteuer als Schulweghelfer, werden verändert. So kommen die Erwachsenen niemals ins Zwielicht, eignen sich folglich aber auch nicht als komische Figuren, und Greg macht den typischen Reifeprozess eines fehlgeleiteten Filmmenschen durch, der erkennen muss, wie unfein er sich benommen hat. Tröstlich bleibt immerhin, dass dieser Film die hübsche Geschichte in Papierform nicht aus der Welt schafft.

    Fazit: Die entlarvend komischen, scharfsichtigen Erkenntnisse eines Heranwachsenden aus der Feder Jeff Kinneys gehen im gleichnamigen Realfilm unter.
  • Amüsante Adaption eines illustrierten Kinderbuches um den leidvollen Schulalltag eines gehänselten Elfjährigen, der um jeden Preis an sozialen Status gewinnen möchte.

    Das erfolgreiche Kinderbuch “Gregs Tagebuch” von Jeff Kinney (bislang 28 Mio. verkaufte Exemplare weltweit) ist mit schwarzweißen Zeichnungen illustriert, die es nun auch im Film von Regisseur Thor Freudenthal zu sehen gibt. Der in Berlin geborene Freudenthal gab 2008 mit der charmanten Familienkomödie “Das Hundehotel” sein Debüt und liefert jetzt ähnlich gelungene generationsübergreifende Unterhaltung. Vier Drehbuchautoren zeichnen für die Adaption verantwortlich, die sich nah an die Vorlage hält und durch trocken-selbstironischen Witz auszeichnet.

    Der Sechstklässler Greg Heffley (Zachary Gordon als sympathischer Allerweltsjunge) hat es nicht leicht in seinem jungen Leben: Zu Hause ist er seinem älteren Bruder Roderick ausgeliefert, sein kleiner Bruder Manny nervt ihn tierisch und seine Eltern (Steve Zahn und Rachael Harris) meinen es zwar gut, trotzdem fühlt er sich oft ignoriert oder er schämt sich, beispielsweise als seine Mutter ihn am ersten Schultag vor versammelter Schülerschaft zu ruft, “ich lieb dich”. Schnell sind der zu klein geratene Greg und sein bester Freund, das gutmütige Pummelchen Rowley (Robert Capron) im Fadenkreuz der Schulrüpel. Aller Demütigungen zum Trotz will Greg unbedingt, in den Populäritätsolymp seiner Schule aufsteigen. Dafür versucht er sich im Ringen und beim Schultheater, wobei er sich jedes Mal mit seiner Erzfeindin Pattie konfrontiert sieht. Auch seine Freundschaft mit Rowley, der liebenswert unschuldig bleibt, wird auf die Probe gestellt. So gibt esfür Greg nicht nur im Unterricht, sondern auch fürs Leben viel zu lernen.

    Freudenthals Inszenierung balanciert Komik und Gefühle, während er die Story flott vorantreibt. So erinnert die Kiddiekomödie an eine “Clueless – Was sonst?”-Variante für Jungs, die originell genug ist, auch den Rest der Familie zu amüsieren. Fast alle im Genre üblichen Typen werden abgedeckt, darunter auch das coole Girl vom Dienst, in diesem Fall die rebellische Angie (“Hit-Girl” Chloe Moretz aus “Kick-Ass”). Ein paar milde Bad-Taste-Gags fehlen ebenfalls nicht, doch es sind insbesondere die drolligen Dialoge, die Spaß machen. Filmische Fortsetzungen nach der fünfteiligen Buchreihe sind daher nicht ausgeschlossen. ara.

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