Green Zone (2010)

Green Zone Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Green Zone: Actionthriller über ein US-Kommando, das 2003 im Irak Massenvernichtungswaffen sucht und dabei eine politisch-militärische Intrige mit Hintermännern in Washington entdeckt.

Als Roy Miller 2003 mit seiner Einheit wiederholt in riskante, aber ergebnislos verlaufende Sucheinsätze geschickt wird, beginnt er unangenehme Fragen zu stellen, ob die Informationen über Massenvernichtungswaffen im Irak wirklich zuverlässig sind. Obwohl ihn der Beauftragte des Pentagon aufhalten will, ermittelt Miller unter Lebensgefahr das Versteck eines flüchtigen Generals von Saddam Hussein. Er könnte die Geheimnisse von amerikanischen Regierungs- und Militärkreisen enttarnen, aber auch Miller als verhassten Feind töten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hochspannender, actionreicher Kriegs-Thriller mit politischer Note!
  • Mit einem spannenden Actionthriller zeigen Regisseur Paul Greengrass und Star Matt Damon, wie gut das Rezept des “Bourne”-Franchise auch auf reale Kriegsschauplätze übertragbar ist.

    Aus Sicherheitsgründen war die Errichtung der “Green Zone” in Bagdad verständlich. Doch diese Schutzzone für amerikanisches Militär- und Zivilpersonal erschwerte auch die Annäherung an eine fremde Kultur, führte zu falschen Entscheidungen. Rajiv Chandrasekarans Sachbuch “Imperial Life in the Emerald City” erzählt davon, von Naivität, Arroganz, Angst, kontrastierenden Fraktionen und Fehleinschätzungen auf Seiten der Amerikaner, darunter auch die Vertreibung der Führungskräfte der Baath-Partei in den Widerstand. Diese Aspekte und die atmosphärische Beschreibung der Green Zone flossen in das Drehbuch von Brian Helgeland ein – als Basis für einen Film, der aufzeigt, aber nicht missioniert und dabei von atemloser Action begleitet wird.

    Im Frühjahr 2003 hat Roy Miller (Matt Damon) zum wiederholten Male seine Truppe in einen sinnlosen Einsatz geführt und überflüssigen Risiken ausgesetzt. Im Irak herrscht Chaos und eine Politik gezielter Desinformation, wie Miller entdecken wird. Die Massenvernichtungswaffen, mit denen der Einfall in den Irak begründet wurde, lassen sich nicht finden, vielleicht aber ein flüchtiger General Saddam Husseins. Er könnte Hinweise auf einen geheimnisvollen Informanten der Amerikaner geben, dessen Angaben die Motive für das US-Engagement in Frage stellen. Aus der Suche nach Waffen wird nun eine Jagd auf diesen in Bagdad abgetauchten General, die nicht nur Miller aus der Green Zone herausführt, sondern auch den Leiter eines Sonderkommandos, das die Interessen des Pentagon schützt.

    Wie schon in den letzten beiden “Bourne”-Filmen setzt Paul Greengrass auf permanenten Attacke-Modus, auf Tempo, Intensität und Realismus, weshalb auch hier die Handkamera auf allen Richtungsachsen schwenkend zur Anwendung kommt. So einfach der Plot auch ist, so geschickt sind Action und Kriegskommentar verknüpft. Eine tragende Rolle als Sympathiefigur fällt dabei einem irakischen Kriegsveteranen zu, der die Barrieren gegenüber Muslimen abbauen und auch das Verhalten der Amerikaner gegenüber der Bevölkerung stellvertretend spiegeln soll, das zwischen Ignorieren, Attackieren und Benutzen wechselt. Dass ausgerechnet diese Figur in einen zu konstruierten Showdown geschickt wird, ist für die Gesamtwirkung des Films belanglos. In Spanien und Marokko gedreht, hetzt “Green Zone” mit einem engagierten Matt Damon von Einsatz zu Einsatz. Als Thriller auf den Spuren von “Black Hawk Down”, der Jahre nach den Ereignissen wohl nicht politische Entscheidungsträger, sicher aber den Zuschauer unter Druck setzen wird. kob.
  • Regisseur Paul Greengrass hat wieder einen Thriller mit seinem „Bourne“-Star Matt Damon in der Hauptrolle gedreht. Diesmal ist der Schauplatz real: das von US-Truppen besetzte Bagdad im Jahr 2003. Der Skandal um die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen im Irak ist noch nicht aufgedeckt und Offizier Roy Miller, der nach den Waffen suchen soll, begibt sich mit seinem Trupp außerhalb der gesicherten Green Zone in große Gefahr. Die amerikanischen Regierungsgesandten, die nun in Saddam Husseins ehemaligen Prunkgebäuden arbeiten, wissen wenig über die Not der Bevölkerung draußen.

    Greengrass hat seinen Thriller nicht nur fiktiv mit einem zugespitzten Komplott und einem typisch amerikanischen Actionhelden ausgeschmückt, der sich berufen fühlt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Er hat sich von vielen Irakveteranen beraten lassen, die zum Teil auch im Film mitspielen und dafür sorgen, dass die militärischen Operationen so authentisch wie möglich geschildert werden. Diese Realitätsnähe ist die größte Qualität des spannenden Kriegs- und Politthrillers. Auch das Drehbuch von Brian Helgeland basiert auf dem Buch eines Augenzeugen, der als Journalist die abgeschottete Welt der Green Zone erlebte.

    Matt Damon spielt Roy Miller als toughen Soldaten, der mit seinem kleinen Suchtrupp regelmäßig in bedrohliche Situationen kommt. Wenn der Konvoi durch die Straßen jenseits der Green Zone fährt, wissen die Soldaten, dass sie in der irakischen Menge schutzlos sind. Jede Ansammlung aufgebrachter Menschen, die Unverständliches auf Arabisch schreien, kann der Anfang vom Ende sein. Miller bewegt sich auf einem schmalen Grat mit seinen Versuchen, Eskalationen zu vermeiden. Und Greengrass balanciert gekonnt über die Gefahr hinweg, Miller zum Pazifisten zu machen. Der irakische Dolmetscher muss nicht sein Freund werden und die Ahnungen des Offiziers, dass hier einiges schief läuft, bleiben oft nur Eindrücke des Augenblicks.

    Greengrass schildert die Vorgänge in Bagdad von verschiedenen wirklichkeitsnahen Schauplätzen: aus Hinterzimmern, in denen geheime Beratungen irakischer Führungskräfte stattfinden, aus einem Gefängnis der US-Kräfte, in dem es nicht human zugeht, aus dem Regierungsviertel, in dem Pentagon- und CIA-Leute rivalisieren. Dabei entsteht ein lebhafter Eindruck von der krisenhaften Unordnung, von den Intrigen hinter den Kulissen und der sich abzeichnenden Hilflosigkeit und Inkompetenz der Besatzung. Brendan Gleeson spielt den örtlichen CIA-Chef als einen alten Haudegen mit Durchblick, dessen größte Gegner die geschniegelten Vertreter der eigenen Regierung sind.

    Die für den Regiestil von Greengrass typische verwackelte, sekundenschnell geschnittene Action in den Verfolgungsszenen führt hier durch die nächtlichen Straßen. Wenn ein Mensch sich im Laufschritt umschaut, ist sein Blickfeld jedoch wesentlich ruhiger als durch diese Kamera. Vieles kann man nicht im Einzelnen erkennen, was hier mit Miller passiert. Dafür gibt es spannende Zielortungen an Bord eines Hubschraubers.

    Fazit: Rasante Action mit Matt Damon, diesmal mit kritischem Blick auf die US-Besatzung in Bagdad im Jahr 2003 und die politische Lüge von den Massenvernichtungswaffen.
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