Grand Budapest Hotel (2013)

Originaltitel: The Grand Budapest Hotel
Grand Budapest Hotel Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Grand Budapest Hotel: Herrlich skurrile und charmante Komödie um das abenteuerliche Schicksal des Grand Budapest Hotels und seines Personals.

Regisseur Wes Anderson hat mit Filmen wie „Die Royal Tennenbaums“ oder „Die Tiefseetaucher“ nicht nur eine ganz ureigene Filmsprache entwickelt, sondern auch eine Schaar an erlesenen Schauspielern um sich versammelt, die immer wieder in seinen Filmen mitspielen. So geschehen auch in „Grand Budapest Hotel“, einer Tragikomödie über die Geschichte eines altehrwürdigen Hotels im fiktiven Osteuropäischen Staat Zubrowka.

Auf verschiedenen Zeitebenen angesiedelt erzählt „Grand Budapest Hotel“ die Lebensgeschichte des Zéro Moustafa (Tony Revolori) , der im Jahr 1932 als sogenannte Lobby Boy seinen Dienst im altehrwührdigen Grand Budapest Hotel antritt. Schnell wird er vom weltgewandten und stets galant auftretenden Concierge Gustave H. (Ralph Fiennes) in die schillernde Welt des gehobenen Gastgebertums eingeführt. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich über die Jahre eine innige Freundschaft, die besonders während der einsetzenden Wirren und Grausamkeiten des zweiten Weltkrieges von zentraler Bedeutung sein wird.

Nachdem die betagte  Witwe Céline Villeneuve Desgoffe und Taxis (Tilda Swinton) das Zeitliche gesegnet hat, erfährt Gustave, dass sie ihm aus Dankbarkeit für die stets perfekte Gastfreundschaft und einige weitere Gefälligkeiten ein kostbares Bild vermacht hat. Gemeinsam mit Zéro macht er sich auf den Weg in das weit entfernte Schloss Lutz, um das Erbe entgegen zu nehmen. Als es die Familie der Verstorbenen nicht herausgeben möchte, stiehlt es Gustave in einer Kurzschlussreaktion und flieht mit seinem Freund Zéro durch Europa Richtung Heimat. Einige Zeit später wird er verhaftet und eingesperrt. Seine einzige Hoffnung bleibt der mutige, aber Staatenlose Zéro.

Neben Ralph Fiennes sind wieder zahlreiche Schauspieler in „Grand Budapest Hotel“ zu sehen, die schon mehrfach unter der Regie von Wes Anderson erfolgreich gespielt haben, etwa Adrien Brody oder Bill Murray.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wes Anderson lädt ein in eine Welt voller skurriler Situationen und bizarrer Figuren. Phantasievoll, detailverliebt, charmant.
  • Ein Schriftsteller kommt im Grand Budapest Hotel, das schon bessere Zeiten erlebt hat, mit einem Stammgast ins Gespräch. Er erfährt, dass ihm das Hotel einst gehörte und er dort als Lobbyboy angefangen hatte. Dies war zu einer Zeit, als der galante Monsieur Gustave noch für makellosen Service sorgte – insbesondere gegenüber der weiblichen Klientel – und in ein erstaunliches Abenteuer gerät, als er im Testament einer reichen Witwe berücksichtigt und bald als deren Mörder gejagt wird. “Grand Budapest Hotel” ist eine wunderbar schräge und originelle Komödie von Regiemeister Wes Anderson mit einem herausragenden Ensemble, darunter Ralph Fiennes, Jude Law, Willem Dafoe, Adrien Brody, Tilda Swinton, Jeff Goldblum und Bill Murray.

    Fazit: Originelle und skurrile Komödie, Eröffnungsfilm der Berlinale.
  • Der Eröffnungsfilm der Berlinale 2014, die Komödie "Grand Budapest Hotel", ist eine augenzwinkernde, nostalgische Reise zu Stätten, die sich einst im Glanz der österreichischen Donaumonarchie sonnten. Regisseur Wes Anderson ("Die Royal Tenenbaums", "Moonrise Kingdom") erweist sich einmal mehr als stilvernarrter Sammler von Fundstücken, die für überholte Lebensformen stehen. Diesmal kramt er mit mildem Spott, aber auch bewundernd in der Kultur einer Gesellschaft, in der man zur Kur nach Karlsbad fuhr.

    Das Hotel und sein Concierge Monsieur Gustave stehen für Perfektion im Gastgewerbe: zuvorkommender, unaufdringlicher Service, Diskretion. Im Laufe der turbulenten Handlung beweist er auch Zivilcourage, was ihn in Konflikt mit den Militärs bringt, die wie Wegelagerer darauf warten, Zugreisende am Weiterfahren zu hindern. Nahezu jeder Charakter erfährt eine Verformung zur verspielten Karikatur. So ist Monsieur Gustave bei aller Kultiviertheit auch dekadent: Er parfümiert sich stark und schläft gerne mit 80-jährigen weiblichen Hotelgästen.

    Verfolgungsjagden, Eisenbahnfahrten, ein Gefängnisausbruch, Morde und die Suche nach einem gestohlenen Bild: Die Charaktere sind ständig in Bewegung und muten dabei an wie die leicht zappeligen Figuren in alten Stummfilmen. Um ihre emotionale Echtheit geht es in keiner Sekunde. So speist sich der Humor diesmal auch weniger als sonst bei Anderson aus den inneren Widersprüchen der Charaktere. Diesen Preis zahlt die Komödie für ihr Schwelgen in stilisierten, unwirklichen Szenarien, für ihre Liebe zur Ausstattung. Der Humor besteht in den Twists der Handlung und unzähligen punktuellen Überraschungen, etwa wenn man Tilda Swinton in Gestalt der uralten Madame D. erkennt. Mit seiner verschachtelten Rahmenerzählung und den vielen Zeitsprüngen – zwei Monate vorher, drei Tage später – hält Anderson diejenigen auf Trab, die sich ohne roten Faden aufgeschmissen fühlen.

    Fazit: Wes Andersons turbulente Abenteuerkomödie "Grand Budapest Hotel" ist ein kultureller Ausflug ins alte östliche Mitteleuropa, auf dem es von skurrilen Überraschungen nur so wimmelt.
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