Good Will Hunting (1997)

Good Will Hunting Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Good Will Hunting: Mitreißendes, relativ konventionell inszeniertes Drama um die Ich-Suche eines Genies aus der Arbeiterklasse.

Als Professor Gerald Lambeau (Stellan Skarsgård) an der öffentlichen Tafel in der Universität von Cambridge eine komplizierte Mathe-Aufgabe schreibt, rechnet er eigentlich gar nicht damit, dass irgendjemand sie löst, denn dafür bräuchte man schon die Fähigkeiten eines Mathematik-Genies. Wenige Tage später ist die Aufgabe jedoch gelöst und Professor Lambeau sucht verzweifelt nach dem Studenten, der das Werk vollbrachte. Er muss bald feststellen, dass der Reinigungsarbeiter Will Hunting (Matt Damon) die Aufgabe löste. Will lebt in einer heruntergekommenen Gegend in Boston, verbringt seine Zeit größtenteils mit seinen Freunden und hat schon einige Vorstrafen auf der Liste. Und dennoch schlummert in ihm ein Talent, welches der Professor nun fördern möchte.

Doch Will hat gar kein Interesse daran, ein Mathematiker zu werden und somit weniger Zeit mit seinen Kumpels bei Bier und Baseball zu verbringen. Also bringt ihn Lambeau zum Psychologen Sean Maguire (Robin Williams), der sich dem jungen Mann annimmt und versucht herauszufinden, warum Will an seinem langweiligen Leben nichts verändern möchte.

Oftmals wird der Fakt vergessen, dass Matt Damon und Ben Affleck ja eigentlich schon 1998 zu Oscar-Preisträgern wurden. Beide wurden für das selbst entworfene Drehbuch zu \”Good Will Hunting\” ausgezeichnet. Darüber hinaus übernahm Damon auch die Hauptrolle im Film, während Ben Affleck und sein Bruder Casey in Nebenrollen zu sehen sind. Zudem verhalfen sie Robin Williams zu seinem ersten und einzigen Oscar. Dieser schickte daraufhin eine kleine Kopie der Statue an Peer Augustinski, welcher Robin Williams in Deutschland synchronisierte. Seine Worte: \”Danke, dass Sie mich in Deutschland berühmt gemacht haben!\”

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Für die beiden aufstrebenden jungen Schauspieler und langjährigen Freunde Matt Damon (“Der Regenmacher”) und Ben Affleck (“Chasing Amy”) stellt die Verfilmung ihres gemeinsam geschriebenen Drehbuchs die Erfüllung eines Traums dar. Das anrührende, dank der intelligenten Inszenierung Regisseurs Gus Van Sant (“Drugstore Cowboy”, “To Die For”) nicht übermäßig sentimentale Drama handelt von einem jungen, problembeladenen Genie (Damon) aus dem Arbeiterklasse-Milieu, das sich mit seinem Psychotherapeuten (Robin Williams) einen ausgedehnten Willenskampf liefert und erzählt eine an sich altbekannte Geschichte als Ode an die Arbeiterklasse auf eine derart überzeugende Weise, daß sich der Berlinale-Beitrag auch berechtigte Außenseiter-Chancen am Oscar-Abend ausrechnen darf.

    Will Hunting jobbt als Reinigungsmann an der MIT in Boston. Doch der als Kind mißbrauchte Waise verfügt über außergewöhnliche Begabungen, die in keinem Verhältnis zu seiner Herkunft und seiner Beschäftigung stehen: er hat ein fotografisches Gedächtnis und die Fähigkeit, die schwierigsten mathematischen Aufgaben im Handumdrehen lösen zu können. Der ambitionierte Professor Lambeau (Stellan Skarsgard aus “Breaking the Waves” und “Amistad”) nimmt ihn unter seine Fittiche und erspart dem jähzornigen Will nach einer Schlägerei einen Gefängnisaufenthalt. Zudem muß Will einwilligen, an Therapiesitzungen mit dem emotional nicht minder vernarbten Collegeprofessor Sean McGuire (Williams) teilzunehmen. Der aus einem ähnlichen sozialen Background stammende McGuire wird von dem sarkastischen Will an die eigenen Grenzen getrieben, doch schließlich ist er es, der den schier undurchdringlichen Schutzpanzer seines Patienten durchbricht. Es entfaltet sich eine Coming-of-Age-Story, die für den Titelhelden eine Reise ins eigene Ich darstellt. Auf der einen Seite ist er emotional seinen Kumpeln aus dem irischen Arbeiterviertel verhaftet, andererseits bringt ihn seinGenie mit einer kontrastierenden, akademischen Welt in Berührung. Für zusätzliche Sprengkraft sorgt Wills Liebe zu einer Harvardstudentin (Minnie Driver), denn seine übermächtigen Verlustängste lassen die fragile Beziehung auf dünnem Eis balancieren.

    Es sind vor allem die superben schauspielerischen Leistungen (allen voran Williams in einer ernsthaften Darstellung, die an seine eindringliche Rolle in “Der Club der toten Dichter” erinnert), die das Psychogramm über manches Drehbuchklischee hinwegheben. Nicht hundertprozentig glaubhaft wirkt der Umstand, daß es sich bei dem guten Titelhelden um ein Mathegenie von Einsteinschen Ausmaßen handeln soll, der trotz schier unbegrenzter Möglichkeiten nicht mehr Ambitionen hat, als als Putzmann zu arbeiten. Daß “Good Will Hunting” trotz manch naseweiser Dialoge geradezu unwiderstehlich auf sein Publikum wirkt, ist sicherlich der für seine Verhältnisse ausgesprochen konventionellen Regie von Gus Van Sant zu verdanken, der es aber nicht versäumt, sein blendendes Gespür für junge Außenseiter und ein Höchstmaß an Authentizität stets beinahe körperlich spürbar zu machen. Mit Wills bestem Freund (Ben Affleck als sympathischer Proll, der sich die beste Szene des Films auf den Leib schrieb) schlägt er zudem beinahe genial die Brücke zum Publikum, das sich mit dem bodenständigen Buben sicherlich besser identifizieren kann als mit dem titelgebenden Wunderkind. Das amerikanische Publikum spricht dem Problemfilm über komplexe Beziehungen jedenfalls begeistert zu. ara.

Darsteller und Crew

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