Good Neighbours (2010)

Good Neighbours Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

In einer kanadischen Großstadt der 90er Jahren versetzt ein mysteriöser Frauenmörder die Bewohner in Angst und stellt die Polizei vor ein bislang unlösbares Rätsel. In einem gutbürgerlichen Mietshaus wohnt die alleinstehende Katzennärrin Louise und tauscht sich mit dem befreundeten Rollstuhlfahrer Spencer von gegenüber aus. In die platonische Zweisamkeit platzt mit seiner offenen, aber zuweilen taktlosen Art der frisch zugezogene Lehrer Victor und wirft ein Auge auf Louise. Da schlägt der Killer wieder zu, diesmal in unmittelbarer Nähe.

In Quebec geht ein Serienkiller um. Drei Nachbarn in einem Mietshaus beteiligen sich an den Spekulationen und erleben die eine oder andere Überraschung. Elegant inszenierter Noir-Thriller.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es ist offenbar mal wieder Zeit, ein paar Worte über die Funktion von Trailern zu verlieren: Sie sollen Werbung machen für einen Film und Lust machen auf einen Film. Sie sind also durchaus eine recht sinnvolle Erfindung – eigentlich. Aber den Trailer zu „Good Neighbors“ sollte man sich einfach nicht anschauen. Nicht nur, dass er viel zu viel verrät, er trifft den Ton des Films nicht einmal im Geringsten. Für die, die den Trailer bereits gesehen haben: Nicht abschrecken lassen. Dieser Thriller hat einiges mehr zu bieten! Ich werde mich jedenfalls bemühen, in den folgenden Zeilen nicht denselben Fehler zu machen.

    Wie jedes andere Genre ist auch der Thriller mit gewissen Erwartungen verbunden. Einige erfüllt Regisseur Jacob Tierney, mit andern spielt er und wieder andere führt er in „The Good Neighbors“ ad absurdum. Anfangs zeichnet Tierney lediglich ein schrulliges Porträt der Bewohner des Apartmenthauses – dem Hauptschauplatz des Films. Eigentlich ganz harmlos. Die Bedrohung durch den Serienkiller ist zwar präsent, aber scheint noch sehr weit weg. Vordergründig geht es erst mal um die Marotten der Hausbewohner: Allen voran die eigenbrötlerische Louise, die offensichtlich nur zu ihren zwei bildschönen Katzen eine echte enge Beziehung aufbauen kann und Spencer, der im Grunde ebenfalls ungern andere Menschen um sich hat und sich lieber mit seinen zahlreichen Aquarien beschäftigt. Eine einzige kurze Szene reicht aus, um zu zeigen, dass die beiden sich gegenseitig offenbar so akzeptiert haben, wie sie sind, bestens mit den Eigenheiten – zumindest denen, die sie sich offenbaren wollten – vertraut sind und sich arrangiert haben. Victor hingegen scheint keinerlei Bedürfnis nach Distanz oder Privatsphäre zu haben, drängt sich den beiden förmlich auf und fungiert somit wie ein Eindringling, den Spencer – gekonnt gespielt von Scott Speedman – mit einem aufgesetzten, eiskalten Lächeln empfängt. Dieses Lächeln, sein ansonsten formvollendetes Benehmen und seine ebenso perfekt sitzende Kleidung – kurz um, sein ganze Erscheinung erinnert stark an Patrick Bateman. Und obwohl die ersten Szenen zu dritt lediglich von einem Gefühl der gezwungenen Freundlichkeit und sogar ein wenig Fremdschämens geprägt sind, deutet Tierney hier bereits an, dass es um weit mehr geht. Immer wieder blitzen plötzlich Bilder auf, die so eingeschnitten nichts mit dem eigentlich gerade Gezeigten zu tun haben. Quasi Subliminalbilder – lang genug, um sie zu registrieren, allerdings zu kurz, um eindeutig sagen zu können, was man da gerade gesehen hat.

    Der zweite Akt ist dann schon nicht mehr ganz so harmlos, Tierney zieht deutlich an Tempo an, der Handlungsstrang mit dem Serienkiller rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt und die ersten Geheimnisse werden preisgegeben. Dann zeigt sich, die Hausbewohner sind nicht einfach nur schrullig, sondern haben ernste Probleme, die sie für sich und andere zu einer genauso ernsten Gefahr machen. Fruchtbar drastische Szenen lassen keinen Zweifel daran und Tierneys schrulliges Porträt wird zu einem äußerst zynischen Kommentar über Schein und Sein und menschliche Abgründe, die tiefer nicht sein könnten, voll gepackt mit pechschwarzem Humor. Zum Ende hin ist das Tempo so rasant, dass der Showdown recht abrupt erfolgt und fast schon belanglos wirkt – zynisch bis zum bitteren Ende.

    Fazit: Unter dem Deckmantel eines Thrillers erwartet den Zuschauer ein zynisches Szenario über menschliche Abgründe mit einer großartigen Portion schwarzen Humors.
  • Kammerspielartiges Mörderratespiel mit dem Mörder unter den drei Hauptakteuren. Was früh ahnt, wer viele Filme guckt, vielleicht sogar auch wer davon. Und nicht weiter stört. Diverse Ungereimtheiten und ein Hauptdarsteller, der es mit den Manierismen etwas übertreibt (der kanadische Jungstar Jay Baruchel aus “Duell der Magier”), stehen gegen dichte Atmosphäre und eine spannende Noir-Geschichte, die mit ihren Stilmitteln, Voyeurmotiven und der eleganten Inszenierung in guten Momenten Erinnerungen an Hitchcock und De Palma weckt. Fantasy-Filmfest-Teilnehmer.

Darsteller und Crew

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